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Zuletzt in Frankfurt am Main

Teil 4 Huangshan und Yunhe

Veröffentlicht: 17.03.2026

Unterkunft
Gasthaus in Yunhe
1 Nacht · Yunhe
Attraktion
Yunhe Reisterrassen
Yunhe, China
Fahrt
Gasthaus in Yunhe → Yunhe Reisterrassen
1h 30m
Zug
Huangshan Nord-Bahnhof → Hangzhou
Bullet Train
Zug
Hangzhou → Lishui
Bullet Train
Fahrt
Lishui → Yunhe
1h 30m
Essen
Supermarkt-Sandwich in Lishui
$ · Mittagessen
Zug
Lishui → Shanghai
Bullet Train



Di. 17.03.2026

Fahrten Chongqing - Huangshan

Ganz früh um 4:30 Uhr klingelte unser Wecker, denn es stand heute unsere längste Zugfahrt auf dieser Reise an. Insgesamt 9 Stunden und 20 Minuten reine Zugfahrt. Um 7:45 Uhr von Chongqing bis 15:28 Uhr nach Hefei und da um 16:22 Uhr weiter bis 17:59 Uhr nach Huangshan.

Für diese längste Fahrt gönnten wir uns die erste Klasse, die für 91 € pP trotzdem günstig war.

Aber diesmal war es das erste Mal, dass unsere Koffer ein kleines Problem waren. Irgendwie gab es keinen richtigen Platz und die Zugbegleiterin ließ uns die Koffer hier und da hinschieben, bis sie es ok fand. Es waren bis zu den ersten Stationen sehr wenig Fahrgäste oder vielleicht nur in der ersten Klasse. Wir hatten aber vom Gang getrennte Plätze, da es so leer war, haben wir uns zwar zusammengesetzt, dafür zog es so unangenehm doll immer mal wieder und uns war dann echt kalt. Wir sprachen die Zugbegleiterin an und wir konnten uns dann umsetzen, aber trotz 23 Grad im Zug war es nicht angenehm. Sonst hatten wir das Problem nicht. Natürlich kamen dann doch Gäste, die da eigentlich saßen und so mussten wir wieder wechseln zum Ende hin.

Die erste Klasse unterscheidet sich nicht sehr stark zu der zweiten, aber die Sitze sind breiter, was es natürlich viel angenehmer macht.

Das Umsteigen in Hefei klappte sehr gut und wir schafften die letzte Etappe mit 1 Stunde 37 min in der zweiten Klasse voll besetzt auch noch.


Nun sollte es von den hypermodernen Metropolen in die ländlicheren Regionen gehen. Wobei Huangshan trotzdem natürlich wieder eine Millionenstadt ist mit aber nur 1,5 Millionen kommt sie uns inzwischen sehr klein vor. Wir sind sogar in der ersten Nacht in Tunxi, das ist ein Stadtbezirk von Huangshan und hat nur 242 Tsd. Einwohner. Diesmal geht es uns aber eh um die Naturschönheiten Chinas.


Hier wieder eine gute Zusammenfassung:



Huangshan-Gebirge Kurzportrait:

Das Huangshan-Gebirge („Gelber Berg“) in der ostchinesischen Provinz Anhui ist ein weltberühmtes UNESCO-Weltnatur- und Kulturerbe, bekannt für bizarre Granitfelsen, knorrige Kiefern, Wolkenmeere und heiße Quellen. Als Inspiration für die schwebenden Berge in „Avatar“ ist es ein Hauptanziehungspunkt für Wanderer.

Kernfakten & Highlights:

Lage: Süd-Anhui, ca. 154 km² Fläche mit 72 Gipfeln.

Höchster Punkt: Lotusblüten-Gipfel (1.864 m).

Die 4 Wunder: Wolkenmeer, bizarre Felsformationen, knorrige Kiefern, heiße Quellen.

Tourismus: Sehr gut erschlossen durch tausende Steinstufen und mehrere Seilbahnen, Übernachtung auf dem Gipfel zur Sonnenaufgangsbeobachtung sehr beliebt.

Klima: Häufig in Nebel gehüllt, was die mystische Atmosphäre verstärkt.

