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Merry Christmas-Feiern all over Melbourne

Veröffentlicht: 13.12.2024

Der Tag, trotz Freitag, den 13., startet gut. Wir müssen nicht Marmeladenbrot essen, sondern haben hier im Hotel Frühstück inklusive. Im Nachhinein ist das zwar nicht so lecker gewesen, wie wir es uns vorgestellt hatten, aber es war halt aber kein Marmeladenbrot, das auf unserem Teller lag … insofern, schon mal ein Fortschritt :-)

Wir wollen uns heute Melbourne etwas genauer ansehen. Wir ziehen gezielt durch die Straßen der Stadt, die uns mit den verschiedenen Architekturstilen etwas durcheinander vorkommt. Einige alte Häuser stehen eingepfercht zwischen hohen Glaspalästen bzw. Hochhäusern. Es wirkt alles sehr gedrungen und man hat das Gefühl, die Stadt kann (man) gar nicht atmen. Es scheint uns vieles durcheinander. Die Hochhäuser, in denen sich Wohnungen befinden, stehen so nah beieinander, dass man sich als Nachbar über den Balkon Salz oder ein Ei austauschen kann … Und Sonne kommt auch nur auf die oberen Etagen. Also alles in Allem – nö, lass mal … Es gibt auch nichts Ikonisches, das man mit Melbourne verbindet. Frag jemanden nach Sehenswürdigkeiten in Sydney, fällt jedem gleich die Oper oder die Harbour Bridge ein. Frag jemanden nach Melbourne … ach ja, `nen dreckigen Fluss haben die und viele Hochhäuser … und die Tennisplätze von den Australian Open.

Wir wollen aber nicht meckern, sondern ziehen nur Vergleiche. Und auch diese Stadt hat sicher auch ihren Reiz, wenn man sich Zeit nimmt, ihn kennen zu lernen …

Wir gehen durch Chinatown, das sich nur aus bunten Stofflampions die in einem Straßen-Torbogen baumeln, zeigt und einigen vietnamesischen bzw. chinesischen Schnellküchen besteht, aus denen kein appetitlicher Geruch strömt.

Es gibt auch ein Kunstviertel, in dem Grafitis an den Wänden zum Betrachten angepriesen werden. Ja, die gab es aber das sah nicht so sehr nach Kunst aus, sondern eher nach „Schmierereien“ ... aber vielleicht fehlt uns da das künstlerische Auge …

Wenn auch das Auge vielleicht Probleme macht, so denn nicht die Ohren. Gegen Mittag herrscht überall ein heftiges Treiben. Aus allen Restaurants kommt Stimmengemenge in ziemlicher Lautstärke. Dass man in Australien sehr gerne und auch schon am Vormittag zum Essen geht, kennen wir ja schon aus Sydney, aber hier wird diese Tradition auch ausführlich gelebt. Hier auch heute überall Lautstärke und Massen von Menschen hinter „Geschlossene Gesellschaft“-Schildern. Zum Teil weihnachtlich dekorierte Frauen laufen die Straßen entlang ... wir tippen also auf Weihnachtsfeiern der Firmen. Und haben auch Recht …

Uns wird das gesamte Menschengetümmel dann doch zu viel und wir beenden gegen Nachmittag dann unseren Rundgang durch Melbourne. Nach Wochen in ruhigen Gegenden, deren Lautstärke zumindest in den letzten Tagen nur durch wild durcheinanderkreischende Getiere aufgeschreckt wurden, sehnen wir uns dorthin zurück.

Aber das geht ja nicht, weil wir ja wieder nach Hause „müssen“ … Morgen noch einen Tag hier und dann geht der Flieger in Richtung Phuket. Wettertechnisch nicht das beste Ziel, aber es war ja nur als Verkürzung des langen Rückflugs von Melbourne nach Frankfurt gedacht.

Doch zunächst haben wir heute noch eine wichtige Aufgabe: Wir müssen unser letztes Marmeladenbrot essen ;-) - neues Brot zu kaufen, lohnt nicht mehr, kriegen wir nicht aufgegessen.

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