2026 - August - Civitavecchia
Civitavecchia kennen viele nur als den Hafen von Rom, an dem die großen Kreuzfahrtschiffe anlegen und von dem aus die meisten Touristen direkt mit Bussen in Italiens Hauptstadt...


Veröffentlicht: 13.08.2026
Tarragona ist einer dieser Orte, die als Urlaubsort sicher unterschätzt werden. Zum Glück, wie ich finde, denn wer braucht schon Touristenmassen.
Dabei ist die Stadt absolut sehenswert. Es gibt einen Sandstrandzugang mit einem Fahrstuhl hinauf zur Stadt. Und oben kann man vom sogenannten Balkon wiederum auf den Strand hinunterblickken. Dreht man sich dann um zur Stadt, kann man gemütlich die Ramblas entlangschlendern. Die Ramblas, das ist eine breite Straße mit einer mittigen, großzügigen Fußgängerzone und nur beidseitig schmalen Fahrspuren für Autos. Diverse Geschäfte laden zum Shoppen ein und Bänke zum Verweilen. Automatisch stößt man beim Spaziergang auch auf das berühmte Denkmal der Menschenpyramide. Tarragona ist schließlich einer der Hauptorte für diese Tradition.
Aber es wartet auch jede Menge Kultur auf die Wissbegierigen. Da ist zum Beispiel das römische Erbe der Stadt zu bestaunen, wie das Amphitheater mit Blick zum Meer und die Überreste der alten römischen Rennbahn (Circo Romano). Natürlich wird hier quasi bei jedem Spatenstich Altes zutage gefördert. Die Stadt Tarragona trägt das Römische übrigens bereits im Namen, denn der römische Name lautete Tarraco, vollständig Colonia Iulia Urbs Triumphalis Tarraco. Auch Kaiser Augustus plante von hier aus zwischen 27 und 25 vor Christus seine Feldzüge und lebte in der Stadt. Bei unserem Rundgang haben wir zudem die imposanten Wallanlagen bestaunt, für die sich der Eintritt von 5 Euro absolut lohnt.
Selbst die wunderschöne Kathedrale von Tarragona steht auf römischen Grundmauern. In einem Raum der Kathedrale kann man sogar Ausgrabungsteile davon bewundern. Aber die Kathedrale hat noch so viel mehr zu bieten. Die 12 Euro Eintrittsgeld für Erwachsene sind gut investiert. Ich hätte hier locker 1.000 Bilder knipsen können, so umfangreich sind die Räumlichkeiten und die vielen Kostbarkeiten von innen und außen. Eine ganz besondere Überraschung wartete im Außenbereich der Anlage auf uns, wo wir zwei lebende Schildkröten gesehen haben. Wir dachten zuerst, sie wären Dekoration, und es war wirklich putzig, wie sie sich dort in der Sonne räkelten, was uns große Freude gemacht hat. Ein einziger Tag reicht eigentlich gar nicht aus, um alles zu erkunden.
Wegen all dem erhielt Tarragona übrigens im Jahr 2000 den Status des UNESCO-Weltkulturerbes für das spektakuläre „Archäologische Ensemble von Tarraco“.
Ein Besuch lohnt sich also unbedingt, nur kommt nicht alle gleichzeitig, denn wie gesagt, wer braucht schon Touristenmassen.
