Taiwanische Küche - Voll lecker
Seit einigen Jahren rückt die Taiwanische Küche immer weiter ins internationale Blickfeld. Wenn man mal dort war kann man auch verstehen warum. Wie in vielen Ost-Asiatischen...


Veröffentlicht: 04.01.2020






































































Von Taipei flogen wir weiter nach Indonesien. Bevor wir auf Bali landeten hatten wir einen mehrstündigen Aufenthalt in Manila, den wir mehr oder weniger damit verbrachten uns durch das begrenzte kulinarische Angebot unseres Terminals zu essen. So ging die Zeit recht schnell vorbei. Am Abend landeten wir auf Bali, wo wir die nächsten 12 Tage verbringen würden. Bali ist uns von unserer letzten Reise als sehr schön, aber für uns etwas mühsam, in Erinnerung geblieben, da wir es nur sehr umständlich und mit Hartnäckigkeit schafften uns mit Öffis fortzubewegen. Dieses Mal stellten wir uns darauf ein und versuchten die Sache gelassen anzugehen.
Die ersten drei Nächte verbrachten wir im Zentrum von Denpasar, der Hauptstadt von Bali.
Dort gingen wir es erst einmal recht langsam an, denn die Hitze und die Luftfeuchtigkeit setzte uns ziemlich zu. Wir besuchten einen Markt, an dem Lea gleich mehrere Freundinnen gewann, die kaum noch von ihrer Seite wichen, um ja sicherzustellen, dass sie weiss, wo es die besten Sarongs gibt.
Wir besichtigten ein Denkmal zum Gedenken an die Kämpfe der balinesischen Geschichte,
aßen endlich wieder leckeres Nasi Campur und erfreuten uns an der Schärfe der indonesischen Küche.
Wir machten einen mega Spaziergang nach Sanur ans Meer, um dort unser Busticket zur Weiterfahrt zu organisieren. (Es gibt mittlerweile ein Busunternehmen, dass als eine Art Shuttle zwischen den beliebtesten Touriorten dient. Dies aber mit festgelegten Abfahrtszeiten und angemessenen Preisen). Diese 16km brachten uns bei der Hitze ganz schön an unsere Grenzen. Aber schön wars.
Unser nächster Stop war Bedugul im balinesichen Hochland, ca. 2 1\2 Stunden Fahrt entfernt. Erstaunlicherweise war unser Bus dort hin so gut wie leer. Es scheinen nicht viele Personen das Bedürfnis nach günstigen Öffis zu haben. Ca. 10 Minuten vor unserer Ankunft begann es zu regnen, so waren wir froh, dass an der Bushaltestelle direkt ein günstiges Guest House stand, in dem wir uns einquartierten und den folgenden Regenschauer mit großen Augen betrachten konnten. Laut Besitzer regnet es jeden Tag am Mittag ca. zwei Stunden lang und dann halt aus allen Kübeln, so dass schnell alles komplett überschwemmt ist. Bedugul ist ein bekannter Ort für Tagesausflüge, liegt am Beratan See mit einem berühmten Tempel und in der Nähe gibt es zwei weitere Seen und unzählige Wasserfälle. Wie meistens wollten wir uns etwas mehr Zeit lassen und blieben zwei Nächte.
Nachdem dieser Regenguss vorbei war schlenderten wir über den Markt, um etwas zu essen zu finden. Wie uns ein Mann, der uns irgendwas andrehen wollte, sagt, war auf dem Markt aber eher "alles glumpat" (schon ziemlich zum Kopfschütteln, was Touristen den Leuten alles so beibringen).
Nachdem wir doch noch ein leckeres Nasi Campur gefunden haben, spazierten auch wir zu diesem berühmten Tempel. Dieser ist eins der wichtigsten Tempeln Balis, so wichtig dass ein Abbild auf dem alten 50000 Rupiah Schein zu finden ist. Die Strukturen sind pikturesk in den See hinein gebaut. Auf dem Weg dorthin zeigte sich uns mehrfach welche Absurdität das Selfiemachen in Bali nimmt, so findet man mehrfach Werbung für Aussichtspunkte, an denen auf Schaukeln und in Nestern Fotos gemacht werden konnten, natürlich gegen Bezahlung.
Als wir am nächsten Tag mit dem Moped unterwegs waren, konnten wir die dann auch in echt betrachten und hatten so etwas Mühe einen Aussichtspunkt zu finden, an dem wir nichts zahlen müssen.
Unser Ausflug führte uns zuerst zu einem großen Wasserfall, der wirklich beeindruckend und auch nicht zu stark besucht war.
Danach hatten wir geplant weiter in ein Dorf zu fahren, aber Lea bekam in den kurvigen Bergstraßen auf dem Moped richtig Angst und wir mussten wieder umdrehen. Nach einem Mittagessen an einem der Aussichtspunkte wollten wir uns wieder auf den Heimweg machen, aber der bereits erwähnte tägliche Regenguss kam dazwischen.