Beste Reisezeit: Ganzjährig, besonders Frühling/Herbst.



Während der Zugfahrt sah man auch schon einen Unterschied. Diesmal nicht nur ein Wolkenkratzer neben dem nächsten sondern viele Felder und wolkenverhangene Berge.


Wie immer ließen wir uns mit einem Didi abholen und das erste Mal, dass der Fahrer sich mit uns unterhalten hat, also über ein Translator App. Sonst wird meist noch nicht mal gegrüßt.


Unser Hotel liegt direkt in der Old Street. Wie der Name schon sagt, ist das eine historische Straße und sehr bekannt. Sie ist über 700 Jahre alt und über 100 Filme wurden in dieser hübschen Straße mit den Geböuden, die in verschiedenen Dynastien erbaut wurden, gedreht.

Unser Fahrer half uns zum Hotel zu kommen, denn er kam mit dem Auto nicht in diesen Fußgängerbereich und unser Hotel befindet sich versteckt hinter einem Teeladen.

Wir spazierten noch in der Old Street umher und gingen dann in ein Restaurant. Der Kellner war ausgesprochen höflich und hatte mal wieder diverse Fragen über unsere Essenswünsche. Es gab keine Karte. Er schlug so einiges vor, nachdem er sich ein Bild von unserem Geschmack machte. Unter anderem sagten wir ihm, dass wir zwar Fisch gern mögen, aber ungern einen ganzen möchten. Wir haben nämlich immer keine Lust auf die Grätenpulerei. Was bekamen wir? Einen ganzen Fisch mit Gräten, dafür leckeres Pak Choi und Schweinerippchen süß sauer. Also lecker war es wirklich. Und für so ein doch eher schickes Essen zahlten wir insgesamt 28 €. 




Mi. 18.03.2026

Huangshan


Ach langsam nervt‘s: Immer Regen, Regen, Regen.

Von durchschnittlich 4 Regentagen im März in China, haben wir bisher grad mal 4 Sonnentage gehabt. Wir dachten eigentlich, wir hätten unseren Bann gebrochen, überall auf der Welt untypisch schlechtes Wetter hervorzurufen.

Und die Vorhersage sieht auch nicht besser aus. Irgendwie ist es meistens so, dass, bis wir kommen oder nachdem wir wieder weg sind, die Orte warm und sonnig sind. Als ob wir die Regenwolken über uns hertragen. Aber wie gesagt, leider kennen wir das Problem ja schon.


Nachdem wir mal wieder bei Starbucks gefrühstückt hatten, liefen wir noch in der Old Street umher. Die Gebäude sind wirklich schön und der Ort ist bei schönen Wetter sicher richtig hübsch und nett. Überraschend wenig Menschen waren unterwegs.


Gegen Mittag fuhren wir mit dem Didi zu unseren nächsten Hotel, das direkt am Huangshan Gebirge liegt. Die Fahrt dorthin war fast eine Stunde und es schüttete wie aus Eimern. Deswegen entschieden wir uns für die paar verbleibenden Stunden des Tages nicht noch mit der Seilbahn hochzufahren. Morgen haben wir den ganzen Tag dafür Zeit.

So informierten wir uns heute über die Wandermöglichkeiten an der Hotelrezeption. Wie immer nicht ganz einfach über Translator App. Wir haben auch einfach Gebratenen Reis (mit Softdrink 5 € pP) im Hotel gegessen und sonst einfach mal relaxed. Tat auch mal ganz gut. 



Do. 19.03.2026

Huangshan Wandern

Nach einem 7 Uhr Dumpling Frühstück im Hotel fuhren wir mit dem Shuttle zum Huangshan Gebirge, Eingang Süd, um mit der Yuping Seilbahn in 10 Minuten hochzufahren.

Wir waren froh, denn es regnete nicht.

Vom Wetter her, hätte es schlechter sein können. Wir haben tatsächlich ein paar Mal blaue Flecken am Himmel gesehen und ab und zu eine tolle Sicht auf die Nebelfelder in den Bergen mit den berühmten schrägen Kiefern. Aber meist hatten wir doch eher eine Sicht auf eine weiße Wand. Was wirklich heftig war, sind diese Massen an Touristen. Diese Lautstärke und das ständige Gedränge ist echt anstrengend. So richtig können wir uns nicht daran gewöhnen. Anscheinend war es aber heute noch eher ruhig. Wir glauben, dass der hohe Ansturm noch gar nicht ist. 

