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Tag 43 - blutig

Veröffentlicht: 17.06.2019

12.06.19

Nach einer etwas unruhigen Nacht, wache ich davon auf, dass meine Beine und Arme jucken. Ich öffne die Augen und sehe eine Menge Mückenstiche an meinen Schienbeinen - komisch, ich hab nicht das Gefühl, dass gestern mehr Mücken als sonst unterwegs waren. Ich schaue auf das Bein, der noch schlafenden Jonna und falle fast aus dem Bett. Ohne jetzt zu indiskret zu werden: Ich habe noch nie so viele und gleichzeitig so stark angeschwollene Stiche an einem menschlichem Bein gesehen - niemals! Es waren, ohne Übertreibung, um die 50! an einem Bein!

Ich wecke Jonna auf und sie setzt den gleichen Gesichtsausdruck auf, wie ich, pures Entsetzen. Nachdem wir Bettwanzen als Verursacher ausschließen, haben wir einen Verdacht, wer für dieses Schlachtfeld auf unseren Körpern verantwortlich sein könnte. Gestern haben wir aus Spaß, die vielen kleinen "harmlosen" rote Punkte fotografiert, die die Sandfliegen hinterlassen haben. Wir vergleichen die Position der roten Punkte, mit denen der Riesenquaddeln - sie stimmen überein. Diese Stecknadelkopf-großen, unkoordinierten Fliegen sind nicht so harmlos wie wir dachten. Der Juckreiz ist so schlimm, dass wir kurzzeitig überlegen, die Unterkunft zu wechseln, oder gar die Insel früher zu verlassen. Auch eine Recherche im Internet zeichnet ein deprimierendes Bild. Dort ist die Rede von schlimmen Krankheitsüberträgern und zwei Monate anhaltenden Entzündungen.

Wir beruhigen uns wieder und gehen erst einmal eine Runde schwimmen. Jonna ist zu allem Überdruss noch ein wenig erkältet, weswegen sie sich nach dem Ausflug ins Nasse wieder ins Zelt legt und ein paar Stündchen schläft. Nach der kleinen Regeneration gehen wir den Strand entlang, diesmal in die andere Richtung und schauen, was dort noch versteckt ist. Wir entdecken mehrere Resorts und einen Supermarkt, bei dem es wenigstens das Nötigste gibt. Wir kaufen uns Kekse und treffen auf dem Rückweg die beiden deutschen Mädchen von gestern, den wir, Mitleid verlangend, die dutzenden Stiche zeigen.





Den Rest des Tages, suchen wir die Gefahr, und begeben uns erneut in die Hängematten - dieses Mal bleiben wir überwiegend unverseht. Der Abend bricht schneller an, als erwartet und wir lassen ihn bei Essen und dem, sehr gut besuchten BINGO-Spiel, ausklingen. Wir "gewinnen" jeder drei Tequila-Shots und schlendern leicht angeschwipst ins Bett.


- Jonna & Alex

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