Vila Nova de Gaia
Kilometerstand: 161206 Nach dem Frühstück räumten wir unsere Sachen zusammen, heute sollte es nac


Veröffentlicht: 22.09.2026
Kilometerstand: unverändert
Nach unserer Morgenroutine sollte es heute nach Porto gehen. Ines hatte gestern schon die Busverbindung herausgesucht und Sebb war die Liste der Sehenswürdigkeiten durchgegangen, was Pflicht- und was Kürprogramm sein könnte.
Wir fuhren direkt vom Campingplatz bis zur ,Ponte Louis I‘ , vom Aussichtspunkt am ,Mosteiro da Serra do Pillar‘ bekamen wir einen ersten Eindruck von Porto und einen Blick auf die Brücke und die Altstadt ,Ribeira‘.
Dann ging es zu Fuß über die graue Stahlkonstruktion, welche den ,Rio Douro‘ auf zwei Ebenen überspannte.
Auf der anderen Seite erwartete uns nach wenigen Metern der ,Porto São Bento‘ am ,Praça de Almeida Garrett‘. Der Bahnhof beeindruckte durch seine Fülle an blauer Kachelmalerei, für welche die Stadt bekannt war und welche uns heute über den Tag immer wieder begegnen würde.
Sebb holte an der Touristeninformation eine Karte in englischer Sprache und wir überlegten, ob wir vielleicht eine geführte ,TukTukTour‘ durch die Stadt buchen sollten. Allerdings waren diese entweder bis zum späten Nachmittag ausgebucht oder schlicht Zuviel für unser Reisebudget.
Wir gingen also weiter zu Fuß. Ein paar Meter weiter stand die Kathedrale von Porto. Während Sebb den Eintritt bezahlte und das Gebäude besichtigen ging, sparte Ines sich das Gedränge, saß im Schatten auf dem Vorplatz des Gotteshauses und hörte sich einen Cellisten an, der immer und immer wieder die zwei gleichen Lieder spielte.
Dann ging es weiter durch die Altstadt, vorbei am offiziellen Pilgerbüro und der ,Igreja de São Lourenço‘. Das nächste Ziel war der ,Torre dos Clérigos‘ welcher zur entsprechenden Kirche gehörte.
Mit Blick auf den Turm, das ,Centro Português de Fotografia’- das Museum für Fotografie - im Rücken und die Universität zur Linken legten wir eine Pause ein.
Eigentlich wollten wir nur einen Kaffee und etwas Erfrischendes dazu, aber als wir das Café mit den ,Pastel de Bacalhau‘ entdeckten, packte uns die Neugier. Kabeljaupastete?
Wir nahmen im Freisitz Platz und Sebb ging zum Bestellen hinein. Die Karte war sehr kurz. Er bestellte Cappuccino und ein Erfrischungsgetränk, sowie einen Pastel. Die freundliche Bedienung meinte, dass nun nur noch der Wein fehlen würde, dann hätten wir das Menü vollständig. Nun waren wir schon in Porto und hatten noch gar keinen Wein getrunken, also bestellte Sebb Portwein dazu, aber den Roten(!) und wir ließen es uns schmecken. Als Ines von der Toilette zurück kam, forderte sie Sebb auf jetzt unbedingt mit in die zweite Etage der Pastelerie zu kommen, dort sei eine Bibliothek, die er sehen müsse. Der folgte brav und konnte ihr nur Recht geben, hier hatte sich jemand richtig Mühe mit der Innenraumgestaltung gegeben.
Gut gestärkt und mit ausgeruhten Füßen begaben wir uns nun auf die letzte Etappe unseres Stadtrundgangs. Wenige Schritte entfernt lag der ,Fonte dos Leões‘ , wo Ines ihre Hände und den Sebb erfrischte. Eine Straßenecke weiter konnten wir die Warteschlange vor der Buchhandlung ,Livraria Lello‘ sehen, an der wir uns allerdings nicht anstellten. Wir wären zwischen den ganzen Menschen im Hermine-Granger oder Harry- Potter-Kostüm auch ziemlich aufgefallen.
Dann wandten wir uns dem Rückweg zu. Wir durchquerten die Stadt wieder Richtung Fluss und nahmen dieses Mal nicht die obere, sondern die untere Ebene der schon bekannten Brücke.
Am Ufer des Douro entlang kamen wir an den Weinkellern der Portweinproduzenten vorbei. Auf eine weitere Verkostung verzichteten wir bei 33 Grad aber lieber. Die Führungen durch die Weinkeller, die wir vielleicht noch hätten mitmachen wollen, waren leider alle schon ausgebucht.
Der Bus brachte uns wieder zurück zu unserem Gary, wo wir nach einer kleinen Pause unser Abendbrot aus Käse, Oliven, Salami und Brot mit Allioli zu uns nahmen. Heute blieb die Küche kalt.