Die vierstündige Wanderung war ganz schön anstrengend, weil es fast nur über Steinstufen geht und man muss sich oft hinter Leuten einreihen muss, die so extrem langsam gehen, dass es dadurch noch anstrengender wird. Wir waren, wie meist, fast die einzigen Ausländer.

Gewandert sind wir unter anderem am höchsten Gipfel, dem Lotus Peak (1864 Metern) , am Bright Summit und White Goose Ridge vorbei bis zur Yungu Seilbahn. Mit dieser ging’s durch die dicken Wolkenfelder zurück ins Dörfchen.


 

Dort haben wir eine zu scharfe Ente gegessen und gingen zurück ins Hotel und machten früh Feierabend. 





 


Ich hab hier einen perfekten Bericht im Internet zu dieser Wanderung gefunden. Ich würde es genauso beschreiben:


Wandern im Huangshan-Gebirge

Das Huangshan-Gebirge ist eines der schönsten Chinas. Seit Jahrhunderten wird es von Malern und Mönchen verehrt. Die Unesco hat es zum Weltnaturerbe erklärt - sogar der Film »Avatar« spielte hier.

Mit schnellen Trippelschritten schieben sich ein paar Männer mühsam an den Touristen vorbei, die auf dem schmalen Weg mitten im Huangshan-Gebirge die spektakuläre Aussicht genießen. Sie schleppen vollgepackte Körbe, die an langen Bambusstangen hängen und mit ihrer Last schwer auf ihren Schultern liegen. Während die Wanderer nur Augen für die Berge haben, bahnen sich die menschlichen Packesel immer wieder ihren Weg durch die Besucherscharen. Noch enger wird es, als plötzlich zwei Lastenträger eine Art Sänfte vorbeischleppen, auf der ein schwergewichtiger Tourist sitzt. Ein Bild, das unweigerlich an längst vergangenen geglaubte Kuliarbeit erinnert.

Im Reich der Mitte hat diese Art von Transport Tradition. Seit jeher und bis heute werden Waren gerade auf dem Land mit Muskelkraft an wippenden Bambusstangen transportiert. Alles, was die Touristen in den Hotels auf den Bergen brauchen, wird auf diese Weise herangeschleppt. Und alles, was oben an Abfall anfällt, nimmt den gleichen Weg zurück.

Das Huangshan-Gebirge ist gut 150 Quadratkilometer groß und liegt im Süden der Provinz Anhui eine Flugstunde südwestlich von Shanghai. China hat fünf sogenannte heilige Berge, die als Säulen des Firmaments gelten. Der Huangshan-Berg ist einer davon. Dass er sich gut und gerne 200 Tage im Jahr in Wolken oder Nebel hüllt, vergrößert seinen Ruf als geheimnisvolle Schönheit. Glaubt man altchinesischen Dichtern und Malern, ist die Region eine der schönsten Bergwelten Chinas. Der in der Ming-Dynastie berühmte Gelehrte Xu Xiake beispielsweise schrieb nach seiner Wanderung durch das Gebirge: »Es gibt keinen Berg, der so schön ist wie der Huangshan. Nach seiner Besteigung will ich keinen anderen mehr sehen.«

Seit Jahrhunderten dient das Gebirge chinesischen Malern als Vorlage, inspiriert sie zu langen Rollbildern, zu Tuschzeichnungen. Immer wieder zog es auch taoistische und buddhistische Mönche hierher, um zu meditieren und dem Himmel ganz nah zu sein. Sogar die Jetztzeit hat sich schon der malerischen Bergkulisse bedient und sie in den Science-Fiction-Film »Avatar« als »Hallelujah Mountains« des Planeten Pandora eingebaut.

