Sumatra - Dschungel und Lake Toba
Das erste mal auf indonesischem Boden - salamat siang. Vom Flughafen wurden wir direkt von unserem Guesthouse in Bukit Lawang abgeholt. Für 70 km benötigen wir 4 Stunden :)) tlw...

Veröffentlicht: 15.09.2018
























Angekommen in Jakarta wollten wir uns auf in einen Nationalpark ganz im Osten von Java machen. Da die angebotenen Touren aber echt teuer waren, war der Plan auf eigene Faust dort hinzukommen. Naja, der Plan war super aber die Umsetzung hatte ihre Lücken und Tücken :) egal, angekommen in einem Guesthouse, noch weit entfernt von dem eigentlichem Ziel, haben wir einen lustigen Tag mit dem Besitzer verbacht. Ein indonesischer Rentner, der es sichtlich genossen hat, mit uns den Tag zu verbringen und mit uns Essen zu gehen. Der Tag endete zum ersten Mal am Meer... Ach, wie sehr ich das Meer doch liebe. Einfach dazusitzen, in die Ferne zu schauen und den Wellen zu lauschen. Toller Ausklang! Wir entschieden uns dann doch aus zeit-, geld- und umsetzungstechnischen Gründen direkt am nächsten wieder umzukehren, um dann von Jakarta mit dem Zug nach Yogyakarta weiter zu fahren. Jakarta selbst haben wir uns nicht angeschaut, dass was wir gesehen und gerochen haben genügte uns vollkommen :) Unser Hostel wiederum hat uns umgehauen bzw die Menschen dort. Es waren die indonesischen Spiele - Finale im Tischtennis. Indonesien gegen China. Der absolute Lieblingssport der Indonesier neben Fussball. Sie sind so Fussball begeistert. Immer wenn wir sagen woher wir kommen, gleich Football, football gooood. Worldcup, "wir haben geweint" und fangen an deutsche Fussballer aufzuzählen, herrlich :)) Zurück zum Tischtennis: Da saß ich also mit nem Saudi, nem Chinesen und ein paar Indonesiern und habe voller Spannung und Leidenschaft das Finale, zuerst im Einzel und dann noch im Doppel angeschaut. Es war so unterhaltsam und spannend. Wer mich kennt, ich liebe Sport im Fernsehen anzuschauen. Und wenn ich mitfieber dann mit Leib und Seele :))) was ein toller, völlig unvorhersehbarer Abend. Ps:China hat beide Finale gewonnen.
Am nächsten Tag kamen wir dann nach 8 Stunden Zugfahrt quer durch Java in Yogyakarta an. Streetart, viele Studenten, lässig und hipp. In unserem Hostel namens hati hati, auf deutsch sei vorsichtig, haben wir schon am ersten Abend mit dem Besitzer und den Angestellten Musik gemacht und getrunken. Es gab ne Art Rotwein, Mischung zwischen Portwein und Likör, war gut aber mega süß (da waren die Kopfschmerzen am nächsten Morgen schon vorprogrammiert). Der Besitzer Ade, kann toll Gitarre spielen und wir "mussten" die ganze Zeit singen. Schöne Klassiker wonderwall, stand by me uvm. Naja, wir können zwar nicht schön singen aber laut. Und wie soll's auch anders sein, um 00:30 Uhr sind wir dann tatsächlich noch bissel tanzen gegangen :) hahaha das hätte ich im Leben nicht gedacht, dass der Tag so endet - ich liebe es. Welch gelungener Abend! Die nächsten Tage waren recht gemütlich. Wir sind durch die Stadt gewackelt, haben uns den Prambanan Tempel angeschaut, im Hostel gechillt und Musik gemacht. Uuund ein Higlight, wir wurden von der Hostelcrew bekocht. Panierter Thunfisch, Fischsuppe, Spinat, Chilli und dazu natürlich Reis. Man war das lecker! Da bekomm ich glatt Hunger :)
Ein bisschen traurig ging es dann weiter. Mount Bromo stand auf der Liste. Ein aktiver Vulkan. Nachts um 00:00 Uhr ging es los um zum Sonnenaufgang hoch oben auf dem Berg zu sein, um den Tag begrüßen zu können. Eingepackt mit all unseren Klamotten, einschließlich unserem Schlafsack, da es dort nur um die 4° haben kann. Wir hatten Glück mit ca 8° :) und es war echt schön, als dann endlich die Sonne aufging. Den Vulkan in mitten einer völlig anderen Landschaft zu sehen, die Wärme der Sonne zu spüren... Danach ging's durch die staubige Wüste zum Vulkan selbst. Ca 300 Treppenstufen und paar weitere Meter mussten bis an den Kraterrand überbrückt werden. Oben angekommen, direkter Blick in den Vulkan. Man sieht "nur" den Rauch, aber es hört sich an als würde ein Flugzeug starten. Noch nie zuvor habe ich das gesehen. Es war einfach echt ein krasses Gefühl.
Zwei Tage weiter folgte dann der nächste Vulkantrip der Mount Ijen. Ein Schwefelvulkan. Die Tour ging auch diesmal um Mitternacht los. Zusammen mit 3 Belgiern. Total die nette Runde. Der Aufstieg war echt anstrengend. 1 Stunde ging es steil, und ich meine wirklich teilweise richtig richtig steil, nach oben. Oben angekommen dann der Abstieg zum Vulkan selbst. Ab hier haben wir auch unsere Gasmasken aufgesetzt. Leider, waren wir diesmal nicht ganz so glücklich. Es war etwas bewölkt und dadurch konnten wir das legendäre "bluefire", was der Grund für den nächtlichen Aufstieg war, nur etwas sehen. Aber dennoch war es faszinierend dort zu stehen, den Schwefel, den See und das Farbzusammenspiel von hell und blau/grün, was diese einzigartige Kulisse schafft, zu bestaunen. Größten Respekt vor den Arbeitern die jeden Tag hunderte von Kilo da hoch- und runterschleppen. Ohne Handschuhe, ohne Gasmaske! Und die hat man wirklich gebraucht. Der Schwefelrauch hat tlw so sehr in den Augen und der Nase gebrannt, trotz Maske! Unglaublich was die da leisten!
Nach der Tour war unsere Zeit auf Java beendet. Bali wartet. Übersetzen mit der Fähre. Alle 20 min fährt eine, hahaha naja, durch zwischenzeitliche Sperrung des Hafens saßen wir rund 3 Stunden am Hafen. Aber da wir immer noch mit dem belgischen Pärchen und der anderen Belgierin unterwegs waren, am Hafen noch nen Amerikaner und zwei waschechte Bayern kennen gelernt haben, ließ sich auch diese Zeit mit etwas old school Hip Hop und Humor überbrücken. Glücklich, dass überhaupt die Fähre noch übersetzte, kamen wir dann nachts auf Bali an. Weitere 4 Stunden mit einem Minivan durch Bali zu unserem "Achtung Spoileralarm: eigenem Haus mit Pool, Baby" mussten noch als letztes gemeistert werden. Nach über 30 Stunden ohne Schlaf, waren wir froh endlich ins Bett fallen zu können.
Java, Java i will never forget! Hati hati!
