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Zuletzt in Frankreich

Nicht schon wieder ein Wikingerdorf im Regen!

Veröffentlicht: 10.07.2026

Attraktion
Wikingermuseum Haithabu
bei Schleswig, Deutschland
Attraktion
Halbkreiswall von Haithabu
bei Schleswig, Deutschland
Sehenswert
Schleswig
Schleswig, Deutschland
Sehenswert
Glückstadt
Glückstadt, Deutschland
Sehenswert
Deiche bei Glückstadt
Glückstadt, Deutschland


Kilometerstand: 156483
Morgens wurden wir durch das beständige Trommeln von Regentropfen auf unser Dach geweckt. Dazu kam ein böiger Wind, der unsere Fahrt sicher nicht angenehmer machen würde. Das Ziel des heutigen Tages sollte das Wikingermuseum Haithabu sein. Hatten wir nicht letztes Jahr in Polen schon einmal einen Besuch im Wikingerdorf in Wolin im Regen verbracht? Es erhärtete sich unser Verdacht, dass wir auch dieses Wikingermuseum im Regen oder zumindest bei kaltem Wind und bedecktem Himmel besuchen würden.
Am Ende war das Wetter aber nur zum Teil daran schuld, dass wir von Haithabu nicht so begeistert waren, wie wir es erwartet hatten. Das Ensemble teilte sich über ein sehr großes Gebiet auf, am Eingang außerhalb des Halbkreiswalls stand das moderne Museum, von dort führte ein etwa fünfzehnminütiger Fußweg zu den rekonstruierten Häusern. Insgesamt hatte man 7 Gebäude in alter Bauweise wieder errichtet, die große Halle an ihrer ursprünglichen Stelle und dann weitere Häuser aus der Siedlung so um die Halle herum, dass nur kurze Fußwege dazwischen lagen.
Die wenigen Häuser und die Landungsbrücke konnten die Bedeutung der ehemaligen Handelsmetropole nur andeuten und uns fehlte schlicht die Fantasie uns vorzustellen, wie das ganze Areal von über 25 Hektar innerhalb des Halbkreiswalls voll mit Gebäuden und Menschen gewesen war. Nun grasten dort Schafe und Rinder auf der grünen Wiese.
Wir hatten Glück mit dem Wetter. Die ganze Zeit während unseres Besuchs hatte es nicht geregnet, nun waren wir auf dem Weg zurück zum Auto und kurz nachdem wir eingestiegen waren begann ein leichter beständiger Schauer. 
Wir freuten uns zu früh, denn nun hatte Gary noch eine unangenehme Überraschung für uns.
Als wir uns wieder startklar gemacht hatten, um die nächste Etappe in Richtung Nordsee anzugehen, wollte Gary nicht anspringen. Beim Drehen des Zündschlüssels summte er kurz, dann piepste er nur noch und alle Lichter gingen aus. Na toll! Auch ein zweiter und dritter Versuch blieben erfolglos. Was also tun? Bleiben konnten wir nicht. Auf dem Museumsparkplatz wurde mit Schildern sehr deutlich gemacht, dass Camping hier verboten war. Wir versuchten es erst einmal mit Starthilfe und fragten ein älteres Pärchen, die auch gerade ihren Museumsbesuch beendet hatten, ob sie uns mit ihrem Auto helfen konnten. Die beiden waren gerne bereit uns mit Strom zu unterstützen, dafür wollten sie nur einmal einen Blick in das Innere von Gary werfen. „So ein schönes altes Auto.“
Das Manöver glückte und wir waren wieder mobil. Puh! Wir waren beruhigt, dass es „nur“ die Autobatterie war, es hätte ja auch ein Elektrikproblem sein können oder der Anlasser oder sonst irgendetwas. Da wir nicht wussten, wann die Batterie in das Auto eingebaut worden war, beschlossen wir diese gleich auszutauschen, vielleicht war sie ja einfach schon völlig überaltert und würde uns nun immer wieder Probleme machen, auch wenn sie am Vormittag noch problemlos funktioniert hatte. Aber wo bekam man jetzt nach 18.00 Uhr noch eine neue Batterie her?
Ein Baumarkt, zwei Städtchen weiter in Schleswig, hatte dann was wir brauchten und auch bis 20.00 Uhr geöffnet. Während Ines auf dem Parkplatz mit laufendem Motor wartete, suchte Sebb im Baumarkt, ob eine passende Batterie vorrätig war. Wir wurden fündig und konnten noch auf dem Parkplatz die neue Batterie einbauen und gleich die alte zur Entsorgung wieder abgeben.
Jetzt fühlten wir uns wieder wohler und „Überraschung!“ nun funktionierte auch der Kühlschrank wieder im 12-Volt-Betrieb. Dass der während der Fahrt nicht funktionierte, war uns schon aufgefallen, aber die Kühlleistung auf 12 V war so oder so nur mangelhaft und daher hatte es uns nicht weiter gestört. Dass der ausgefallene Kühlschrank ein Indiz für eine defekte Batterie sein konnte, diese Idee war uns nicht gekommen, zumal Anlasser und Licht und der ganze andere Strom ja funktionierten.
Die Strecke für den restlichen Tag kürzten wir dann etwas ein und machten Halt an den Deichen bei Glückstadt. Am Abend wanderte wir auf den Deichen entlang und obwohl wir uns ganz vorsichtig näherten, wollte sich keines der Deichschafe von uns durch das Fell wuscheln lassen.
Zur Nacht wiegte der beständige Wind Gary immer leicht hin und her.
Morgen sollte es mit der Fähre über die Elbe gehen.


Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
1 Tag
Wetter
Herbst
Begleitung
Zu zweit (2)
Abseits der PfadeAbenteuerlich
  • Wikingermuseum Haithabu
  • Autobatterie in Schleswig ersetzt
  • Abendspaziergang an den Deichen bei Glückstadt
AutoCampingausrüstung
KulturGeschichteRoadtripNatur
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