FoMo ist Doof
Tag #69 Mittwoch, der 08.07. Von Mostar bis Klek Land: Bosnien u Herzegowina / Kroatien Es gab ein gutes zweifaches Frühstück. Meine normale Mischung aus Haferf


Veröffentlicht: 13.07.2026























Tag #70
Donnerstag, der 09.07.
Von Klek bis Vojskovo
Land: Kroatien
Kurz nachdem ich gestern eingeschlafen bin, oder in einem Dämmerzustand war, hat sich der Himmel noch zugezogen und es hat angefangen zu regnen.
Auf dem steinigen Untergrund war ich leider etwas nachlässig und hab das Zelt nur behelfsmäßig aufgebaut.
Das musste ich dann notgedrungen noch abspannen. Mit Stirnlampe und Regenschirm bewaffnet wurden zusätzliche Spannseile an das Zelt gemacht, mit dickeren Steinen als Anker.
Hat funktioniert und die Klamotten sind weitestgehend trocken geblieben.
Der Schlafsack hat was abbekommen, doch den konnte ich heute Morgen gut in der Sonne über mein Rad hängen.
Und dann geht es entlang der Küstenstraße weiter.
Die Aussicht ist schön, zu meiner linken das Wasser mit vorgelagerten Inseln, bzw Buchten, zur anderen Seite erheben sich die Berge.
Nur der Verkehr nervt.
Viele Menschen nehmen Rücksicht, definitiv mehr als es in den vorherigen Ländern der Fall war, doch manche sind immer noch rücksichtslos und überholen knapp, andere sehr knapp.
Das macht es ein bisschen anstrengend und ich merke, dass ich die letzten Nächte zu wenig Schlaf hatte, ansonsten ist das Fahren angenehm.
Die größte Abwechslung ist dabei die Höhe des Blicks auf das Wasser.
Es ist ein beständiges auf und ab.
Mit der Zeit beginne ich damit zu raten, aus welchem Land die Autos kommen, die mich überholen.
Es gibt länderspezifische Unterschiede, die ich feststelle und zu oft liege ich richtig.
Wird abgebremst, oder gar Abstand eingehalten, ist es oftmals ein deutsches oder österreichisches Kennzeichen.
Da aus den Ländern, neben Frankreich, auch die meisten Bikepacker, von denen es hier nur noch sehr vereinzelt welche gibt, stelle ich die Vermutung an, dass es da einen Zusammenhang geben kann.
Ausnahmen bestätigen die Regel, was für alle gilt.
Wenig verwunderlich, dass es viele Kreuze am Wegesrand gibt.
Rein auf der Sachebene, zumeist sind es männliche Vornamen und es ist kein Phänomen, was sich auf den Küstenabschnitt beschränkt, auch in den vorherigen Ländern gab es schon zu viele Gedenkstätten.
Gegen Abend kommt die Abwechslung.
Zunächst kann ich in einer bekannten Supermarktkette in Makarska einkaufen gehen. Und eine Brottheke hat definitiv etwas für sich.
Dann geht es nett an der mit Touristen gefüllten Strandpromenade entlang, bis der Weg spannend wird.
Es wird immer mehr zu einem Pfad, der sich über Wurzeln und Felsen an der Küste entlang schlängelt.
Wunderschöne Strecke, um dort spazieren zu gehen.
Was ich dann notgedrungen auch tue.
Im nächsten Ort ist das überwunden und zurück auf der regulären Straße kann ich die letzte Steigung nehmen, dann geht's auf der anderen Seite schnell Richtung Campingplatz sausen, den ich mir rausgesucht hab.
Es gibt auch noch freie Plätze und als erstes werden Zelt und Hängematte aufgebaut.
Ersteres zum drin schlafen, das andere als Luxus, um mich nachher entspannt rein legen zu können.
Doch erstmal geht's die Felsentreppe runter ans Meer, ein bisschen Abkühlung muss sein.
Endlich, denn Tag Tag über war ich entweder zu hoch, oder es war bereits zu spät für ein erfrischendes Bad.
Danach duschen und ab ins Restaurant auf dem Campingplatz, Pizza sagt mir heute mehr zu, als selber zu kochen.
Dabei ist es unvermeidbar dem Gespräch am Nachbartisch zu lauschen.
Es geht unter anderem darum, das es mit dem Fahrrad unmöglich sei hier zu fahren.
Da lächel ich in mich hinein und denk mir meinen Teil dazu, doch bin ich zu müde, um sie vom Gegenteil zu überzeugen.
Danach ist noch ein kurzes Telefonat mit der Arbeit wegen des Dienstplans im August notwendig. Anschließend telefoniere ich gemütlich in der Hängematte liegend noch mit Jenni, bevor es dringend Zeit ist ins Zelt umzuziehen.
Song des Tages:
Zaunpfahl - Kreuze
