Nicht schon wieder ein Wikingerdorf im Regen!
Kilometerstand: 156483 Morgens wurden wir durch das beständige Trommeln von Regentropfen auf unser Dach geweckt. Dazu kam ein böiger Wind, der unsere Fahrt sicher nicht...


Veröffentlicht: 10.07.2026
Kilometerstand: 156716
Wir starteten unsere kurze Etappe mit einer Fährfahrt. Nach einer halben Stunde Wartezeit, kamen wir so in zwanzig Minuten von Glückstadt über die Elbe nach Wischhafen
Wir wussten, dass Freunde in Sehestedt am Jadebusen seit drei Tagen ihren Urlaub verbrachten. Was wäre da also naheliegender, als sich einfach einmal auf einen Tee zu treffen? Wir suchten uns einen Stellplatz in der Nähe und riefen sicherheitshalber beim Platzwart an, ob denn auch tatsächlich noch ein Plätzchen für uns frei wäre. Dieser bejahte, riet uns jedoch rechtzeitig anzureisen, da für heute 18.30 Uhr Springtide angesagt war. Wir fragten noch einmal nach, ob dann der Platz auch trocken bliebe, schließlich waren wir mit Gary ja schon einmal in feuchtem Boden stecken geblieben. Das sei kein Problem war die Antwort.
Als wir am frühen Nachmittag ankamen, war das Wetter immer noch wechselhaft und wir brauchten schon etwas Fantasie, um uns vorzustellen, dass das Meer, das gerade mehrere hundert Meter entfernt war, uns in wenigen Stunden fast bis an die Füße reichen würde. Beim Rundgang über den Campingplatz erkannten wir wie man hier seinen Wohnanhänger schützte. Man schüttete einen Hügel auf, befestigte diesen, sodass sich ein Podest bildete und stellte das Campingauto oben darauf. Jeder der Plätze hier war eine kleine Warft.
Am Abend mussten wir uns das natürlich ansehen. Das Wasser war wirklich bis auf zehn Meter an Gary heran aufgelaufen, der auflandige Wind drückte die Wellen weit in die Zufahrtsstraße hinein, so schnitt uns das Wasser vom Festland ab.
Und während der Wind weiter beständig am Auto rüttelte, verbrachten wir den Abend damit dem Meer zuzusehen, wie es sich wieder langsam zurückzog.
