Veröffentlicht: 03.03.2020
Fr, 28.2 - Mo, 2.3
Nach einer langen Anreise - 4 Busse und ein Boot - kam ich am Freitag im Dorf Lanquín an, das besonders für die 10 km entfernten, natürlichen Kalkstein Pools namens Semuc Champey bekannt ist. Wegen Schlechtwetter blieb ich Freitag und Samstag erstmal im Dorf und wanderte auf den nahegelegenen Aussichtspunkt. Am Samstag wechselte ich dann in ein Hostel, das 3 km von Semuc Champey entfernt ist. Die Anreise - stehend hinten im Geländewagen über eine nicht asphaltierte Straße - war schon mal aufregend. Am Abend sind wir noch bei einem Lagerfeuer zusammen gesessen, bevor ich es mir in meiner Hängematte bequem machte.
Sonntag spazierte ich gemütlich zu Semuc Champey und marschierte dann gleich zum ersten Aussichtspunkt rauf - bei ca 25 Grad und einer hohen Luftfeuchtigkeit bin ich gut ins Schwitzen gekommen. Anschließend besuchte ich noch eine Höhle nebenan. Vor der Höhlentour hatte ich noch Zeit, die Schaukel am Flussufer auszuprobieren. Beim ersten Mal bin ich nicht ganz so leiwand im Wasser gelandet und hab einen ziemlich großen blauen Fleck am Oberschenkel bekommen, das 2. Mal hat schon besser funktioniert. Bei der Höhlentour waren wir zu fünft + 1 Guide, jeder bekam eine Kerze und wir begannen den ca. einstündigen Rundgang. Das Wasser war stellenweise so hoch, dass wir durch die Höhle schwammen. Einmal konnte ich bei einem kleinen Wasserfall raufklettern, 3 m ins dunkle Wasser springen und eine Wasserfallrutsche runterrutschen, die Tour hat echt Spaß gemacht! Am Abend habe ich noch ein neues Spiel gelernt: Splendor (aber es hat mich nicht sehr überzeugt)
Montag spazierte ich gemeinsam mit 3 Deutschen und einem Norweger wieder zu Semuc Champey, das schlechte Wetter war endlich vorbei. Wir wanderten zum zweiten Aussichtspunkt und genossen anschließend die erfrischenden Pools. Der Fluss fließt unter den Pools durch eine Höhle und kommt nach 300 m wieder heraus. Um zurück zum Hostel zu kommen wählten wir die bequeme Variante mittels Tubing - 3 km flussabwärts in einem Reifen. Am Anfang war es recht entspannt, doch bevor wir zu den Stromschnellen kamen, mussten wir noch schnell das Bier austrinken, dann wurde es ein bisschen wilder. Auch meine 3. Nacht in der Hängematte überstand ich recht gut, danach gehts weiter an die Karibikküste.
