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Nachdem gestern nach Ankunft in Bangkok meine Blase der Ruhe und Entspannung, in der ich auf Koh Samui ja gelebt habe, geplatzt ist, denn jetzt bin ich ja wieder in einer großen, vollen und hektischen Stadt, standen für heute auf meinem Sightseeing-Plan u.a. die bedeutensten Tempel und Buddha der Stadt. Auf dem Stadtplan ließ sich schon erahnen, dass mein Hostel keine so schlechte Lage hat. Hier vor Ort stelle ich jetzt fest, dass das wirklich so ist. Viele Sehenswürdigkeiten sind für meine Verhältnisse, für thailändische Verhältnisse nicht, denn man soll ja überall mit dem Tuk-Tuk hin fahren, gut erreichbar. Als ich heute Morgen aus meinem klimatisierten Zimmer getreten bin, war es als wenn man gegen eine Wand läuft. In diesem Fall eine Hitzewand. Bereits morgens um 8 Uhr sind hier 30 Grad. Ich war extra früh aufgestanden um etwas die Hitze und die Touristenmassen zu umgehen. Das mit den Touristenmassen hat kurzweilig geklappt aber das mit der Hitze nicht so. Mein erster Weg des Tages führte mich, 15 Minuten Fußweg entfernt, zu einer großen Anlage, dem Großen Palast und den Wat Phra Kaew (Wat = Tempel). Hauptanziehungspunkt dieser  Tempelanlage ist der Smaragd-Buddha, welchen man aber nicht aus der Nähe betrachten darf und aus der Ferne wird es schwer, da diese Buddhastatue nur 66cm groß ist. Da ich schon vor Öffnung der Anlage vor Ort war und dann auch noch erfuhr, dass der Eintritt heute frei ist, habe ich sehr erfreut nach Öffnung der Tore mit als Erste die Anlage betreten. Diese gewaltigen, farbenfrohen und prachtvollen Bauwerke und die Ruhe, selbst die asiatischen Reisegruppen halten sich hier zurück, haben eine ganz besondere Wirkung. Man hat eigenlich nur die kleinen Glöckchen, die an einigen Bauwerken hingen und sich im Wind bewegt haben, vernommen. Fußläufig von dieser Anlage konnte ich wieder in zehn Minuten die nächste Tempelanlage erreichen, genannt Wat Pho. Dieses ist die ältestes und größte Tempelanlage der Stadt und kann für sich noch einige Superlative verbuchen, denn sie beherbergt den größten liegenden Buddha, sowie die umfangreichste Sammlung von Buddha-Figuren in ganz Thailand. Diese riesige Buddha-Figur war wirklich sehr beeindruckend, die Figur ist ca. 50 Meter hoch. Wahnsinn! Hier ging es etwas quirliger zu, denn alle wollten natürlich ein Foto mit dem Buddha. Aber auch der Rest der Tempelanlage ist schön angelegt und beeindruckend. Was ich sehr angenehm fand, dass im Eintrittspreis eine Flasche Wasser inkludiert war. Das war bei der vorherrschenden Hitze auch bitter nötig. Wenn ich bedenke wie viel ich hier trinke und wie selten ich aufs Klo muss, sagt wohl aus wie viel ich hier schwitze. Wie man so schön sagt "Alle guten Dinge sind drei" folgte nun die dritte Tempelanlage. Dafür musste ich zunächst den Fluss Chaopraya, der die Stadt teilt, überqueren. denn die nächste Tempelanlage lag auf der gegenüberliegenden Uferseite. Zur Überquerung des Flusses habe ich mich für eine Fährüberfahrt entschieden, denn es gibt viele Möglichkeiten sich auf dem Fluss fortzubewegen, doch dazu später mehr. Diese Fährüberfahrt hat mich quasi fast nix gekostet, da ich 4 Baht bezahlen musste, was umgerechnet 0,11€ sind. Die Tempelanlage Wat Arun liegt direkt am Flussufer und die Helligkeit der Bauwerke sticht bei strahlenden Sonnenschein richtig in den Augen. Wie ich zu einem späteren Zeitpunkt gelernt habe, wurde die komplette Tempelanlage in nur 5 Jahren erbaut. Wenn man diese ganzen Details betrachtet eigentlich unvorstellbar. Da auf dieser Flussseite touristisch sonst nicht viel ist, musste ich also wieder den Fluss überqueren um zurück in den Stadtkern zu kommen. Da es ja langweilig ist den Weg so zurück zu legen wie man ihn kommt, habe ich mich dieses Mal für die Nutzung eines Express-Bootes entschieden, die im Linienverkehr auf dem Fluss verkehren. Es gibt mehrere Linien mit unterschiedlichen Stopps, ein System wie bei Linienbussen. Nachdem ich eine eher unmotivierte Thailänderin gefunden hatte, die mir ein Ticket für meine Linie verkauft hat, konnte ich wieder zur anderen Flussseite übersetzen. Diese Fahrt hat umgerechnet ca 0,50€ gekostet. Da ich ja mittlerweile auf "China-Entzug" bin, war mein nächstes Ziel Chinatown. Wie so viele Weltmetropolen hat auch Bangkok ein Chinatown. Ein bisschen China in Thailand muss ja auch sein. Aber wenn man noch nie in China war, hier nach Chinatown geht und das sieht und denkt, dass es so in China ist, möchte nicht nach China. Wie furchtbar! Hier versucht man alles was China ausmacht auf engsten Raum zu verkörpern. Wie ich finde eine total abschreckende Wirkung. Ich bin ein bisschen durch das Gassengewirr geschlendert und bin dann in ein klimatisierter Taxi geflüchtet, mit dem ich dann Richtung Khao San Road, was ja auch in der Nähe meines Hostels ist, gefahren bin. Ich muss gestehen, dass ich, so lecker das Thai Food auch ist, heute einfach mal Japp auf Burger und Pommes bei Mc Donalds hatte. Nach meiner Ration Fastfood habe ich mir zum Ausklang des Tages noch eine, dieses Mal, einstündige Fuß- und Wadenmassage gegönnt. Da man sich ja nicht vorstellen kann wie eine Fußmassage eine Stunde lang dauern kann, gehörte zu meiner Erfreunis auch noch eine kurze Rücken- und Nackenmassage dazu. Nach meiner Massage bin ich wie auf Wolken schwebend zurück ins Hostel.

Thailand

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