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Auf in den bergigen Norden nach SaPa

Veröffentlicht: 14.03.2025

Bus
Hanoi → Sa Pa
Vietnam
Unterkunft
Melody Hotel & Restaurant
Hotel · Sa Pa · Booking
Essen
Melody Hotel & Restaurant
$$ · Abendessen
Attraktion
Sapa Church
Sa Pa, Vietnam
Tour
Wanderung durch die Reisfelder bei Sa Pa
Wanderung · 3h
Sehenswert
örtliche Wäscherei
Sa Pa, Vietnam

Gestern startete ich dann morgens von Hanoi Richtung bergigen Norden nach SaPa. Der Abschied fiel nicht sonderlich schwer, da es regnete und ungemütlich war, was ich erst einmal eng gedrängt mit anderen Reisebegleitern in den Gängen des Busunternehmens beim Stehen und 45-minütigen Warten gezwungenermaßen beobachten konnte (der Bus hatte wieder 30 Minuten Verspätung). Bei Buchungen von Fahrten ist es stets eine Überraschungsbox, was einen erwartet. Ich hatte einen VIP-Bus mit Schlafmöglichkeit gebucht, weil der zeitlich am besten lag. Und dieses Mal war es wirklich eine sehr angenehme Art des Reisen im Liegen. In meiner Schlafkabine konnte ich die rucklige 6-stündige Fahrt ganz gut zubringen, etwas schreiben und lesen sowie die vorbeirauschenden Landschaften beobachten. Zum späten Nachmittag war ich dann vor Ort, schlenderte dann wieder etwas über einen Kilometer vom Buslandeplatz zu meiner Unterkunft und dort lag schon der Schlüssel mit einer netten handgeschriebenen Nachricht an der Rezeption, dass ich einfach so einchecken kann. Prima, das ging alles fix, sodass ich noch etwa 1,5 bis 2 Stunden bei Tageslicht hatte, etwas einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Die Stadt liegt über 1600 m hoch und ist ganz gemütlich umgeben von Bergland. Hier leben die ethnischen Minderheiten der Bergstämme Hmong, Dao und Tay, die natürlich auch die Möglichkeiten des Tourismus entdeckt haben, sodass man ständig irgendetwas lokal-typisches Handgemachtes oder auch Führungen von jüngeren und älteren Damen offeriert bekommt. Dies beginnt wirklich immer mit der Frage, woher man kommt und wie man heißt. Ich schlenderte also etwas durch die Straßen und Gassen, besuchte die katholische "Sapa Church", schaute mir das lokale Treiben an und stillte auch irgendwann in einer Lokalität meinen Hunger und Durst. Oft ziehen Nebelschwaden von den Bergen kommend durch die Stadt und die Temperaturen sind auch so, dass ich zumindest das lange Jäckchen wieder aus dem Rucksack gekramt habe. Auf dem Rückweg im Dunkeln konnte ich dann noch die vielen bunten Lichter der Stadt beäugen ...

Am nächsten Morgen wollte ich früh los. Sa Pa ist bekannt durch seine schönen Wanderlandschaften durch die bergigen Reisfelder. Ich wollte also um kurz nach 7.00 Uhr schon beim Frühstück sein, dann losschlürfen und hatte mir eine Wanderroute bei Komoot rausgesucht. Ich wurde früh allerdings nicht vom Weckerklingeln geweckt, sondern vom Regen, der an das Fenster meiner Unterkunft prasselte. Ich schaute kurz ins Regenradar. Es hatte die halbe Nacht geregnet, aber gegen 9.00 Uhr sollten sich die Regenwolken verziehen. Prima, also noch einmal Bettdecke rumgezogen und noch etwas weiter geschlafen. Um 8.15 Uhr ging ich dann aber zum Frühstück und tatsächlich löste sich währenddessen der Regen auf und es konnte auf Tour gehen... 

Ich ging also der rausgesuchten Komoot-Route folgend los. Die einheimischen Bergführerinnen versuchen ständig, ihre Touren zu verkaufen. Eine ältere Dame folgte mir und gab mir ca. eine halbe Stunde ständig Tipps, wo ich lang sollte, obwohl ich mehrfach mich zwar bedankte, aber sagte, dass ich allein laufen wolle. Irgendwann sagte ich ihr bestimmt aber freundlich, dass ich definitiv nichts kaufen werde und auch kein Geld für irgendetwas bei ihr oder für Guide-Leistungen ausgebe. Das verstand sie dann doch und nun konnte ich meiner Wege gehen. Meine rausgesuchte Komoot-Tour endete allerdings schon ziemlich zeitig an einer Stelle, wo es kein Durchkommen gab und so suchte ich mir per grober Peilung meinen eigenen Weg; irgendwie würde ich schon durchkommen. Manchmal musste ich wieder umkehren, weil es nicht weiter ging oder ich auf irgendwelchen privaten Bauernhöfen gelandet war, manchmal war es durch den nächtlichen Regen auch einfach zu schlammig und schmierig glatt und die Pfützen doch zu groß, aber irgendwie ging es immer weiter und der Weg war ja das Ziel in dieser traumhaften Gegend. Es ging hoch und runter, durch Dschungelwege, an kleinen Bächen, allerlei kleinerer und größerer Tieren mit massig Freilauf vorbei und überall umgeben von den Reisfeldern und mit Blick in die mal mehr und mal weniger vernebelten Berge... Und es blieb die ganze Zeit trocken, wenngleich ich fast mehrmals aufgrund des glatten schlammigen Untergrunds - gerade steil bergab - fast auf dem Hintern gelandet wäre, aber auch dies konnte ich immer - manchmal sehr knapp - abwenden. Meine Schuhe und einige Tupfer auf der Wanderkleidung waren aber Zeugnis des Wanderausfluges, auch wenn es nur 10,7 km waren, aber dafür einige Höhenmeter ... Zum frühen Nachmittag kam ich also dann wieder in der Stadt an, brachte nach dem Frischmachen erst einmal meine Klamotten des Wandertages und der letzten Tage in die örtliche Wäscherei, chillte etwas und schlenderte nochmals durch die Stadt. Schon 22.00 Uhr konnte ich meine Kleidung frisch duftend und sauber wieder in Empfang nehmen und nicht sehr viel später - nach noch einer abendlichen vernebelten Tour durch die Stadt - gings auch aufs Hotelzimmer in die Schräglage ...

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
2 Tage
Wetter
Regenzeit
Begleitung
Mit Freunden
AbenteuerlichKulturellAbseits der Pfade
  • VIP-Schlafbus von Hanoi nach Sa Pa
  • Besuch der Sapa Church
  • Wanderung durch Reisfelder und Berglandschaften
  • Nebel, Regen und Bergpanorama
  • Wäsche in der örtlichen Wäscherei abgeholt
lange JackeWanderkleidungSchuheKomoot-Route
StadtNaturTransitEssenKultur
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