Tag 83: Rainbows keep falling on my (bold) head
20.09.2016 Da sind wir doch gerade erst eine relativ lange Strecke nach Napier gefahren und doch müssen wir, keine vierundzwanzig Stunden später, schon weitergondeln. Und...

Veröffentlicht: 28.09.2016
21.09.2016
Und täglich grüßt das Murmeltier. Wieder einmal regnet es. Und heute auch noch so sehr, dass wir wirklich nicht wissen, was wir noch unternehmen sollen. Wir sitzen daher sehr viel in unserem Glashaus, welches zusätzlich auch noch vier Räder besitzt.
Eigentlich sind wir an den Lake Taupo gefahren, weil es in der Umgebung etliche Möglichkeiten zum Wandern gibt und wir einen Tageshike durch eine Vulkanlandschaft machen wollten. Nun sind die Bedingungen allerdings so bescheiden, dass dieser Weg sogar gesperrt wurde. Ganz abgesehen davon, dass wir unsere Daunenjacken (das Einzige, was wir an jackenähnlichem Kleidungsutensil mitgenommen haben) nicht zerstören wollen, besteht also nicht einmal die Möglichkeit, unseren Plänen nachzugehen. Kurz überlegen wir zwar, uns ab 84ten Tag unserer Reise, nach überstandenem, asiatischem Monsun nun auf der Zielgeraden doch eine Regenjacke zu kaufen, entschließen uns aber dagegen. Stattdessen versuchen wir einmal mehr, den Tag irgendwie hinüberzubiegen. Irgendwie finde ich es mehr als entsetzlich, dies so formulieren zu müssen, doch sind wir von der Nordküste Neuseelands bis jetzt leider fast nur enttäuscht worden. Andererseits bestätigt sich auch unser Glück auf der Südinsel, da diese, gesegnet durch ihre wundervolle Landschaft, für uns bei ausschließlich gutem Wetter mehr als nur ihre Zuckerseite offenbarte.
Die Stunden vergehen heute dementsprechend eher langsam, doch können wir so wenigstens dem bevorstehenden Stress, der uns zu Hause erwartet, ein wenig vorbeugen. Daher schreibe ich weiter an meiner Uniarbeit während Gudi fleißig Bewerbungen abschickt. Wenn wir also Glück haben, kämen wir zurück und ich könnte ins neue Semester starten, ohne Altlasten mit mir zu schleppen während Gudi sich auf ihren ersten Arbeitstag einstellen würde. Um die Illusion abzurunden suchen wir auch schon fleißig nach einer Wohnung, was durch das World Wide Web zwar erleichtert, aber sicher nicht vollkommen unkompliziert, wird.
Als Resümee dieses Tages sollte ich wohl zusammenfassen, dass es, gerade zum Ende dieses Trips, kein Fehler sein wird, auch die eine oder andere Stunde seriösen Dingen zu widmen. Die Minikrise, auf die ich mein Hirn jetzt schon vorbereite, wird sich zu Hause aber wohl trotzdem einstellen. Insofern freue und fürchte ich mich wohl gleichermaßen auf die ersten Aufgaben nach diesem kurzen Lebensabschnitt, wobei ich denke, dass die Energie und Motivation, liegengebliebenes und anstehendes in der Heimat anzupacken, langsam aber doch wächst.
Gudis glorreiche Gesetze:
Die letzten Tage bin ich schreibtechnisch ein wenig eingerostet. Sei es aufgrund dem bevorstehenden Ende dieser Erfahrung, sei es, weil sich schön langsam eine gewisse Monotonie einschleicht. Gerade bei dieser Rubrik musste ich mir in den vergangenen Artikeln schon eher etwas aus der „Nase ziehen“, was meinen Anspruch, den Inhalt dieses Blogs unterhaltsam und authentisch zu gestalten, nicht unbedingt erfüllt. So habe ich beschlossen, Gudis glorreiche Gesetze nur noch dann zu erwähnen, wenn mir wirklich etwas Passendes einfällt. Ich sehe dies, gerade weil diese Rubrik auch nicht von Anfang an dabei war, als gewisse Abrundung des gesamten Blogs.