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Zuletzt in Doha

Und zu Ende geht die wilde Fahrt – letzter Stopp Doha /Qatar

Veröffentlicht: 19.12.2024

Der Abend vor der Abreise aus Phuket gönnen wir uns noch ein Essen und ein Singha in der Boss-Bar, die sich mit der Pizza am Vortag schon hervorgetan haben.

Zuvor mussten wir am Geldautomaten noch Bargeld abheben, da der Taxifahrer, der uns am Morgen zum Flughafen bringen soll, kein Kartenlesegerät hat. Praktischerweise steht der Preis für die Fahrt vorher schon fest und wir wissen, wie viel Baht wir benötigen. Für 300 Baht werden wir chauffiert, das sind etwa 10 Euro. Is‘ Okay!

Zuvor mussten wir allerdings noch die Funktionsweise des Geldautomaten erforschen. Geldkarte eingesteckt und schon begann das Chaos. Flirrend buntes Display mit den schönsten verschnörkelnden Schriftzügen und ein ganz wenig englische Hinweise. Wir stellen fest, dass man keinen individuellen Betrag eingeben kann. Der geringste Betrag ist 1000 Baht – brauchen wie aber nicht. Anders funktioniert es also nicht, wir fordern halt die 1000 an und bekommen angezeigt, dass der Wert nicht stimmen würde … Häh, wieso???? Und noch mal, abbrechen gedrückt. Leider kam Kreditkarte nicht mehr aus dem Automaten. Ja, sehr cool … L. Thorsten „klopft“ verärgert auf dem Display rum und gibt irgendwie noch 300 ein und welch ein Wunder: der Betrag konnte uns ausgezahlt werden und der Automat spuckte beides, Geld und Karte aus. Service wird ja in Thailand großgeschrieben, und so zahlen wir für die 300 Baht eine Service-Gebühr von 220 Baht. Guter Service soll auch gut bezahlt werden … Und das nur, weil man hier nicht flächendeckend Kreditkarten annehmen kann/will.

Wir starten also am frühen Morgen unsere letzte Etappe auf unserer Reise um die Welt. Von Phuket International Airport fliegen wir mit Qatar zunächst nach Doha, Qatar. Der Flug dauert sechseinhalb Stunden – scheinbar haben wir Rückenwind. Eine Wohltat im Vergleich zu dem letzten Flug zuvor mit Jetstar von Melbourne nach Phuket, wo der Anspruch auf Service für den Kunden so ziemlich gegen Null ging.

In Doha angekommen sind wir sehr gespannt auf diesen großen und angeblich tollen Flughafen. Gut, es gibt eine Reihe von hochpreisigen Geschäften wie Gucci, Belmain, Yves St. Laurant und Schmuckgeschäfte ohne Ende …

Inmitten der Empfangshalle steht ein großer, gelber Bär, der unter einer Tischlampe steckt. Uns ist nicht bekannt, was das bedeutet, wir finden auch kein Schild, das uns aufklären könnte.

Wir erfahren im Netz, dass diese Figur von einem Schweizer Künstler erschaffen wurde. Sie ist etwa sieben Meter hoch und wiegt, weil komplett aus Bronze, 20 Tonnen. Der Bär wurde 2014, als der Flughafen eröffnet wurde, von einem Mitglied der königlichen Familie über Sotheby`s für knapp sieben Millionen US$ ersteigert. Und seitdem steht der Bär, der von Influencern (von wem auch sonst, dafür sind die ja da … ) als beliebtes Fotoobjekt entdeckt wurde, siehe auch #lambear.

Der Bär soll die „Idee des Reisens“ vermitteln. Es geht hier um Kindheitserinnerungen. „Die Reisenden sollen darüber zurück in die eigene Kindheit reisen können, genau wie sich Reisewillige am Flughafen ebenfalls auf den Weg an neue Orte machen.“ Na ja, kann man ja mal so stehen lassen, verstehen muss man das nicht wirklich.

Zudem feiert der Hamad International Airport (HIA) dieses Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Wird aber nicht besonders hervorgehoben, wenn man mal über die große „10“ hinwegsieht, die in der Eingangshalle steht. Ansonsten hier und da mal eine Plakatierte 10 … Ebenso reduziert ist der Weihnachtsklamauk. Keine aufwändige Dekoration und keine Weihnachtslieder …

Unsere Aufenthaltsdauer hier beträgt etwa drei Stunden, dann geht es weiter, ebenfalls mit Qatar, nach Frankfurt.

Hier treffen wir auch auf einige Reisende, die von Thailand aus wieder zurückkommen. In erster Linie und überwiegend junge Mädchen, die das Insta/Influencer-Gen praktisch ausstrahlen. Es fällt schwer all das hier wiederzugeben, was uns auf unserer Reise, besonders in Neuseeland und Australien über diese „Generation“ vermittelt wurde, weil selbst erlebt. Man will den Leser ja nicht verschrecken und ein falsches, intolerantes Bild abgeben … Aber wie oft haben wir den Kopf geschüttelt über deren Verhalten. Auch jetzt im letzten Flieger gäbe es über das fehlende Sozialverhalten der jungen Menschen einiges anzumerken …

Aber jetzt sind wir sicher und wohlbehalten gegen 19 Uhr in Frankfurt angekommen. Wir freuen uns, dass wir jetzt nicht mehr mit dem ICE weiterfahren müssen, sondern uns eine Nacht im Holiday Inn Express am Flughafen gebucht hatten. Dann können wir am Donnerstag gemütlich am Vormittag nach Köln fahren.

Irgendwie freuen wir uns auch darauf, wieder zuhause sein zu können.

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