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Faul sein für Fortgeschrittene

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Heeeerrlich! Ich mache einfach nur Urlaub. Ich miete keinen Roller, ich schaue mir nicht die Insel an, ich gehe auch nicht wandern. Ich höre nur auf meinen Bauch, der mir sagt, dass ich wirklich gar nichts machen möchte. Ich schlafe bestens in meinem superduper Bett bis ich von selber aufwache. Sehr hilfreich ist dabei, dass ich die Moskitos jetzt kurzerhand mit der Chemiekeule aus der Sprühdose des Abends erlege. Ich bin ja überhaupt kein Freund solcher Insektenbekämpfungsmittel, aber auf der anderen Seite hat mit die Reaktion meiner Familie auf ein Foto von mir auch klargemacht, dass ich dringend etwas tun sollte, um das Streuselkuchen-Szenario auf meinem Rücken und mein damit verbundenes Leiden zu mindern. Ich bin ja echt nicht zimperlich, aber die Stiche breiten sich zu fiesen Flatschen aus und jucken so entsetztlich, dass ich durch die Decke gehen könnte. Und wir sprechen hier von Hunderten über den ganzen Körper verteilt. Also kaufe ich in der Apotheke erstmal die stärkste kortisonhaltige Salbe, die sie haben, werfe Allergietabletten gegen die Reaktion ein und plündere anschließend den Supermarkt; Moskitospray und Rauchkringel für die äußere Anwendung, Rum und Cola light für die innere. Hehe! Und dann geht es zur Burgerschmiede des Ortes. Nach 2,5 Monaten Reis & Co habe ich heute zum ersten mal die Nase gestrichen voll vom sonst so geliebten local food und ich möchte ganz dringend etwas Westliches essen. Meine Schwester feiert! Haha! Und dann kann der Urlaub für Faule im fortgeschrittenen Stadium beginnen. Juchuuuu! Nach dem Aufwachen bleibe ich erstmal gepflegt liegen und döse vor mich hin. Danach bin ich ganz wild und tue etwas, was ich sonst nie mache: ich gucke mir mit Genuss eine Folge von Grey’s Anatomy auf Netflix an. Total bekloppt an diesem schönen Strand meine kostbare Zeit mit netflixen verplempern. Aber genau das ist ja gerade das Wunderbare an meinem Sabbatjahr, dass ich jetzt mal wirklich Zeit einfach nur verplempern kann mit sinnfreiem geilen Scheiß. Super! Danach gucke ich entweder noch eine zweite Folge oder werfe ich mich in den Bikini und laufe die 2 Minuten zum Strand. An urigen kleinen Tischen im Schatten der Bäume und mit den Füßen im Sand lässt es sich im resorteigenen Restaurant prima frühstücken. Herrlich, dieser Panoramablick und das Wellenrauschen! Ist das nicht ein Knaller? Außer mir ist niemand da. Mein Bedarf an Touri-Essen ist noch nicht gedeckt, wie man sieht. 


Danach suche ich mich ein paar Meter weiter einen Schattenplätzchen. Der Sand ist weiß und weich und fein. Ein Träumchen. Und dann wird entspannt für Fortgeschrittene!!! Ich liege einfach nur platt wie der Pfannekuchen, den ich eben verdrückt habe am Strand und döse komatös vor mich hin. Gelegentlich wende ich mich mal, haha, und wenn es ganz hart auf hart kommt, lese ich ein Buch oder springe ins Meer, um mich abzukühlen. 


Mit meinem Blog bin ich ziemlich im Rückstand, die Hong Kong Fotos warten noch darauf gesichtet, bearbeitet zu werden und die Beiträge, die schon in meinem Kopf sind möchten geschrieben werden. Aber ich habe gerade keine Lust. Auslassen möchte ich meine tolle Erlebnisse jedoch auf gar keinen Fall, also müssen sie schlicht warten. Ich habe jetzt Urlaub. Gegen 18 Uhr dämmert es, dann schaue ich der Sonne beim Untergehen zu oder mache mich auf zum Duschen. Ich habe festgestellt, dass mein IPad ganz hervorragend auf den kleinen Durchbruch neben der Dusche passt, so dass ich beim Duschen wunderbar meine Serie weiter gucken kann. Hahahaha! Anscheinend habe ich doch Talent zum sinnfreien Nichtstun. 

Essen kann man hier wirklich ausgezeichnet. Ich probiere jeden Tag ein anderes kleines Restaurant aus. Im JIP-Shop, merkwürdiger Name, ist die thailändische Küche wirklich ausgezeichnet. Mega lecker!

Stir Fried Chicken with Cashew Nuts

Danach finde ich eine kleine Cocktailbar in der Mitte des Örtchens. Der erste Cocktail ist nicht der Burner, aber ich komme ins Gespräch mit einem netten Pärchen aus München. Dabei stelle ich fest, dass ich ein Waisenkind gegen die beiden bin. Sie haben eine Suite mit eigenem Pool und verbringen darin ganze Tage mit Binge Watching kompletter Serien flankiert von zahlreichen Bierchen und Cocktails des Roomservices. Wow! Ich bin baff. Zwei Cocktails weiter bleibt festzuhalten, dass sie auch nicht besser werden, wenn man die Sorte wechselt, aber dafür sind wir sehr lustig. Die beiden haben nicht genug Bargeld dabei, also helfe ich kurzerhand aus. Ich bin mir sicher, dass ich das Geld schon zurück bekommen werde.


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