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Einmal Zentralamerika to go, bitte! - Dana und Julian berichten

México #4 - Valladolid

Trampen in Mexiko


Auf dem Weg von Tulum nach Valladolid wollten wir die Mayastätte Coba nicht missen. Da der passende Bus nicht kam, entschieden wir uns zu Trampen. Wir mussten keine fünf Minuten warten bis drei junge Mexikaner für uns anhielten. Sie waren auf dem Weg zu einem Konzert und konnten uns problemlos in der Nähe von Coba absetzen.


Coba ist eine sehr weitläufige, mit dem Fahrrad befahrbare Mayastätte. Neben kleineren Tempeln gibt es eine sehr großen Hauptpyramide, eine der wenigen die man noch besteigen darf. Oben angekommen läuft einem zwar der Schweiß, jedoch ist der Rundblick über den Dschungel grandios.



Die Weiterfahrt nach Valladolid gestaltete sich etwas schwieriger: Insgesamt haben wir drei Fahrten „a dedo" (mit dem Daumen) gebraucht, wobei wir jedoch nie lange warten mussten. Das Highlight des Tages war wohl die Fahrt im Führerhaus eines Lkws.



Zweites Mal CouchSurfen

Angekommen in Valladolid sind wir bei unserem zweiten CouchSurfing-Host Carlos untergekommen. Der 27-jährige betreut beruflich ein Programm der Regierung und ist ehrenamtlich Aktivist der LGBT Bewegung.


Jedoch lebt er mit seiner Mutter in für uns gewöhnungsbedürftig einfachen Verhältnissen. So haben sie weder eine Klospülung, noch einen Herd und kochen nur an einer kleinen Feuerstelle im Garten. In ihrem alten, kaputten Kühlschrank findet man nur Bücher. Auch das Bad war in einem sehr grenzwertigen Zustand.


Dafür war Carlos sehr freundlich und hat uns einen sehr authentischen Einblick in sein Leben und die Stadt gegeben. Wir waren am ersten Abend zusammen in einer Bar und wurden am nächsten Tag zu einem traditionellen Mittagessen bei seiner Tante eingeladen.


Unsere ersten zwei Unterkünfte mit CouchSurfing haben uns bereits gezeigt, wie unterschiedlich die Verhältnisse und somit auch die Erfahrungen sein können. Wir sind gespannt was uns diesbezüglich noch alles erwartet.

Mexikanische Küche 

Apropos traditionelles Essen: Tacos, Burritos, Nachos, Churros, Guacamole… um nur die prominentesten Speisen der mexikanischen Küche zu nennen.


Hier, in etwas weniger touristischen Gegenden, haben wir jedoch noch viele andere Essen wie Sopa de Lima, Salbutes, Enchiladas, Gringas und Chalupas probieren können. Im Mittelpunkt stehen fast immer kleine Maisfladen (Tortillas) sowie Fleisch und würzige Soßen. Zudem wird zu fast jeder Mahlzeit Avocado mitgeliefert.

Bereits für die Maya sollen Chilis fester Bestandteil der Nahrung gewesen sein. Jedoch mag der mexikanische Würzungskult besonders für Touristen sehr befremdlich wirken. So wird das Bier oft mit viel Salz oder scharfer Soße „verfeinert".

Neben Bier wird hier viel Tequila getrunken, entweder pur oder als Margaritas. 

Cenoten

Das Highlight unseres viertägigen Aufenthalts waren jedoch die bekannten Cenoten in und um Valladolid.


In Yukatan sucht man vergeblich nach überirdischen Flüssen, dafür befindet sich hier vermutlich das größte zusammenhängende Unterwasserhöhlensystem der Erde. 

Cenoten sind vor langer Zeit eingestürzte, mit klarem Süßwasser gefüllte Kalksteinhöhlen. Schätzungen zufolge soll es auf der Halbinsel Yukatan ca. 10.000 dieser Höhlen geben welche die Maya als Eingänge zur Unterwelt betrachteten und als Opferstätten nutzten. Neben Schmuck und menschlichen Überresten der Maya sollen bei Expeditionen auch prähistorische Zeugnisse menschlicher Aktivität entdeckt worden sein.


Jedoch sind die Cenoten nicht nur aus geologischer oder historischer Sicht interessant, heute sind es wohl die schönsten natürlichen Süßwasserpools auf Erden. 

Von Felsvorsprüngen und Lianen kann man sich ins klare Nass stürzen. Auch für Taucher haben die bis zu 100 Meter tiefen Gewässer einen ganz besonderen Reiz. Viele Cenoten liegen unter freiem Himmel, andere hingegen befinden sich in Höhlen und bekommen wenig bis gar kein Tageslicht.

Beispielsweise waren wir an einer Cenote, in welcher nur durch ein kleines Loch in der Decke Sonnenstrahlen auf das Wasser treffen und es an dieser Stelle in leuchtendem Hellblau erstrahlen lassen. An diesem Fleck zu Schnorcheln ist märchenhaft.


Alles in allem waren die Cenoten ein absolutes Highlight unserer bisherigen Reise.

Saludos!

D&J 

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