Das Douro Tal
Heute gab's zum krönenden Abschluss ein UNESCO Weltkulturerbe: das Douro-Tal. Der Tag begann (und endete) mit Nieselregen, dazwischen war es aber trocken und sonnig. Am Douro...


Veröffentlicht: 20.05.2026
Porto verabschiedete mich mit Kaiserwetter: kristallblauer Himmel, kein Wölkchen zu sehen, angenehme 17 Grad. Der morgendliche Verkehr war wie überall chaotisch, wobei die Portugiesen das Chaos noch ein wenig steigern, weil immer irgendjemand einfach stehenbleibt, um Passagiere zu- oder aussteigen zu lassen. Die geschieht meist mit stoischer Ruhe, auch aller anderen Verkehrsteilnehmer. Gehupt wird fast gare nicht.
Also über die Autobahn raus, um dem Ganzen möglichst schnell zu entgehen. Sobald der Großraum Porto hinter mir lag, ging es ab ins bergige Hinterland. Wunderschöne Straßen, ein sattes Grün überall, und Weinberge soweit das Auge reicht. Nach mehr als zwei Stunden Fahrt fand ich auf einem Berg einen traumhaften Rastplatz mit genialem Ausblick.
Freilaufende Kühe findet man auch immer wieder, so ein Kreisverkehr bietet eben auch einer Kuh mal eine Abwechslung.
Und dann kam der Moment, sich aus Portugal zu verabschieden. So umspektakulär, wie es hinein ging, ging es auch wieder raus aus dem Land. Bemerkt habe ich es vor allem daran, dass die Uhrzeit wieder eine Stunde vorgestellt wurde. Der Grund übrigens, warum Portugal in einer anderen Zeitzone ist als Spanien, ist ein rein politischer. 1940 hat Franco beschlossen, aus politischen Gründen die Zeit von Nazi-Deutschland zu übernehmen. Obwohl Spanien geographisch auf der selben Höhe wie England und Portugal liegt und somit Greenwich Zeit gelten müsste, wurde dies von den Spaniern nie wieder rückgängig gemacht.
Insgesamt fand ich Portugal wunderschön - da kann man wiederkommen!
In Galicien war es dann auch wieder eine Berg- und Talfahrt, mit teilweise grandios ausgebauten Straßen. Ich konnte die GS fliegen lassen, hat saumäßig Spaß gemacht.
Und dann kam das große Ärgernis: mein nagelneues Navigationssystem (nein - keine Chinaware, EU-made) hatte immer mal wieder auf der Reise kleinere Aussetzer und Softwareprobleme. Nun aber lies es sich plötzlich nicht mehr über den Controller der GS steuern, und noch schlimmer, es wurde nicht mehr geladen. Wenn man irgendwo im Nirgendwo, ohne Karte dann plötzlich kein Navi mehr hat, ist das nicht lustig.
Nach diversen Versuchen konnte ich das Teil dann zumindest wieder dazu überreden, dass es geladen wird, bevor der Saft ganz ausging und ich bin doch noch in A Coruna angekommen. Und warm ist es zwischendurch auch noch geworden: 28 Grad standen heute auf dem Thermometer. Der Sommer kommt!
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