08:00 Uhr – Aufbruch am Hafen
Das nächste Ziel unserer Adria-Kreuzfahrt empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein: Dubrovnik. Da unser offiziell gebuchter Ausflug erst für den Abend angesetzt ist, nutzen wir die frühen Morgenstunden für eine Erkundung auf eigene Faust. Unser Schiff liegt im modernen Hafen von Gruž (oft auch Cruz genannt), dem geschäftigen maritimen Herz der Stadt.
Schon beim Verlassen des Schiffes fällt der Blick auf die beeindruckende Franjo-Tuđman-Brücke. Diese rund 518 Meter lange Schrägseilbrücke ist ein architektonisches Meisterwerk. Sie überspannt die Bucht von Rijeka Dubrovačka und verbindet den Hafen sowie die Halbinsel Lapad direkt mit der malerischen Küstenstraße (Adriatische Magistrale) auf dem Festland. Von der Straße aus wirkt die elegante Konstruktion fast noch monumentaler als vom Schiffsdeck.
Vorbei an Yachten zum Heilig-Kreuz-Kloster
Wir spazieren gemütlich entlang der Uferpromenade. Zu unserer Rechten schaukeln elegante Yachten und Fischerboote sanft im tiefblauen Wasser. Nach etwa 20 Minuten erreichen wir das Dominikanerkloster zum Heiligen Kreuz (Samostan sv. Križa). Die historische Klosterkirche aus dem 16. Jahrhundert strahlt eine tiefe Ruhe aus. Direkt davor steht die markante Skulptur von Papst Johannes Paul II. – ein Denkmal, das die Stadt Dubrovnik ihm zu Ehren errichtete, um an seinen historischen Besuch und die feierliche Heiligensprechung im Juni 2003 zu erinnern.
Enttäuschung auf dem Marktplatz
Nur wenige Schritte weiter führt uns der Weg zur Markthalle von Gruž (Tržnica Gruž). Hier hatten wir uns eigentlich auf ein buntes, wuseliges Treiben, den Duft von frischen Feigen, Olivenöl und mediterranen Kräutern gefreut. Doch trotz der frühen Stunde sind viele Stände noch verwaist. Vielleicht liegt es am Wochentag – ein lebhafteres Markttreiben findet hier meist an den Wochenenden statt, wenn die Bauern aus dem fruchtbaren Konavle-Tal ihre Waren frisch in die Stadt bringen.
Ein bewegender Rückweg
Wir machen uns langsam wieder auf den Rückweg in Richtung Schiff. Kurz vor dem Hafeneingang passieren wir einen großen, modernen Supermarkt – ideal, um noch ein paar lokale Kleinigkeiten zu besorgen. Direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite halten wir inne: Hier befindet sich das Denkmal für die im Heimatkrieg getöteten Kinder. Ein zutiefst berührender Ort. Das Mahnmal erinnert an die jüngsten Opfer der Belagerung von Dubrovnik zu Beginn der 1990er-Jahre und mahnt stumm zum Frieden.
Fazit des Morgens
Nach insgesamt knapp 3 Kilometern sind wir zurück am Schiff. Diese flache, entspannte Runde ist der ideale Einstieg für Dubrovnik. Sie eignet sich perfekt für alle Kreuzfahrer, die – genau wie wir – erst am Nachmittag oder Abend ihr großes Ausflugsprogramm starten und die Wartezeit sinnvoll und abseits der großen Touristenmassen nutzen möchten.
Ausblick: Abendlicher Ausflug nach Dubrovnik – Hausberg und Altstadt
Nach unserem entspannten Spaziergang am Morgen blicken wir voller Vorfreude auf das Highlight des Tages: unseren geführten Abendausflug. Sobald die Mittagshitze verflogen ist, zieht es uns hinauf auf den Berg Srđ, den 415 Meter hohen Hausberg von Dubrovnik. Von dort oben bietet sich uns ein atemberaubender Panorama-Weitblick auf die Adria und die weltberühmte, rot gedeckte Altstadt, die im warmen Licht der tiefstehenden Abendsonne golden glänzt.
Anschließend tauchen wir direkt in das historische Herz der Stadt ein. Wenn die Tagesausflügler die Stadt verlassen, entfaltet die Altstadt ihren ganz besonderen, fast magischen Charme. Wir werden über die glattpolierten Kalksteinplatten des Stradun flanieren, vorbei an prächtigen Palästen und jahrhundertealten Mauern, die am Abend stimmungsvoll beleuchtet sind – ein perfekter Abschluss für unseren Tag in der „Perle der Adria“.