Melbourne und Phuket – knapp 8 000 Kilometer trennen die Städte
Sonntagmorgen geht’s los. Zum Flughafen in Melbourne gelangen wir wieder mit dem Sky-Bus – perfekte Einrichtung. Eingecheckt hatten wir schon online, die Kofferabgabe klappt...


Veröffentlicht: 17.12.2024

























Das Einchecken am Vorabend in das Naiyang Park Resort verlief reibungslos. Wir bekamen unser Koffer von einem Bediensteten zum Bungalow gebracht. Wir durften die Koffer nicht anrühren. Schon der Taxifahrer vom Flughafen hatte es uns untersagt, die Koffer selbst ins Auto zu hieven … das ist uns eigentlich fremd, können wir auch selbst … aber nein, wir durften nicht. Und das, obwohl der Fahrpreis schon als Festpreis gezahlt wurde. Allerdings hatten wir kein Bargeld, so dass wir auch kein Trinkgeld geben konnten.
Am nächsten Morgen haben wir uns zum Frühstück auf der Terrasse eingefunden. Der erste Blick über das Angebotene ließ uns etwas erschreckt zurück. Gefühlte 10 Sorten Reis mit Ragout in verschiedenen Varianten im Thai-Geschmack, also recht scharf, wurde angeboten. So ein Mittag- oder Abendessen sind wir nicht gewöhnt zum Frühstück. Es gab zwar auch Speck und Ei und Würstchen, jedoch war das Würstchen ein gekochtes und der Speck sehr kross, praktisch unteilbar mit dem Messer.
Cerealien kennt man scheinbar gar nicht. Keine Auswahl, lediglich Cornflakes und Milch in Minischälchen. Wie oft soll man da laufen, bis man satt wird? Dazu Brotsorten mit zwei Marmeladen: Erdbeere und Ananas. Danach stand uns der Sinn nach der hinter uns liegenden Verpflegungszeit nicht wirklich …
Egal, man findet etwas zu essen und wir werden satt.
Übrigens sind wir hier in absoluter russischer Gesellschaft. Es gibt ein paar wenige Deutsche in der Anlage und am Strand, aber 95 Prozent der Leute sprechen hier Russisch. Wo sollen sie auch anders hin ---???
Danach gehen wir an den nahegelegenen Strand. Das Wetter ist etwas grau, aber wenn man nur über die Straße muss, ist das ja kein Weg. Das Wasser war schön warm und ein klein wenig Wellengang war auch vorhanden.
Für den Nachmittag hatten wir uns zu einer Nacken- und Rückenmassage eintragen lassen. Die war recht günstig und wir dachten, nach der vielen Fahrerei im Auto kann das nur guttun. Wir hatten beide Verspannungen und dachten, für knapp 10 Euro kann man sich ja man 45 Minuten massieren lassen.
Als wir zum vereinbarten Zeitpunkt dort ankamen, wo wir die Massagen erhalten sollten, machten die Damen erst einmal große Augen, Sie hatten zum einen nur mit einer Person gerechnet und diese sollte eine Fußmassage erhalten. Da wir aber zu zweit waren und den Rücken massiert haben wollten, war erste einmal ein großes Fragezeichen im Raum. Verschlechternd kam hinzu, dass bis auf eine der drei Damen, keine Englisch sprach oder verstand. Und die andere das auch nur rudimentär. Man erklärte uns mit für uns undeutlichen Thaiworten und Händen, dass zunächst nur eine Person massiert werden könnte. Okay, das war ja kein wirkliches Problem, würde also einer nach der dreiviertel Stunde zurück zum „Massageharbour“ kommen … ich wollte dann gehen, als mir eine der Frauen folgte, bewaffnet mit zwei Handtüchern und einem kleinen Köfferchen. Sie versuchte mir klarzumachen, dass sie mitkommen wollte und sie mich in unserem Bungalow massieren würde. Eh, das war mir so was von peinlich, ich wollte eigentlich nicht, dass die mitkommt … Ich meinte alle Blicke der Leute, denen wir auf dem Weg zum Bungalow begegnet sind, würden mir deuten, dass sie „mir viel Spaß“ wünschen würden … hatten die doch keine Ahnung welche Art der Massage ich mir gewünscht hatte … aber das war sicherlich nur in meinem Kopf so verankert und nicht bei den Menschen hier in der Anlage.
Die Massage war dann auch gut. Ich weiß nicht, wie das ausgesehen haben muss, aber die Frau ist förmlich auf mir auf den Rücken geklettert und hat mich malträtiert … ja, so kann man sagen. Teilweise hat es wirklich weh getan. Aber ich dachte, das wird wohl so sein, dass das so weh tun muss … Hab es also über mich ergehen lassen und am Ende hat es auch gutgetan.
Thorsten ist es übrigens ebenso ergangen, wir hatten uns dann unsere Erfahrungen und was gemacht wurde ausgetauscht.
Den Abend haben wir dann in der zum Resort gehörenden Restaurant ausklingen lassen bei einer Pizza und einem großen Singha-Bier. War echt lecker.