Wanderung in SaPa zum Cát-Cát-Village und den Wasserfällen
Ich hatte mir für meinen zweiten vollen Tag in SaPa wieder eine Route über Komoot rausgesucht, auch wenn die Erfahrungen des Vortags zum Routenverlauf ja eher kompliziert waren,...


Veröffentlicht: 18.03.2025


















































Gestern ging es dann ganztags auf Reisen. Ich startete am Vormittag in SaPa und von da aus sechs Stunden mit dem Schlafbus nach Hanoi zum Flughafen. Natürlich hatte der Bus bei Abfahrt wieder 45 Minuten Verspätung. Und während der Fahrt gab es auch einige ausführlichere Pausen, sodass ich mit 75 Minuten Verspätung am Flughafen ankam. So schmolz meine Check-in sowie Ausreisezeit und Zeit für die Sicherheitskontrollen von 2,5 Stunden auf 75 Minuten hin. Aber trotz Schlange ging alles recht fix und der Flieger hob auch pünktlich mit mir an Bord ab. Während des Fluges füllte ich das Visa-Formular aus und bei Ankunft in Loas am kleinen Flughafen in Luang Prabang ging dann auch alles komplikationsfrei und verhältnismäßig fix, erst wurde das Visa genehmigt und dann unmittelbar danach auch die Einreise; alles ohne Probleme und dieses Mal auch ohne irgendwelche Bestechungen. Am Flughafen habe ich auch schnell die obligatorischen Dinge im neuen Land erledigt, nämlich eine lokale Sim-Karte geholt und mich mit der einheimischen Währung - dem Laotischen Kip - versorgt und schon konnte meine neue laotische Taxi-App zum Einsatz kommen. Das klappte auch gleich prima und 25 Minuten später war ich schon in meiner Unterkunft für die nächsten fünf Nächte angekommen; ein gemütliches kleines Zimmer mit direktem Seitenblick auf den Mekong. Mein Herbergsvater machte mir noch ein Angebot, wie ich noch 10 US-Dollar gegenüber meiner Buchung sparen könnte, was ich nicht ablehnen konnte ;-) ... Jetzt war es dann schon fast 23.00 Uhr und nach einem Erfrischungsgetränk und etwas Planen für den nächsten Tag gings ab in die Koje, da ich mich zu einem nächtlichen Spaziergang heute nicht mehr aufraffen konnte...
Dafür war ich dann heute früh schon beizeiten fit und nach dem Frühstück auf der Terrasse in meiner Unterkunft gings auf Tour. Luang Prabang war die Hauptstadt des historischen Königreichs Lan Xang und des französischen Protektorats Laos. Bis zur Abschaffung der Monarchie in Laos 1975 war es Königsstadt. Heute ist die Stadt von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Die kleine Stadt beherbergt über 30 unterschiedliche Tempelanlagen. Und da wollte und will ich doch wieder einige besichtigen. So schlenderte ich früh 20 Minuten am Mekongufer entlang zunächst zum bekanntesten Tempel, dem Wat Xieng Thong; wieder einmal sehr beeindruckend mit seinen reichen Verzierungen. Dann schlängelte ich mich die Straßen und Wege noch durch einige weitere Tempelanlagen und Mönchschulen, deren Namen auch ziemliche Zungenbrecher sind... Dann wollte ich noch zur berühmten Bambusbrücke gehen, wo man zu Fuß über den Fluß - Nam Khan - zur anderen Stadtseite gelangen kann. Allerdings gibt es die aktuell nicht. Die Bambusbrücke wird saisonal in der Trockenzeit aufgebaut und in der Regenzeit wird sie wieder abgebaut, damit sie nicht bei Fluten zerstört wird. Ich wusste nicht, dass der Zeitpunkt schon ran ist. Naja, so ging ich dann weiter meine Runde. Es waren ca. 33 Grad und eine enorme Luftfeuchtigkeit, sodass ich mich nach den Tempelbesichtigungen erstmal gemütlich bei einem kühlen Beerlao in einer Lokalität niederließ mit Blick auf die davorliegende Kreuzung. Es war himmlisch - nicht nur das super leckere Beerlao - sondern insbesondere die Ruhe. Gegenüber Vietnam, Kambodscha und Thailand wird hier nicht ständig laut im Straßenverkehr gehupt. Überhaupt scheint mir in Laos alles etwas ruhiger zuzugehen. In dem Pub kam ich mit einem Briten und einem Franzosen ins Gespräch, die schon 8 bzw. 10 Jahre in Luang Prabang leben. Beide bestätigten mir meine Eindrücke. Ich hatte aber auch das Gefühl, dass ein Großteil der Zeit der beiden in Laos in Kneipen verbracht wurde. Aus dem einen Bier wurden dann drei und wir unterhielten uns über den Mikro- und Makrokosmus sowie die Gesamtweltlage. Das war doch ganz witzig. Bevor ich mich aber festsitzen würde, verabschiedete ich mich wieder und setzte dann nach ca. 1,5 Stunden der Verschnaufpause meine Tour noch etwas fort und kehrte zum Nachmittag wieder in meine Unterkunft ein, um etwas abzukühlen. Abendlich drehte ich dann noch eine gemütliche Runde, aß am Mekong und schlenderte noch etwas über den Nachtmarkt.
