Porto statt Peking - einmal um die Iberische Halbinsel mit der GS
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The Rabbit Track

Veröffentlicht: 08.05.2026

Fahrt
andalusisches Hinterland → Almería
400 km · Rabbit Track

Heute war der Plan, bis nach Almeria zu fahren. Die amerikanische Wetter-App versprach nur Bewölkung, aber man kann sich einfach nicht mehr auf Informationen verlassen, die aus USA kommen, nicht mal auf die Wetterprognose!

Mein Hotel bot Frühstück erst ab 8:30 Uhr an, um diese Zeit ist normalerweise der Motor schon warm. Also hab ich mich einfach um 8:15 Uhr an den Tisch gesetzt und die dezenten Proteste der Damen, die das Frühstück zubereitet haben, überhört. Und so habe ich es tatsächlich geschafft, um 8:45 Uhr loszufahren. Den schließlich lagen über 400 km vor mir. 

Raus aus dem Berufsverkehr und in das andalusische Hinterland. Die Straßen wurden schmaler und die Zahl der Kurven nahm zu. Allerdings verdunkelte sich auch der Himmel zunehmend. 

Auf einmal schießen links und rechts Kaninchen aus dem Dickicht, quer über die Straße und hinter den nächsten Busch. Und das ging dann ungefähr 5 km so. Immer wieder Querverkehr! Geschätzt habe ich auf dieser Strecke bestimmt zwischen 20 und 30 Kaninchen aufgeschreckt. Daher habe ich diesen Streckenabschnitt auch „Rabbit Track“ getauft. 

Und dann tut sich natürlich auch die ganze Schönheit Andalusiens auf, in Form von endlosen Plantagen, die mit Kunststoffnetzen überspannt sind. Ein fast außerirdischer Anblick. Und ich möchte nicht wissen, wo diese Kunststoffnetze am Ende ihres Lebens landen. 

Und geschmacklose Architektur mit Türmchen gibt es auch für Golfplätze!

Als Motorradfahrer nimmt man ja auch Gerüche unmittelbarer war, als das im Auto der Fall ist. Wenn man also in einer menschenleeren Gegend an großen Gebäuden vorbei fährt, und beißender Ammoniak Gestank in die Nase steigt, weiß man genau, dass dort wieder Tiere in ihren Exkrementen stehen 🤬

Mittlerweile hat es auch zu regnen begonnen und es kommt eine weitere Eigenheit andalusischer Straßen dazu: der Regen spült Sand, Erde und kleinere Steine auf die Straßen. Da fährt man gerne etwas langsamer. 

Aber irgendwann kommt auch die Sonne wieder durch und auf trockenen Straßen ist es eine wahre Freude, Kurve an Kurve, es hört gar nicht auf. 

Den letzten Pass bin ich dann fast blind gefahren: die Wolken hingen so tief, dass ich vor lauter Nebel kaum 10m weit gesehen habe. 

Und Vally sah nach dem heutigen Tag auch ein wenig aus wie nach einem off-road Training in Hechlingen. Ich hab ihr ein Schaumbad und eine Dusche spendiert, jetzt glänzt sie wieder. 


Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
1 Tag
Wetter
Frühling
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Rabbit Track
  • Kaninchen auf der Straße
  • andalusisches Hinterland
  • Plantagen mit Kunststoffnetzen
  • letzter Pass im Nebel
MotorradSchaumbadDusche
RoadtripNatur
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