Während die Gondel der österreichischen Seilbahn hinaufschwebt, präsentiert sich der Huangshan tatsächlich als friedliches Naturparadies. Nahezu geräuschlos geht es an steilen Granitwänden vorbei, über tiefe Täler hinweg und durch wabernde Wolkenbänke hindurch. Die Gipfel, an die 70 sollen es sein, sind oft nur schemenhaft zwischen den Nebelschwaden zu erahnen. An hohen Klippen und tiefen Schluchten haben sich uralte Kiefern dekorativ festgekrallt. Raubvögel lassen sich von Aufwinden durch die Lüfte tragen. Außer dem leisen Surren der Seilbahn stört nichts die Stille zwischen den bis zu 1900 Meter hohen Bergen.

Mit der himmlischen Ruhe ist es allerdings bald vorbei. Kaum ist der Besucher auf rund 1300 Meter Höhe an der Bergstation aus der Gondel gestiegen, findet er sich unter vielen anderen wieder. In China ist man schließlich nie lange allein, auch nicht im Huangshan. Da halten Reiseleiter große Gruppen chinesischer Touristen per Megafon zusammen. Da erklären chinesische Bergführer Wanderern die Aussicht auf bizarre Felsformationen und uralte Bäume. Und die Langnasen merken schnell, dass sie hier eindeutig in der Minderheit sind.

An die 15 Millionen Besucher kommen pro Jahr zum Huangshan. Viele bleiben nur für einen Tag, die meisten quartieren sich jedoch für ein paar Nächte in einem der meist großen Hotels mit Speisesälen und großen Terrassen ein. Die Häuser sind Dreh- und Angelpunkte für die Touristen, Ausgangsstation für ihre kleinen und großen Wanderungen. Von dort aus geht es auf Standardrouten bergauf und bergab hinein in die Natur.

Die meisten Wege und Treppen sind mit Geländern gesichert, ordentlich gepflastert, sauber gefegt und sowohl mit chinesischer als auch mit englischer Beschriftung ausgeschildert. Immer wieder laden Terrassen an den spektakulärsten Aussichtspunkten zum Fotografieren der grandiosen Landschaft ein.

Seit 1990 gehört das Gebirge zum Weltnaturerbe der Unesco. Eine Landschaft aus Granitfelsen, Pinienwäldern und Bambushainen, heißen Quellen und Wasserfällen. Lebensraum für Greifvögel, Affen und Eichhörnchen….“



Fr. 20.03.2026

Fahrten Huangshan - Yunhe

Um 8 Uhr ließen wir uns diesmal von einem Sammeltransfer, den wir über die Rezeption buchten, abholen. Wie man es von China kennt, kam der Minibus überpünktlich an.

Wir fuhren, etwas eingeengt, in ungefähr einer Stunde für 5 € pP zum Nord-Bahnhof. Dieser war richtig klein im Gegensatz zu den bisherigen und es lief wieder einfach und perfekt wie immer.

Nach 1 Stunde 53 kamen wir um 12:37 Uhr in Hangzhou an und fuhren um 13:32 Uhr nach Lishui. Die Fahrt dauerte 1 Stunde 25 und wir kamen um 15:01 Uhr mit unglaublichen 9 min Verspätung an.

In Lishui haben wir noch etwas gegessen und uns ein Sandwich aus dem Supermarkt geholt, da es etwas fraglich war, wo genau unser Hotel ist und wie die Verpflegung so aussehen wird.

Denn wir mussten noch in das eineinhalbstündig entfernte Yunhe fahren. Auf den verschiedenen Navigationsapps war es nicht klar zu finden. Wir besorgten uns trotzdem ein Didi und gaben einen Ankuftspunkt ein, der wahrscheinlich in der Nähe des Hotels liegen könnte.

Wir versuchten dem Fahrer das Problem zu erklären, aber die Kommunikation gestaltete sich wie immer etwas schwierig. So fuhren und hofften wir, dass alles klappt.

Umso näher wir kamen umso stärker wurde der Nebel und es regnete etwas. Wir sahen uns schon im Nirgendwo stehend, naß und ahnungslos. Aber tatsächlich kamen wir an unserer gewünschten Unterkunft an.

Das erste Mal, dass wir ein Gasthaus gebucht hatten. Es schien, dass wir die einzigen Gäste waren, die Lobby war dunkel und alles war sehr kalt. Der Besitzer brachte uns dann in das kühle Zimmer, aber zum Glück funktionierte die Klimaanlage gut und sogar die Betten waren beheizbar. Ein schönes großes Zimmer mit Balkon. Wahrscheinlich hätte man von dort einen ganz tollen Blick auf die Reisterrassen.

