Rhodos
Rhodos – ein Spaziergang durch die mittelalterliche Altstadt Kreuzfahrt Mein Schiff 5 – 29. September 2026 Heute heißt unser Ziel Rhodos. Nach dem Frühs


Veröffentlicht: 29.09.2026
Kreuzfahrt Mein Schiff 5 – 27. September 2026
Um 08:40 Uhr machten wir uns vom Hafen auf den Weg zu unserem ersten Ziel – den Katakomben von Kom el Shoqafa. Mit einem Taxi hatten wir vorher einen Preis von 5 € pro Person ausgehandelt. Ursprünglich wollte der Fahrer tatsächlich 10 € pro Person haben. Wir merkten schnell: In Alexandria gehört das Handeln einfach dazu.
Die Katakomben von Kom el Shoqafa gehören zu den bedeutendsten antiken Grabstätten Alexandrias. Unter der Erde erwartete uns eine faszinierende Mischung aus ägyptischen, griechischen und römischen Einflüssen. Für den Eintritt zahlten wir 200 ägyptische Pfund pro Person, umgerechnet 3,40€
Anschließend gingen wir zu Fuß weiter zur Pompeiussäule, die wir gegen 09:50 Uhr erreichten. Auf dem Weg durch die Straßen begegneten uns immer wieder freundliche Ägypter, die uns den richtigen Weg zum Eingang zeigten. Gleichzeitig machten sie uns auf bestimmte kleine Gassen aufmerksam und hielten uns eher davon ab, dort weiterzugehen. Wir fühlten uns dadurch ein wenig begleitet – und waren natürlich froh, den richtigen Weg gefunden zu haben.
Die Pompeiussäule selbst ist ein beeindruckendes Relikt aus der römischen Zeit und eines der bekanntesten Wahrzeichen Alexandrias. Auch hier kostete der Eintritt 200 ägyptische Pfund.
Schon an den Katakomben hatte uns ein Taxifahrer angesprochen und offenbar beschlossen, auf uns zu warten. Als wir bei der Pompeiussäule wieder herauskamen, stand er tatsächlich noch da. Für die weitere Fahrt durch Alexandria vereinbarten wir 15 € pro Stunde – statt der zunächst verlangten 20 €.
So ging es um 10:10 Uhr weiter zum Römischen Theater von Kom El Dikka. Die gut erhaltenen Überreste vermitteln einen schönen Eindruck davon, wie lebendig das antike Alexandria einst gewesen sein muss. Der Eintritt kostete wiederum 200 ägyptische Pfund.
Danach fuhren wir zum Griechisch-Römischen Museum, das wir gegen 10:40 Uhr erreichten. Anschließend ging es weiter zur Bibliothek von Alexandria, einem der modernen Wahrzeichen der Stadt. Gegen 11:15 Uhr waren wir schließlich an der Qaitbay-Zitadelle am Mittelmeer. Die Festung wurde im 15. Jahrhundert errichtet und steht an einem Ort, an dem einst der berühmte Leuchtturm von Alexandria gestanden haben soll. Auch hier betrug der Eintritt 200 ägyptische Pfund.
Unser letzter Stopp war gegen 11:50 Uhr die beeindruckende Abu-l-Abbas-al-Mursi-Moschee. Danach machten wir uns mit unserem Taxifahrer wieder auf den Weg zurück zum Schiff.
Und nun wurde es noch einmal spannend … 😄
Während der Rückfahrt fuhr der Fahrer plötzlich immer wieder um irgendwelche Häuserblocks herum. Ich hatte inzwischen vorsichtshalber Google Maps laufen und bemerkte, dass wir keineswegs direkt zum Hafen fuhren. Dann verlangte er plötzlich viel mehr Geld. Aus den vereinbarten 15 € pro Stunde waren auf einmal 50 € pro Stunde geworden.
Seine Erklärung: Wir hätten uns verhört – er habe schließlich „fifty“ und nicht „fifteen“ gesagt. 🤔
Wir blieben bei unserer Vereinbarung und wollten für die etwa 2½ Stunden Fahrt einschließlich der Getränke insgesamt 50 € bezahlen. Damit war er überhaupt nicht einverstanden. Es folgte eine ziemlich emotionale Geschichte über seine vier Monate alten Zwillinge, seine Frau und sogar eine Dose Cola, die angeblich 10 € gekostet hatte.
Irgendwann hatten wir genug. Wir baten ihn sehr deutlich anzuhalten – und als wir noch energischer wurden, tat er das tatsächlich. Wir legten die vereinbarten 50 € in die Mittelkonsole und stiegen aus.
Seine letzte Frage war dann tatsächlich: „Und wie kommen Sie jetzt zum Hafen?“ 😄
Unsere Antwort war einfach: Google Maps!
Und tatsächlich zeigte uns Google Maps den Weg zum Hafeneingang – gerade einmal etwa 400 Meter entfernt. Wir kamen also problemlos zurück zur Mein Schiff 5 und waren gegen 12:30 Uhr wieder an Bord.
Später unterhielten wir uns auf dem Schiff noch mit anderen Gästen über unser Erlebnis. Dabei stellte sich heraus, dass unsere 50 € für die Fahrt tatsächlich ungefähr dem üblichen Preis entsprachen.
Unser Fazit: Alexandria war faszinierend, die antiken Sehenswürdigkeiten beeindruckend – und das Handeln mit den Taxifahrern gehört offenbar ganz selbstverständlich zum Erlebnis dazu. Man kann es ja einmal versuchen … und ich glaube, so mancher Tourist bezahlt am Ende aus Unsicherheit oder Angst einfach mehr.
Wir jedenfalls waren froh, Google Maps dabei gehabt zu haben. 😃
