Von Tamarindo in die grünen Berge von Monteverde (06.02.2022)
Von blauen Pillen bis heißen Wahlen …


Veröffentlicht: 08.02.2022

















06:45 ist heute Tagwache, man sollte Früh raus will man Wildtiere in Action sehen. Unser Guide „Johny“ holt uns vom Hotel mit seinem Geländemotorrad (das ideal Gefährt für hier) ab und im Konvoi gehts zum Curi Canchaa Reservat, ein privates Schutzgebiet. Unser sehr kompetenter Guide durchwanderte mit uns knapp 2,5 Stunden dieses Naturparadies und auch wenn es nicht ganz so viele direkte Tierkontakte waren, konnten wir doch so einiges lernen. Von Ameisen über Kolibris bis hin zu Faultieren merkte man Johny an, dass er für das Thema brennt und sehr viel Wissen in sich trägt. Auch wenn der Eintritt und Guide gleich mal 40 € pro Person ausmacht, so nimmt man doch wieder neue Themen und vor allem Blickwinkel auf die Vielfalt der Natur mit. Eines der Highlights war sicher ein Blick auf einen Quetzal (https://de.wikipedia.org/wiki/Quetzal_(Vogel)) , einen der schönsten und sagenumwobensten Vögel der Region. Dieser findet sich ausschließlich in Nebelwäldern und damit nur in einigen Ländern Mittelamerikas. Nachdem unser Guide sich verabschiedete entschieden wir noch ein wenig zu wandern und die Trails zu erkunden. In Summe war es ein sehr lehr- und abwechslungsreicher Vormittag.
Wir beschlossen bevor es zur nächsten Action ging was zu essen und landeten in einem sehr charmanten Lokal namens „Stella’s“. „Late Breakfast“ war angesagt inkl. Kuchen und Kaffee (leider schwächelte der Espresso). Was in Monteverde relativ schnell sichtbar wird ist, dass eine kreative Szene vor Ort zu finden ist (viele Läden mit lokaler Kunst) und dadurch auch eine nette Lokalszene mit kleinen Cafés existiert, die vom Style ein wenig Wien-Bobostan 1070 vermittelt. Dies spiegelt sich auch in den Preisen nieder, die tendenziell höher sind als an der Küste. Nachdem wir noch in einem zweiten Lokal (Choco Cafe) den Espresso verkosteten (bzw. Ich Kathi nötigte - deutlich besser) ging es schon zur Outdoor Anlage „The Original Canopy“.
Empfohlen vom Hotel unter zahlreichen Anbietern von Canopy (in AT besser bekannt als Flying Fox) in der Gegend stürzten wir uns mit einer Gruppe in das Abenteuer. Tarzan Swing, Abseilen, Baumklettern und 10x Flying Fox standen am Programm. Etwas Überwindung speziell beim Abseilen und den ersten Flying Fox war angesagt, durch die gute Führung der Guides die überall die Sicherung und Checks übernahmen (etwas anderes als in AT vom System) jedoch lustige Adrenalinkicks. Die längste Seillänge waren rund 800m Stahlseil in bis 30 Meter Höhe mit Sicht auf den Pazifik und Nebelwald, besser gehts kaum.
Glücklich und etwas Müde nach rund 10km Wanderung und einer Reihe von Adrenalinkicks beschlossen wir noch einen Sprung im lokalen „Commercial Center“ vorbeizuschauen für kleinere Einkäufe (etwas Seelennahrung wie Nachos und Bier ;-)), um rechtzeitig zum atemberaubenden Sonnenuntergang wieder in der Unterkunft zu sein. Wie schon gestern geschildert in seiner Schönheit ein Traumplatz von der Veranda aus, um den Tag zu beschließen und demütig in die Ferne zu blicken, wie die Sonne langsam Adios sagt.
Die täglichen Zwei:
Erkenntnis: Nebelwälder sind ganz besondere Ökosysteme. Nicht nur, dass sie atemberaubend zu bewandern sind, alleine ein Baum kann von bis zu 300 verschiedenen Pflanzen bewachsen werden. Darüber hinaus ist die Artenvielfalt kaum begreiflich. Ein dem kleinen Reservat wie heute sind beispielsweise über 3.000 verschiedene Tierarten zu finden (Vögel, Affen, Reptilien, Insekten,…)
Glücksmoment. frei und sorglos fühlen, das geht ideal bei einem 800m Flying Fox (dauert übriges ca. 43 Sekunden) quer über den Nebelwald mit Blick auf den Pazifik. Definitiv der schönste Moment eines wirklich tollen und abwechslungsreichen Tages.