Wir haben nur diese eine Nacht gebucht um am Ankunftsabend den Sonnenuntergang zu sehen und den Morgen eine schöne Aussicht auf die Reisterrassen zu haben, denn das sollen die schönsten Momente sein. Nun, Ersteres klappte ja schonmal nicht.

Wir aßen unsere Sandwiches und hofften, dass wir morgen wenigstens schöne Sichten auf die Terrassen bekommen können, damit sich diese doch relativ lange Reise noch gelohnt hat.


Yunhe Kurzportrait

Lage: Gelegen in der Stadt Lishui, Provinz Zhejiang, Ostchina.

"Stadt der Berge und Wasser": Das Gebiet wird als "Neun Berge, ein halbes Wasser, ein halbes Feld" beschrieben, was auf die gebirgige, wasserreiche Landschaft hinweist.

Yunhe Reisterrassen (Yunhe Terraced Fields):

Die Terrassen gelten als die "schönsten Reisterrassen Chinas" und wurden von CNN als eine der 40 schönsten Sehenswürdigkeiten Chinas ausgezeichnet.

Sie haben eine über 1.000-jährige Geschichte, deren Ursprung in der frühen Tang-Dynastie liegt.

Die Terrassen erstrecken sich über Höhenlagen von 200 bis 1.400 Metern.

Die beste Zeit für Fotografen ist der frühe Morgen oder die Dämmerung, um die "Meere aus Wolken" zu sehen.

"Stadt der Holzspielzeuge": Yunhe ist bekannt als Zentrum der chinesischen Holzspielzeugindustrie (ca. 40 % des Weltmarktanteils).

Tourismus: Die Gegend hat sich zu einem 5A-Nationaltouristengebiet entwickelt, das für seine ökologische Qualität (hohe Luft- und Wasserqualität) bekannt ist.



Sa. 21.03.2026

Yunhe Reisterrassen


Überschrift des Tages: „Chaos“, oder „Wie Sie sehen, sehen Sie nichts“ oder „…Der Weg war umsonst“


Zu Sonnenaufgang um 6 Uhr gingen wir in die Lobby um uns mit dem netten Gasthausbesitzer zu treffen, der mit uns zu den Reisterrassen fahren wollte. Alles war dunkel und er kam eine Viertel Stunde später im Schlafanzug runter. Wir besprachen, dass es gar nichts bringt, denn es war total neblig und regnete stark.

Super. So legten wir uns erstmal wieder aufs Bett und wieder einmal hieß es: Die Hoffnung stirbt zuletzt.


Gegen 8 Uhr gingen wir wieder runter zum Frühstücken, aber wieder niemand da. Irgendwann kam er und brachte leckeren Ramen, der uns ein kleines bisschen aufwärmte.

Das Haus war so unfassbar kalt. Auch das Zimmer war nur erträglich durch das beheizte Bett und durchgehender Klimaanlage auf 30 Grad gestellt. Aber total komisch, das Zimmer wurde einfach nicht wirklich warm. Draußen war es 10 Grad. Drinnen gefühlt Frost.


Unser Gasthaus

Dann fragte er uns, ob er uns zu den Reisterrassen fahren soll. Trotz weiterhin starken Nebel versuchten wir unser Glück. Wir zahlten den Eintritt von ca. 10€ pP für die wahrscheinlich bekanntesten Reisterrassen, die Dragon Scales over the sea of clouds. Also, was soll man sagen, wenn man was Positives sucht…..Wir waren fast allein und wir mussten mal nicht um einen Sichtplatz kämpfen. Die paar anderen fanden anscheinend uns interessanter als die Terrassen und machten Videos oder Fotos von uns. Also wir konnten ein ganz wenig erahnen wie es wohl hinter der weißen Leinwand aussehen könnte. Wirklich sehr schade, es wäre bestimmt echt ganz wunderschön dort.


