Tag 2 in Osaka
Tag 2 begann für mich um 6Uhr recht früh. Ich bin top fit und ausgeschlafen aufgewacht. Ramona hingegen hat ganze 15 Stunden durchgeschlafen und ist erst um 11Uhr erwacht und...


Veröffentlicht: 06.06.2025
Konichiwa liebe Reise-Fans,
Heute Morgen sind wir um 9 Uhr aufgewacht und hatten einfach null, also so gar keinen, Jetlag! Ich bin echt begeistert! 😃 Scheinbar ist 36 Stunden am Stück wach sein mit anschließendem 10–15-stündigem Schlaf die Lösung. Wer braucht schon Schlafrhythmus, wenn man Hardcore-Reset machen kann?
Auf jeden Fall haben wir uns heute auf den Weg nach Nara gemacht. Erstmal natürlich beim Bäcker ein Frühstück besorgt (und nein – diesmal wirklich nichts gekauft, was aussieht wie Schokolade 😅).
Nara ist ca. 50 Zugminuten von Osaka entfernt und nicht nur bekannt für seine Tempel, sondern auch für die dort ziemlich weit verbreiteten Sika-Hirsche. Hab Nara und die Hirsche gerade mal gegoogelt – und als Erstes irgendwas von „gefährlich“ gelesen, weil wohl jährlich über 100 Menschen von den Hirschen verletzt werden. Also Ramona und mich haben sie nur hier und da mal in den Hintern geknabbert, weil sie Futter wollten – also alles entspannt 😅 Zu futtern bekommen die Hirsche „Shika Senbei“ – oblatenähnliche Reiscracker, die man an vielen Ecken für 200 Yen bekommt. Die Hirsche feiern die Dinger komplett – und nein, ich hab keinen probiert (Ramona vielleicht heimlich 🤷).
Achja, die Hirsche haben es sich angeeignet sich vor dem Menschen zu verbeugen. Kein Scherz, die haben sich das von den Japaner abgeschaut und erhoffen sich damit was zu futtern.
Wie auch immer – der Nara-Park ist riesig, und danke an Carmen für die Empfehlungen! Das hat uns echt enorm viel Zeit und Schritte gespart.
Nach den Hirschen haben wir uns die Tempel angeschaut. Und das war richtig beeindruckend – allen voran der Tōdai-ji: Das ist nicht nur das größte rein aus Holz gebaute Gebäude der Welt, sondern auch ein UNESCO-Weltkulturerbe. Vor allem, wenn man bedenkt, dass bei dem Tempel weder Leim noch Nägel verwendet wurden – die Holzelemente sind einfach gesteckt und verzahnt (Tsugite & Shiguchi). Ein ziemliches Wunderwerk!
Nach den vielen Schritten kam dann so langsam der Hunger – Ramona wurde schon richtig ungemütlich 😅. Also nichts wie hin zum Mochi-Stand, wo noch echtes Handwerk gelebt wird: Der Mochi-Reisteig (Mochigome) wird dort per Hand geschlagen, verarbeitet und direkt gedämpft. Nach der Zubereitung gehen die Dinger direkt in den Verkauf – und man bekommt sie noch warm auf die Hand. Ein ziemlicher Genuss!
Nach all den Hirschen, Tempeln und Mochi hatten wir Nara quasi durchgespielt und machten uns wieder auf den Weg zurück nach Osaka – also, auf direktem Weg zum nächsten Essen 😄 Der Plan: ein Tonkatsu-Sandwich (auf den Spuren von Deliziös II). Für alle, die’s nicht kennen: Tonkatsu steht für paniertes Schweineschnitzel, und so ein Sandwich enthält ein ziemlich dickes Stück vom Schweinerücken (Rōsu – für die eher sparsamen unter uns) oder vom Schweinefilet (Hire – für die „sich mal was Gönnen“-Fraktion). Unser Cut war vom Schweinerücken, und ich fand’s richtig geil. Ramona auch – nur das Fett am Rand hat ihr nicht so zugesagt. Sie würde sich beim nächsten Mal wohl eher für Filet entscheiden.
Nach dem Essen sind wir shoppen gegangen und danach auch wieder zurück ins Hotel. Wiedermal fast nen Halbmarathon hingelegt, aber vermutlich trotzdem eher zu- als abgenommen 😃
Morgen gehts nach Kobe und wir freuen uns jetzt schon aufs Essen - in diesem Sinne, gut Nacht!
