Barcelona Tag 2 und 3
Ich fasse mal zwei Tage zusammen, denn ich habe ja schließlich noch Urlaub 😅 Der nächste Rundgang durch Barcelona führte mich auf die berühmte La Rambla, die Shopping- und...


Veröffentlicht: 29.05.2026













Ich fasse die letzten beiden Tage der Einfachheit halber zusammen: am Mittwoch ging es mit zwei Stunden Verspätung auf die Fähre nach Genua. In Barcelona fand eine Demonstration statt (keine Ahnung, wer da unterwegs war) und der Verkehr war entsprechend chaotisch. Obwohl mein Hotel nur fünf Minuten vom Fährhafen entfern war, dauerte es fast 30 Minuten, bis ich dort ankam.
Der Rest war gewohnt unspektakulär. Es waren unglaublich viele Motorradfahrer an Bord, alle Nationalitäten.
Die Fähre der GNV war wohl schon ein älteres Modell, Vibrationen waren vor allem in der Kabine zu spüren und die Wände gaben den Lärm weiter. Essen und selbst der Espresso (für eine italienische Fährgesellschaft ungewöhnlich) waren eher lausig. Und der Internetpass für 14 Euro (2 GB) lies sich nach 400kB Datenverbrauch nicht mehr nutzen. Kommentar eines Mitarbeiters: "Your problem". Die Wiederholungsgefahr ist somit überschaubar, aber so ist das halt, wenn kein Wettbewerb vorhanden ist.
Am Donnerstag verließen wir die Fähre zügig gegen 10:30 Uhr und es ging über die bekannte kurvenreiche Autobahn von Genua durch die umliegenden Berge in die Po-Ebene. Dieses umspannende Stück Landschaft habe ich ebenfalls zügig durchquert, die Temperaturen waren mittlerweile wieder bei 33 Grad angekommen, Tendenz steigend.
Einmal um Mailand herum (36 Grad), dann Richtung Brescia und den Lago d'Iseo. An diesem entlang, bei traumhaftem Wetter. Wie es zwei Fahrzeuge auf der Uferstraße schaffen, so miteinander zu kollidieren, dass eines davon auf der Seite lag, ist mir schleierhaft. Das Ergebnis war natürlich ein sehr gepflegter, kilometerlanger Stau. Aber als Motorradler fährt man eben einfach hinter den Abschleppwagen her und bis zur Unfallstelle. Kaum war eine Straßenhälfte geräumt, konnten alle wattendenden Zweiradfahrer passieren. Die Italienische Polizei ist da deutlich entspannter als die unsrige.
Und dann bin ich doch am Ende noch einen Pass gefahren, den ich nicht kannte; den Mortirolo. In Schottland würde man die Straße einen "Single Track" nennen, denn zwei Autos passen da nicht aneinander vorbei. Entsprechend vorsichtig und zurückhaltend sollte man diese Straße mangels Einsicht in Rechtskurven angehen. Belohnt wurde ich aber mit wunderbaren ausblicken und mehr als angenehmen Temperaturen.
Bei der Abfahrt vom Mortirolo der nächste Stau: ein defekter 24 to LKW mit einem Abschlepp LKW gleicher Größe als Bremse hintendran quälten sich den Pass in Schrittgeschwindigkeit hinunter. Auf einer geraden Strecke konnte ich dann gerade so vorbeifahren, ich denke die haben noch mindestens drei Stunden gebraucht, bis sie unten waren (was dieser LKW auf dem Berg zu suchen hat, bei einer Passstraße mit Serpentinen, wo kaum ein PKW zügig rumkommt, ist mir völlig schleierhaft).
Ankunft um 17:30 Uhr in Bormio, zum Ausklang gabs leckere Pizza und zwei Bier!
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