18.12.2019 Costa Rica, Vulkan Arenal
Nach einer kurzen Nacht gibt es um 5 Uhr Frühstück, weil wir früh zum Grenzübergang Penas Blancas fahren wollen. Wir verlassen Nicaragua und reisen nach Costa Rica. Bei uns...


Veröffentlicht: 19.12.2019
Als ich aufwache, regnet es. Meine Beine fühlen sich schrecklich müde an. Der gestrige Tag war so hart. Ich fahre ja nicht immer langsam, sondern versuche immer mit den Ersten mitzuhalten. Alles ganz schön anspruchsvoll. Und heute stünden 60 km auf dem Plan. Wir bleiben aber auch heute Nacht noch hier. Man könnte auch einfach nichts tun.
Ich überlege, ob ich einen Teil der Strecke fahre, den geteerten Abschnitt. Als wir losfahren wollen, fängt es richtig heftig zu regnen an. Mein Entschluß ist gefasst. Das wird heute der Ruhetag, nach dem mein Körper schreit.
Ich gehe in die Stadt, die so gar nicht schön ist. Im Vergleich zu Nicaragua haben Städte in Costa Rica meist keinen Charme. Ich finde, was ich suche. Einen Massageladen und entscheide mich für das Moorbad vom Vulkan. Zwei Stunden, 75 US$. Erst gibt es eine Ganzkörpermassage, die sehr effektiv ist. Manchmal fast schmerzhaft. Das brauchen meine müden Glieder. Immer wieder neue Cremes und neue Gerüche und dann das Abreiben mit warmen Steinen. Ich sehe nichts, die Augen wurden abgedeckt. Ich kann nur fühlen. Auch Fußreflexmassage und Gesichtspflege sind dabei. Das Moorbad ist nicht in einer Badewanne, sondern auch auf der Liege. Ich werde mit der Vulkanerde eingeschmiert, dann lässt man sie einwirken und dann wird alles abgewaschen.
Im Anschluß ist es Mittag und ich lasse es mir im Rainforest Café gut gehen. Hier funktioniert das Internet einwandfrei. Im Vergleich zu unserem Hotel, wo es in den gemütlichen Holzkabinen kein Internet gibt und an der Rezeption nur eine miserable Verbindung sowie laute, agressive Musik.
