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El Mirador

Veröffentlicht: 28.02.2020

So, 23.2 - Do, 27.2

Um 5 Uhr morgens wartete ich auf meinen über 3 stündigen Transport nach Carmelita. Das ist das näheste Dorf zur größten Maya-Pyramide in Mesoamerika, El Mirador bzw. La Danta. Zum Glück waren wir eine sehr kleine Gruppe nur Gerit aus Holland und ich werden die nächsten 5 Tage gemeinsam mit unserem spanischen Guide Enrique durch den Dschungel wandern. Nach dem Frühstück ging es los, es standen 19 km auf dem Programm bis zu einer kleinen Maya Stätte namens Tintal und zum 1. Camp. Der Weg war zum Glück sehr eben und schattig, Enrique legte ein gutes Tempo vor und beantwortete auf dem Weg alle meine offenen Fragen zu den Maya. Unsere Rucksäcke waren nur mit dem nötigsten für die Wanderung gefüllt, den Großteil der Last übernahmen ein paar Pferde für uns.

Im Gegensatz zu Tikal und Palenque stammt Tintal (und auch El Mirador) aus der vorklassischen Periode der Maya, Enrique erklärte uns die Unterschiede in der Architektur und auch anhand des Ballspielplatzes. In Tintal war noch nichts ausgegraben, also sahen wir im Großen und Ganzen ein paar Erdhügel und gingen auf die Pyramide Pavo rauf. Nach ca. 6 Stunden erreichten wir das Camp und konnten ein bisschen rasten, bevor wir zum Sonnenuntergang auf die 2. Pyramide La Isla raufgingen. Die Aussicht über den Dschungel war atemberaubend! Nach dem Abendessen quatschten wir noch mit den anderen Leuten im Camp und gingen früh schlafen.


Am 2. Tag ging es um 7 Uhr los, wir waren ein bisschen gemütlicher unterwegs und legten 3 Pausen auf dem Weg ein. Am Nachmittag erreichten wir die archäologische Stätte El Mirador und erkundeten bereits die Grupo La Muerta am Rande der Stadt. Nach 24 km und ca. 8 Stunden erreichten wir das 2. Camp nahe der Pyramide El Tigre. Der Abend war ähnlich dem vorigen: Sonnenuntergang von der Pyramide aus, Abendessen, noch ein bisschen quatschen und bald schlafen gehen.

Um 5.20 Uhr sind wir aufgestanden, um den Sonnenaufgang von der Pyramide El Tigre zu sehen, doch leider sind 10 Minuten davor die Wolken aufgezogen. Nach dem Frühstück haben wir einige Tempel und die Acrópolis erkundet, die Archäologen sind hier noch lange nicht fertig. Wir sind auch 12 Meter auf den Copo Baum geklettert, dabei haben mich leider ein paar Ameisen erwischt und mein linker Arm war danach stellenweise recht geschwollen. Den Nachmittag haben wir dann in den Hängematten im Camp verbracht, zum Sonnenuntergang sind wir dann zur größten Pyramide El Mirador spaziert und waren nur zu dritt oben. Die Sonnenuntergänge über dem Dschungel sind schon beeindruckend! In der Nacht habe ich bei den unzähligen Sternen auch 2 Sternschnuppen gesehen 🌠

Die letzten 2 Tage gingen wir dann wieder zurück, zuerst 24 km und am letzten Tag 19 km, in Summe sind wir sicher über 100 km in den 5 Tagen unterwegs gewesen. Am letzten Tag hat es ein bisschen geregnet, wir hatten schon echt Glück mit dem Wetter, nur nicht so mit den Sonnenaufgängen. Im Dschungel sind wir jeden Tag zwischen 5.20 und 6 Uhr aufgestanden. Meine geschwollene Hand hat sich auch wieder erholt. War eine sehr coole Tour 😊

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