So könnte es aussehen

Wir aßen dann dort einen traditionellen Snack dieser Provinz, der echt lecker war und begangen unseren eineinhalb km langen Fußweg durch den Nebel zurück. Ein paar Meter gegangen, hielt plötzlich ein Auto an und siehe da, unser „Gastvater“ gabelte uns auf. Eventuell wurde er von dem Personal des Parks informiert, dass wir losgegangen sind. So nett.


Zurück versuchten wir ein Didi zu bestellen. Wir standen gemeinsam da und warteten, dass ein Auto für uns gefunden wird. Es passierte aber nicht. Unser „Gastvater“ kümmerte sich mit uns und wir unterhielten uns wieder in einem Kauderwelsch über die Translator App.

Letztendlich fuhr er uns zu einem Busbahnhof. Dafür wollte er 6 €. Für das Frühstück und die anderen Fahrten wollte er nichts annehmen.

Da angekommen, wie sollte es anders sein, kein Angestellter. Dann kam zufällig eine andere Kundin und fragte uns auf Englisch ob sie uns helfen kann. Irgendwann standen wir zu Fünft mit diversen Fragezeichen in unseren Gesichtern und fanden gemeinsam irgendwann heraus, dass jetzt kein passender Bus fährt und nach weiterem Hin und Her und weiterhin erfolglosen Versuchen ein Didi zu bestellen, bestellten wir ein normales Taxi, das auch paar Minuten später da war. Das war dann mit ca. 43 € einiges teurer als ein Didi. Die 80-minütige Fahrt war nun auch nicht so angenehm, da ich mit meinem Kopf immer mehr schützend in die Mitte des Autos gerutscht bin, da ich Angst hatte, dass der Fahrer es nicht immer richtig schafft seine alle paar Minuten hochgezogene Spucke aus dem Autofenster zu spucken.


Nun als Fazit könnte man sagen, dass sich die letzten beiden Stops den Umweg nicht so richtig gelohnt haben. Vielleicht hätten wir einfach von Chongqing direkt nach Shanghai fahren sollen, aber ist ja immer schwer zu sagen ob die Wettervorhersagen stimmen. Na egal.


Letztendlich waren wir doch fast drei Stunden zu früh am Bahnhof in Lishui und ausgerechnet ist dieser Bahnhof so klein, dass kein Café oder so geöffnet war. Wir holten uns paar Snacks und gammelten herum und froren wie so oft in letzter Zeit. Zusätzlich waren wir ja auch ziemlich müde, da wir ja schon seit 4 Uhr auf den Beinen waren.


Um 16:08 Uhr fuhren wir dann zum letzten Mal mit einem chinesischen Bullet Train los zu unserem letzten China-Stop: Shanghai!

Da kamen wir um 18:54 Uhr an.



WEITER GEHT‘S ➡️➡️➡️ TEIL 5


















Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Frühling · 10°C
Begleitung
Zu zweit (2)
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Yunhe Reisterrassen im Nebel
  • Fahrt mit dem chinesischen Bullet Train
  • Übernachtung im Gasthaus mit beheizbaren Betten
Regenkleidungwarme KleidungSchuhe für nasse Wege
NaturTransitRoadtripEssen
  • Eintritt Yunhe Reisterrassen10 €
  • Sammeltransfer Huangshan zum Nord-Bahnhof5 €
  • Taxi vom Busbahnhof zum Bahnhof Lishui43 €
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Antworten (2)

Beatrixvor 5 Monaten
Hoffentlich wird es endlich mal wärmer und sonniger bei Euch!! Ich bin ziemlich sicher, dass Ihr nach Eurer Rückkehr ein chinesisch geschwungenes Dach auf Euer Haus baut, damit Ihr Euch leichter wieder eingewöhnt nach der laaaaangen Zeit! Und was nehmen wir uns dann als tägliche Lektüre, wenn Ihr zurück seid....Euer Blog gehört schon zum täglichen Stundenplan wie das Zähne putzen ;-) Habt weiter eine tolle Zeit und kommt immer erfolgreich an Euren abenteuerlichen Zielen an !

WildCompassvon WildCompassvor 5 Monaten
Oooh was für liebe und schöne Worte. Ganz lieben Dank. 😘😘😘 Ich kann ja später täglich von Alltag weiter berichten 😂🙈 Na, wir können unserem Vermieter ja mal fragen. ☺️

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