Faro de Punta Cabalo
Kilometerstand: 160906 Heute war das Ziel der Leuchtturm auf der Insel Arosa. Ines hatte einen Stellplatz an einer Strandbar gefunden, be


Veröffentlicht: 17.09.2026
Kilometerstand: 161007
Als wir am Morgen erwachten, waren die Muschelzüchter mit ihren Booten und auf ihren Flößen schon voll bei der Arbeit. Sebb hatte zuerst gemeint ständig einen Helikopter zu hören, aber das Geräusch waren die Boote, die hier im Minutentakt zwischen den Muschelfarmen hin- und herfuhren. Wir hatten das Glück, während des Frühstücks beobachten zu können, wie eine der schwimmenden Farmen abgeerntet wurde. Auch wenn wir nicht verstanden, wie das Schiffchen mit dem Korb am Kranhaken die Meeresfrüchte an Bord bekam, konnten wir sehen, dass der Berg schwarzer Muscheln auf Deck immer weiter wuchs.
Noch bevor die Ernte fertig war, brachen wir wieder auf und steuerten unseren nächsten Stellplatz in Nigrán an. Es ging auf einen privaten Platz, der eigentlich nur aus einer Wiese bestand. Wiese, Schild, fertig.
Die Berge hinauf hatte Gary es so schwer gehabt, dass er uns sogar die Öldruckleuchte anschaltete, während wir im dritten Gang mit 50 km/h auf der Autobahn bergauf fuhren und uns die LKW überholten. Irgendetwas stimmte da nicht.
Nach unserer Ankunft rief Sebb daher in der heimischen Autowerkstatt an und fragte nach wann wir das letzte Mal den Kraftstofffilter hatten tauschen lassen, vielleicht war das ja das Problem. Vielleicht sprang Gary deswegen auch so schlecht an. Es stellte sich heraus, dass der Filter in den letzten Jahren nicht gewechselt worden war. Der Mechaniker empfahl uns das Problem, Wohl oder Übel, in einer Werkstatt vor Ort abklären zu lassen, die Beschreibung passte eher zu einem Fehler bei den Glühkerzen. Na toll! Da hatten wir ja noch etwas vor.
Dann gingen wir an den Strand. An der örtlichen Surfschule erfragten wir die Konditionen für den Materialverleih. Wir waren uns nicht sicher, ob wir hier vielleicht doch einen Tag lang bleiben würden.
Die Bucht wurde von einer vorgelagerten Insel geschützt, vielleicht war das der Grund dafür, dass trotz ordentlichem Seewind die Wellen eher flach am Strand ankamen. Vielleicht waren wir aber auch vom Strand von vor zwei Tagen einfach verwöhnt.
Zurück bei Gary bereiteten wir wieder einen unserer Salate zu, dieses Mal angereichert mit einem Burrata.
Anschließend spielten wir noch eine ganze Weile vor dem Wohnmobil bis es langsam frisch wurde. Als um 20.00 Uhr immer noch keiner gekommen war, um zu kassieren, ging Sebb zu den spanischen Nachbarn und fragte einmal nach, wie das denn hier funktioniere. Das Pärchen erklärte, dass ,die Señora‘ morgens vorbei käme und kassierte, mehr wüssten sie auch nicht, keine Namen, keine Telefonnummer.
Nun gut. Es wurde langsam immer windiger und kälter und so zogen wir uns in unser Wohnmobil zurück und beendeten den Tag mit einem kleinen Apero vom Marquis de Vauban.
