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Vor meiner Abreise habe ich mir vorgenommen, dass ich auf meiner Reise irgendwas machen möchte das ich noch nie gemacht habe und mich Überwindung kosten würde. Ja gut okay, grundsätzlich mache ich ja seit drei Wochen etwas was ich noch nie gemacht habe ... Da ich nicht so der Meergänger bin und eigentlich schon gar nicht wissen möchte was sich da so um mich herum noch im Wasser tummelt, habe ich mir überlegt, dass ich auf Koh Samui einen Ausflug zum Schnorcheln machen werde. Dieses Vorhaben habe ich heute in die Tat umgesetzt und habe einen Bootsausflug in den Angthong National Marine Park gemacht. Dieser besteht aus unzähligen kleinen Inseln mit kleinen Stränden und ist der Insel Koh Samui vorgelagert. Den Ausflug habe ich zusammen mit Deutschen (Mutter und 26-jährige Tochter), die ich meinem Hotel kennengelernt habe, unternommen. Wir wurden um 8 Uhr heute Morgen im Hotel abgeholt. Da unser Ausflugsschiff ab Nathon ging, hatten wir zum Glück keine lange Transferzeit. Wenn man keine hunderte von Euros für so einen Ausflug ausgibt, sondern in meinem Fall "nur" 40€, landet man halt auf einem großen Schiff mit vielen Touristen. Und da waren sie wieder, ganz viele Asiaten auf einem Haufen. Wie immer waren sie laut, dreist und wuselten über das Schiff, hatten unzählige Plastiktüten abgefüllt mit Essen dabei und nahmen der Schifffahrt, welche i.d.R. immer etwas beruhigendes hat, zumindest auf der Hinfahrt jegliche Ruhe. Interessant war es zu sehen wie viele Schichten oder was für Ganzkörperanzüge die Asiaten, ich denke dass der Großteil Chinesen waren, tragen aus Angst, dass ihre helle Hautfarbe Sonne abbekommen würde. Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt hatten wir den ersten Stopp erreicht. Aus der Ferne konnten wir einen schönen kleinen Strand sehen zudem wir nun mit kleinen Booten gefahren werden sollten, da das Schiff nicht direkt am Strand anlegen konnte. Die Überfahrt mit diesen kleinen Holzbooten war sehr abenteuerlich und ich hatte das erste Mal auf meiner Reise Angst. Die kleinen Boote wurden so voll gepackt, dass ich mir wie auf einem Flüchtlingsboot vor kam. Nach dem Verlassen des kleinen Holzbootes war unser Gleichgewichtssinn gefragt, denn der Steg zum Strand war kein fester Steg, sondern bestand aus Plastikkanistern, die miteinander zu einem Steg befestigt waren und natürlich im Wasser trieben. Verrückt! Aber ich trocken an Land gekommen ;-). Auf dieser Insel gab es entweder die Möglichkeit einen Aussichtspunkt zu erklimmen, worauf ich bei 35 Grad verzichtet habe, die Sicht war zu der Zeit eh noch trüb oder es war Zeit zum Baden und Schnorcheln. Da ich im Internet im Vorfeld gelesen hatte, dass bei solchen Touren Schnorchelequipment zur Verfügung gestellt wird, hatte ich kein eigenes dabei und beim Buchen der Tour auch nicht nachgefragt. Da uns auf dem Schiff kein Schnorchelquipment ausgehändigt wurde, war ich erst einmal davon ausgegangen, dass wir dieses am Strand bekommen würden. Leider Fehlanzeige. Es stellte sich heraus, dass man sein eigenes Schnorchelequipment hätte mitbringen müssen. Da war meine Stimmung schon etwas getrübt. Der Bereich, in dem man Baden und Schnorcheln sollte war begrenzt, da es in diesem Bereich wohl viele giftige Quallen geben sollte. Meine deutschen Mitreisenden waren zum Schnorcheln besser ausgestattet und hatten ihre Schnorchelmasken dabei. Während ich also nur ein normales Sonnenbad im Meer nehmen konnte, haben die anderen beiden mal die Unterwasserwelt inspiziert. Ja, es gab ein paar Korallen zu sehen und ein paar kleine bunte Fische schwammen auch vorbei, aber es war wohl doch enttäuschend. Zumal wir in Strandnähe waren, war das Wasser auch recht trüb. Da mir dann eine Schnorchelmaske geliehen wurde, habe ich das erste Mal in meinem Leben geschnorchelt. Ja, ich habe ein bisschen was gesehen und es war auch Interessant, aber da das Wasser wirklich sehr trüb war, habe ich darauf verzichtet Unterwasserfotos zu machen. Trotzdem Danke an Jule, die mir ihre Unterwasserkamera geliehen hatte. Nachdem die Zeit auf dieser Insel abgelaufen war, wir wieder mit den kleinen Booten zurück zum Schiff gebracht wurden, gab es während der Fahrt zu unserem nächsten Stopp einen Lunch, der von den Chinesen mit den dazugehörenden Geräuschen eingenommen wurde. Die Fahrt bei strahlenden Sonnenschein zwischen den einzelnen, unberührten Inseln hindurch war schon toll. Unser nächster Stopp war an der Insel Koh Mae Koh, wo wir wieder Zeit zum Baden und Schnorcheln (haha) hatten und wo es die smaragdgrüne Lagune "Talay Nai" gab. Da ich hier nicht nochmal Schnorcheln gehen würde, der begrenzte Bereich war noch kleiner als beim ersten Stopp und wieder in strandnähe, habe ich trotz der Hitze den Aufstieg zum Aussichtspunkt über die Lagune gewagt. Da meine Füße sandig und schwitzig waren und in Flip Flops steckten, war der Auf- und Abstieg schon eine Herausforderung. Die Mühen wurden aber zum Einen mit einem tollen Blick auf die Lagune belohnt, aber auch über die Insel des Nationalparkes, so dass es gar nicht so schlimm war, dass ich den Aufstieg zum ersten Aussichtspunkt abgelehnt hatte. Meine Mitreisenden hatten die Unterwasserwelt nochmal unter die Lupe genommen. Das Fazit war noch weniger als beim ersten Stopp und noch früheres Wasser. Nach diesem Stopp haben wir direkten Kurs auf den Hafen von Nathon genommen. Die Rückfahrt war einfach nur schön, denn die Asiaten schliefen, es ging ein leichter Wind und die Abendsonne hatte nicht mehr so extreme Kraft, dass ich an der Rehling saß, die Füße einfach so herunter baumelten und ich das vorbei ziehende Meer genoss. Gegen 17:30 Uhr waren wieder im Hotel und völlig k.o.

Leider war der Ausflug in Sachen Schnorcheln ein Flopp. Ich werde es einfach in einem nächsten Urlaub bei hoffentlich besseren Bedingungen und auf jeden Fall mit eigenen Equipment nochmal versuchen. Doch die Landschaft und das Wetter haben die Enttäuschung, dass es mit dem Schnorcheln nicht so geklappt hat, etwas weg gemacht.

Thailand

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