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Triest, zwischen Meer und Himmel

Veröffentlicht: 21.08.2025

Unterkunft
Hostel
Hostel · Triest
Attraktion
Schloss Miramare
Triest, Italien
Attraktion
Prosecco
Triest, Italien
Attraktion
Monte Grisa
Triest, Italien
Attraktion
Burg von Triest
Triest, Italien
Attraktion
Grab Heinrichs von Winckelmann
Triest, Italien
Attraktion
Synagoge von Triest
Triest, Italien
Essen
Aperol Spritz in Triest
$ · Snack
Triest hat Charme. An der Grenze Italiens verbindet die Stadt slawische und österreichische Kultur mit italienischer Dolce Vita. Viele Jahrhunderte war Triest der Mittelmeerhafen der k.u.k.-Monarchie. Das sieht man bis heute im Stadtbild, Wiener Barock wohin man schaut.


Der Trip nach Triest war als Frühlingsreise geplant. Dabei ließ ich mich von der romantischen Idee leiten, dass es eine direkte Busverbindung von Berlin an die Adria gibt. Slow travelling als Gegenentwurf zum Jetsetten. Meine Europatour führte mich in einer Nacht durch fünf verschiedene Länder, der Bus war angenehm leer und ich fand leicht in den Schlaf. Morgens dann herrlicher Sonnenschein und ein Aperol auf der Piazza.


Vorgenommen hatte ich mir einiges, vor allem Kultur und Wandern. Ein Highlight wollte ich gleich am ersten Tag von meiner Liste streichen, das Wasserpalais Miramar. Der fluffige Siebenkilometerspaziergang entpuppte sich als recht kräftezehrend: Vorstadt, Küstenstraße und eine endlose Strandpromenade. Das Schloss selbst nahm besonders durch seine Geschichte ein. Maximilian, Bruder des Kaisers Franz von Österreich, ihm unterstand die kaiserliche Marine, residierte hier. Das Schloss bildete in den 1860er die Kulisse für ein skurriles Schauspiel. Maximilian von Habsburg empfing in Miramar eine mexikanische Delegation, welche ihm die mexikanische Kaiserwürde antrug, die er voller Pathos annahm. In Mexiko hingegen erwartete Maximilian schließlich ein Bürgerkrieg, der ihn das Leben kostete. 


An diesem Frühlingssamstag war das Schloss ein beliebtes Ausflugsziel. Angesichts des großen Andrangs sparte ich mir eine Besichtigung der Innenräume. Mit einem Erfrischungsgetränk im Anschlag plante ich den Weg zurück in die Stadt und entschied mich für die anspruchsvolle Wanderung über den Gebirgskamm, entlang einer Straße, deren Plan auf Napoleon zurück geht. Höhepunkte, im wörtlichen Sinn, waren das Dorf Prosecco, namensgebend für den italienischen Schaumwein und sensationell unspektakulär, sowie die Wallfahrtskirche Monte Grisa, ein faszinierendes Zusammenspiel aus Sakralarchitektur und Brutalismus. Von dort überblickte man die gesamte Bucht.


Am Abend musste ich mir dann eingestehen, dass ich meine Kräfte nach der Nachtbusfahrt doch etwas überstrapaziert hatte. Mit geschwollenem Bein schleppte ich mich ins Hostel.


Der Sonntag war dementsprechend der Schonung und der Stadt Triest gewidmet. Ich besuchte die Burg und das Grab Heinrichs von Winckelmann, Begründer der Archäologie aus Stendal, der in Triest gewaltsam seinen Tod fand. Darüber hinaus gab es noch eine festungsgleiche Synagoge und diverse Kirchen (katholisch, serbisch, griechisch etc.) zu besichtigen. Der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn hat auch hier seine Spuren hinterlassen.


Triest war auf sympathische Art un-italienisch und dennoch schmeckte der Aperol Spritz für 5 Euro vorzüglich und abends dröhnte Italo Disco durch die Gassen der Altstadt.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
2 Tage
Wetter
Frühling
Begleitung
Allein
KulturellAbenteuerlichEntspannend
  • Nachtbus von Berlin nach Triest
  • Wanderung zum Schloss Miramare
  • Prosecco und Monte Grisa
  • Triest bei Sonnenschein und Aperol Spritz
  • Burg, Winckelmann-Grab und Synagoge
bequeme WanderschuheRucksack
StadtKulturGeschichteArchitekturAbenteuer
  • Aperol Spritz5 €
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