Südafrika - Kapstadt, Stellenbosch & Garden Route

Rund um den Tafelberg & Botanischer Garten Kirstenbosch

Freitag 01.01.2016

Der Wecker geht um 8.00 und um 9.00h laufen wir los Richtung Bree Street, um etwas zum Frühstücken zu finden. Wir laufen endlos an geschlossenen Läden und Restaurants vorbei und finden erst spät in der Long Street bei der Touristeninfo und dem Büro des Hop-on-Hop-off-Busses ein sehr nettes Café mit grandios-tollen Sandwiches. Um die Ecke liegt ein kleiner Markt, der Greenmarket. Alle möglichen Souvenirs, Essen, Musik - ganz nett, um die Pause bis zur Busabfahrt zu überbrücken.



Also bleiben wir gleich hier, kaufen ein 1-Tages-Ticket für den hop-on-hop-off-Bus und steigen in die Blaue Route ein, die rund um den Tafelberg führt und mit 2,5 Stunden die längste der 3 Routen ist. Wir genießen vom offenen Oberdeck Wind, Sonne und Blick auf Hügel, Weite, Meer und bald auch viele Bäume, Weinberge, typische Kapholländische Häuser und viele Bäume, die mich sehr an Neuseeland erinnern. Auch hier sind dies podocarps/Steineichen, die typischerweise nur weit oben belaubt sind und einen schuppigen Stamm haben.

 


Aber auch an einem der vielen Townships geht es vorbei. Man kann hier aussteigen und an einer Führung teilnehmen. 



Wir passieren Orte am Wasser, wo die Leute auf dem Strand liegen und sehen die „Rückseite“ des Tafelbergs, der dort überhaupt nicht oben platt ist, sondern sehr zerklüftet. 



Die 12 Apostel nennt man diese Zinnen, wenngleich sie deutlich mehr als 12 sind. Unglaublich schöne Küstenabschnitte mit riesigen Stränden folgen während uns ein ziemlich frischer Wind vom Meer trifft.


Noble Orte, die hier steil an den Hängen kleben wechseln sich mit häßlichen Bausünden ab. Aber wer hier wohnt, hat zumindest immer einen freien Blick aufs Meer. 






Er darf sich nur nicht umsehen in der Steinwüste der hässlichen Häuser. In Camps Bay stecken wir im Stau fest und hier feiern Tausende Schwarze heute Neujahr. An diesem Tag gehen traditionell die Schwarzen nach Camps Bay und genießen Strand und Picknick. Bis inklusive des Bürgersteigs haben sie ihre Decken, Handtücher und Grills ausgedehnt. Das muß schon ziemlich unbequem sein, aber die Menschenmassen sind beeindruckend.




Vor uns liegt der Lions Head, der wie eine Zipfelmütze aussieht.

Bald sind wir wieder an der V&A Waterfront und bleiben in unserem Bus sitzen, um jetzt mit unserem Ticket praktisch die gleiche Tour nochmal zu fahren – allerdings mit einer Unterbrechung am Botanischen Garten von Kirstenbosch.


Für 55 Rand Eintritt plus 5 Rand für eine deutsche Karte mit Erklärungen sind wir dabei und laufen los, während es sich bewölkt und man unweigerlich sieht, dass wir beide einen dicken Sonnenbrand von der Busfahrt oben auf dem offenen Deck haben. Also nochmal einschmieren und weiterlaufen. Hier im Botanischen Garten liegen auch Leute im Gras, die Kinder spielen – das ist nett. Kaum etwas ist abgesperrt, man fühlt sich eher wie in einem Park, als in einem Botanischen Garten.

Protea





Die Nationalblume Südafrikas ist die Protea. Hier wachsen etliche verschiedene Sorten. Wir laufen zum Tree Canopy Walk, der aber kurz und enttäuschend ist. 


Tree Canopy Walk


Truthahn-ähnliche Vögel laufen zwischen den im Gras liegenden Menschen herum. Eine gemächliche Schildkröte bleibt erstmal das einzige wilde Tier, das wir hier sehen. Sie sitzt in einem schönen Skulpturen-Park, der Teil des Botanischen Gartens ist.






Im Riech-Garten können wir noch ein wenig an Kräutern, Blättern etc. riechen und dann müssen wir aber schon wieder zum Bus, denn die letzte Blaue Route fährt hier etwa um 16.00h ab und wenn man die verpasst steht man hier im Nichts. Wir versuchen ein Taxi zu kriegen (das würde 15min bis zur Innenstadt von Kapstadt brauchen), was misslingt. Eines zu rufen, geht auch nicht. 

Also bleibt nur der Bus – und nochmal 2 Stunden Fahrt einmal um den Tafelberg. Denn der hop-on-hop-off-Bus fährt immer nur in eine Richtung und der Stopp in Kirstenbosch mit dem Botanischen Garten liegt 20 min hinter der Abfahrt zur vollen Runde…




Der Wind ist zeitweise gemein kalt, als wir an der Küste langfahren und wir haben nichts Warmes mit. Um 18.00h sind wir an der Waterfront und suchen uns blöd, um einen Tisch in einem der vielen Restaurants zu finden. Weil dies nicht erfolgreich ist, setzen wir uns ein paar Runden ins Riesenrad. Schöne Ausblicke.


Entnervt und fußlahm gönnen wir uns ein Taxi zu unserem Apartment, das 28 ZAR (ca. 1,80 EUR) kostet. Schräg gegenüber in einer Seitenstraße von unserem Apartment aus liegt das Restaurant Don Armando. Ein argentinisches Steakhaus und ich gönne mir ein 300g Filetsteak für unglaubliche 210 ZAR (ca. 12 EUR). Was für ein Genuß! 

Bevor wir hier eingekehrt sind, hat uns eine Frau, die hier offenbar im Service oder der Küche arbeitet vor dieser Straße gewarnt, wir sollten nur auf einer der beiden Straßenseiten laufen und nicht in die Parallelstraße gehen. Aha! Sieht gar nicht so gruselig aus. Außer, dass diese Straße offenbar eher für Schwule und SadoMaso-Liebhaber geeignet ist. Aber das ist ja nichts, was uns nun gefährden würde. Egal. Wir genießen auf dem kleinen Balkon des Restaurants unser Essen und den netten Service und sind um 23.00h in unserem Apartment und genießen den Blick auf den angestrahlten Tafelberg von unserer Terrasse. 

Bilder auf das Tablet ziehen und Augen zu.
#südafrika#kapstadt#kirstenbosch
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