Wir blieben also nochmal irgendwo stehen, um etwas zu trinken und die größten Wassermassen abzuwarten. Den Rest des Tages gingen wir sehr gemütlich an.
Bevor es am nächsten Tag weiter Richtung Norden ging, besuchten wir noch den örtlichen botanischen Garten. Da Sonntag war, war dieser über über voll mit unzähligen Gruppen, die irgendwelche Aktionen machten. Es wurde getanzt, gesungen, gegessen und alle schienen eine tolle Zeit zu haben. Wir waren zeitweise etwas überfordert mit den Massen und waren froh, einen ruhigen Weg gefunden zu haben.
Am Mittag ging es dann weiter nach Lovina, einer Gegend an der Nordküste von Bali, die auch ziemlich touristisch ist, aber deutlich ruhiger als der Süden und da gerade Nebensaison ist, war es zeitweise fast ausgestorben. Dort hatten wir uns ein super schönes Hotel gegönnt und hatten ein echt tolles Zimmer. Die Anlage besteht nur aus 4 Zimmer, einem sehr ruhigen und schönen Garten und einem feinen Pool. Dort lies es sich gut 4 Nächte aushalten.
Sonst wäre uns wahrscheinlich etwas langweilig geworden, da uns das gebotene Tourprogramm nicht sonderlich interessierte. Aber wir fanden auch sonst ein paar nette Ecken und für Mathias auch einige kulinarische Höhepunkte
Wir unternahmen einen Ausflug zu einem buddhistischen Kloster, das dem Tempel in Borobodur nachgeahmt ist, den wir vor 6 Jahren besucht hatten. Dazu fuhren wir ein Stück mit einem Bemo, dem öffentlichen Bus in Indonesien. Liefen dann aber noch knapp 3km den Berg hoch, was eine ganz schön schweißtreibende Angelegenheit war. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt, von oben hatten wir eine super Aussicht über das Meer und die Landschaft und zum Glück gab es eine angenehme Brise.
Der Strand in Lovina war nicht wirklich anziehend, aber einen Vormittag verbrachten wir dennoch am Meer und testeten endlich unsere Schnorchelausrüstung. Wir mussten uns zuerst einen Weg durch recht seichtes Wasser bahnen bis wir am Riff ankamen. Das lohnte sich aber auf jeden Fall auch. Wir haben ein paar sehr bunte Korallen gesehen, knall blaue Seesterne und ein paar interessante Fischis. Das war schön. Die Zeit am Strand wurde immer wieder durch Strandverkäufer unterbrochen, die immer mit der gleichen Masche zuerst einmal eine Weile Smalltalk mit uns führten, bis sie damit herausrückten was sie verkaufen wollten. Wenn wir ihnen klar sagten, dass wir kein Interesse haben, ließen sie uns aber zum Glück gleich in Ruhe.
In Ubud waren wir vor sechs Jahren bereits und haben etwas zwispältige Erinnerungen. Damals hatten wir hier eines unserer schönsten Zimmer auf der ganzen Reise. Toll fanden wir vor allem auch die grünen Reisfelder um die Stadt herum. Aber es ist bestimmt auch einer der touristischsten Orte auf Bali. Daher ist es wohl auch kein Wunder, dass sich das die letzten Jahre noch verstaerkt hatte. Wir waren daher leicht geschockt wie viele Leute da unterwegs sind. Leider haben wir mit unserer Zimmerwahl eher etwas daneben gegriffen, aber naja, ok wars trotzdem. Wir freuten uns, dass unser Stamm-Nasi Campur von damals noch da war und erfreuten uns an den vielen guten Cafes, die der Tourismus hier halt auch mit sich bringt bei denen auch Balinesische Kaffeebohnen verwendet werden. Und auch sonst ist es hier einfach wirklich sehr hübsch.
Die Nachmittage verbrachten wir mit Spaziergängen durch die umliegenden Reisfelder, die immer noch atemberaubend sind.
Am zweiten Abend stand dann ein großes Highlight an. Wir hatten eine Reservierung im Restaurant "Locavore" für deren 9 Gänge Menue. Ein tolles fine dining Restaurant, das sich auf regionale Zutaten fokusiert und internationale Anerkennung genießt. Und was sollen wir sagen, lecker wars. Aus den 9 Gaengen wurden locker 15. Und es waren ein paar echte Höhepunkte dabei.
An unserem letzten Abend auf Bali besuchten wir ein Soli Konzert in Denpasar, dass vom Denpasar Kolektif organisiert wurde, bei dem 12 indonesische Punkbands spielten. Wir waren schon lange nicht mehr auf einem Konzert und es war toll, dass sich das zeitlich gerade so ergeben hatte. Wir haben ein paar nette Leute und eine sehr angenehme Konzertkultur kennengelernt.
Am Tag darauf begaben wir uns dann in aller Früh zum Flughafen, um unseren Halb Überraschungsbesuch in Österreich anzutreten.
