Kreuze entlang der Küstenstraße
Tag #70 Donnerstag, der 09.07. Von Klek bis Vojskovo Land: Kroatien Kurz nachdem ich gestern eingeschlafen bin, oder in einem Dämmerzustand war, hat sich der Hi


Veröffentlicht: 15.07.2026
























Tag #71
Freitag, der 10.07.
Von Vojskovo bis Trogir
Land: Kroatien
Der Tag beginnt entspannt, bis ich feststelle, dass mir meine Hülle für die Hängematte fehlt.
Also Zelt und Schlafsack nochmal ausräumen, wo wo ich sie am ehesten vermute, doch vergeblich.
Da es in der vergangenen Nacht ordentlichen Wind gab, frage ich auch einmal bei den Nachbarn, ob die Hülle zu denen geweht wurde.
Sie sind zumindest sehr bemüht mir zu helfen.
Fun Fact, die Familie stammt aus einer Ecke von Tschechien, die mir durch das Brutal Assault bekannt ist.
Ich kletter auch einmal über den Abhang, da dort wohl häufig vom Winde verwehter Kram landet, wie sie mir berichten, doch ebenfalls Fehlanzeige.
Schlussendlich akzeptiere ich die Situation, bau die Hängematte ab und find die Hülle in der Tasche der Schnüre.
Es bleibt dabei, Dinge haben ihren festen Platz. Zumindest sollte es so sein und sowas passiert, wenn man davon abweicht und Sachen zwar ordentlich doch falsch verstaut.
In der Zeit hätte ich besser schwimmen gehen können.
Nach dem bedingt späten Start geht es auf nach Split.
Gestern bin ich auf dem weg zum Campingplatz von einer Route abgewichen, also folge ich erstmal stur der Straße, bin zu faul eine neue Route einzuprogrammieren.
Mach ich dann notgedrungen, bevor es auf die Autobahn geht.
Also ein kurzes Stück den Berg wieder runter, um dann entlang der Küste zu fahren.
Vor Split staut es sich und ich nutze es aus, dass ich schmal und wendig bin, irgendwie suche ich mir einen Weg dran vorbei und mitten durch, bis ich im Zentrum der Stadt lande.
Da gibt es eine Mittagspause, bevor ich noch einen Rundgang durch die wunderschöne Altstadt mache.
Mit dem Fahrrad ist es eine Herausforderung durch die schmalen Gassen und über Stufen zu kommen und so fällt die Runde kurz aus.
Was ein bisschen schade ist, da die Stadt sehr alt und schön ist.
Immerhin Teil des UNESCO Welterbes. Nachvollziehbar bei den alten Bauten der Römer.
Raus aus der Stadt ist auch wieder Stau, den ich ebenso elegant durchfahre, wie zuvor.
Istanbul hat mich da abgehärtet.
Dann geht es auf einen Weg, der noch von den Römern stammen könnte.
Als ich mich am anderen Ende auf einer archäologischen Stätte befinde, stelle ich fest, dass die Annahme richtig war.
Zurück am Meer ist es endlich so weit, ich kann schwimmen gehen und mich bei der Nachmittagshitze abkühlen. Herrlich und doch muss es weiter gehen.
Nach der Straße geht es auf einen Schotterweg und ich bin kurz irritiert, als ich hinter den Olivenbäumen ein Flugzeug sehe.
Hier kommen also die Touristen an, ich umrunde einmal das Flugfeld über grobe Steine und wünsche mich auf den glatten Asphalt, auf welchem die Flieger landen und starten.
Später stelle ich fest, dass ich auch auf der vorherigen Straße hätte bleiben können, um zum Supermarkt zu kommen.
Einkaufen ist wieder eine zwingende Notwendigkeit und voll beladen komme ich wenig später an einem Campingplatz an, wo ich mein Zelt aufbauen kann.
Nachdem das steht geht es direkt an den Strand, um nochmal eine Runde schwimmen zu gehen. Oder hin und her zu.
Da es schön ist bleibe ich noch was sitzen und will die Zeit nutzen, um den nächsten Bericht zu bearbeiten und dann zu veröffentlichen.
Blöde Idee, da meine Finger noch etwas nass sind und, nachdem der gesamte Text markiert ist, das Display durch das Wasser alles mit einem o überschreibt.
Richtig ätzend, der gesamte Bericht ist gelöscht.
Mein Fluch fiel was heftiger aus, doch lesen ja auch meine Nichten und Neffen die Texte und so belasse ich es dabei, dass ich sehr genervt bin ob meiner Dummheit.
Erstmal Abendessen kochen und den Magen füllen.
Dann sieht alles wieder ganz anders aus.
Also den Bericht neu schreiben, bis ich feststelle, dass ich ihn Jenni zuvor schon mal als grobe Fassung geschickt habe.
Hätte ich natürlich auch direkt checken können, so beginne ich damit die Teile neu zusammen zu setzen.
Wenigstens kann ich das gemütlich in der Hängematte machen, die ich zusätzlich aufgebaut hab.
Kurzzeitig beobachte ich einen Igel, der an meinen Sachen schnüffelt, bevor es Zeit ist fürs Bett.
Wieder zu spät, doch muss ich das so akzeptieren und schlafe entspannt ein.
Song des Tages:
Raised Fist - Friends and Traitors
