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In Soller …finde ich den Mann für‘s Leben

Veröffentlicht: 04.04.2026

…zugegeben, er wirkt zwar etwas hölzern, widerspricht aber nicht.  Bewegen tut er sich dafür leider auch nicht.🙄

Das Wetter ist nicht so schlecht, um im Bett zu bleiben und auszuschlafen. Mist. „Aber wandern gehe ich heute nicht.“ Definitiv nicht.

Bevor ich nach Soller mit dem Auto starte, bringe ich Elodie, die Schweizerin mit dem melodiösen Namen nach Inca, damit sie den Bus nehmen kann. Sie ist total happy, ich bin es dann auch.😀 So sind wir Ossis  halt.

In Soller heißt es zu allererst einen Parkplatz finden. Gar nicht so einfach, da die Stadt von viel zu engen Gassen durchzogen ist. Ich folge dem Schild „ cementri“ und werde fündig. Zu jedem Friedhof gehört schließlich auch ein Parkplatz.

Heute geht’s also mit der historischen Eisenbahn -Ferrocarril de Soller - nach Palma und zurück .

Holzklasse, sozusagen ….Oder bummeln bis mir der Hintern weh tut.

Mit der Eisenbahn, die bereits 1912 in Betrieb genommen wurde und zehn Jahre später elektrifiziert, rattert man zwei Stunden durch die schönen Landschaften Mallorcas. Zwischen den Berggipfeln zeigt sich Soller, eingebettet zwischen den Gebirgszügen, von seiner schönsten Seite und umgeben von einem Meer aus Orangen- und Zitronenbäumen .

Das Ticket löst man im Zug und man sollte sich auch gleich entscheiden, wann man zurück fahren möchte. Letztendlich gönne ich mir zwei Stunden in Palma, da die anschließende Rückfahrt schon ausgebucht war.

Diese Art zu reisen gefällt mir wirklich sehr. Man kann die Landschaft mit allen Sinnen genießen, langsam und bei offenem Fenster. Es duftet nach Frühling und das eintönige Geräusch der Fahrt über die Gleise, hat etwas beruhigendes. 

Warum muss alles in der Welt immer schneller werden? Es kann doch nicht alles schlecht daran sein, wenn Dinge einfach mal so bleiben wie sie sind. Verdammt. Ich gehöre definitiv nicht in dieses Jahrhundert oder die Welt dreht sich für mich zu schnell. 

Finger heben, wem es genauso geht….

Es ändert nichts daran, ich muss aussteigen und mich auf die Suche nach einem Mitbringsel für Lotti begeben.  

Ich solle ihr etwas „Schönes“ mitbringen, meinte sie, als wir uns verabschiedeten. Ich antwortete:“Was mir vor die Füße fällt, bringe ich mit.“

Und so werden es am Ende tatsächlich Socken.🤣

Wieder angekommen in Soller, sticht mir sofort die riesige Barock Kirche St. Bartholomäus ins Auge. Selbstverständlich schaue ich  mir das beliebte Postkartenmotiv auch von innen an. Glanz und Gloria erbaut im 17. Jahrhundert.

Weiter geht’s durch die Prachtstraße „Calle de la Luna“ um mir das modernistische Museum Ca‘n Prunera anzusehen. 

Es fällt schwer, nicht dem Kaufrausch zu verfallen aber ich gehe konsequent meinen Weg. 😅 

Nach der Besichtigung des Museums, stelle ich fest, dass ich besser daran getan hätte, von meinem Weg mal abzuweichen. Das Museum ist Kacke oder ich bin ein Kulturbanause, egal, es ist wie so oft im Leben, die besten Erfahrungen sammelst du auf den Zickzack Wegen.🤪

Nachdem ich dreimal an einem Schaufenster vorbei schlendere, in der man die Zubereitung von Ravioli demonstriert, entscheide ich mich ins „Luna36“ einzutreten um gehoben zu dinieren. Dazu einen göttlichen Wein unter Spaniens Sonne gereift und zum Nachtisch Tiramisu. Was braucht es mehr, um glücklich zu sein!!!

Die Quittung kommt, aber egal…Augen zu und Karte durch. Ich habe es sooo genossen.🙏🏼😀









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