Moor and more
Eine Wanderung 12'000 Jahre zurück

Veröffentlicht: 01.10.2025
Der gestrige Abend war mit Kartenstudium, Routenplanung und Wetterprognosenstudium ausgefüllt und endete ergebnislos im warmen Kuschelbett. In Erwartung einer Eingebung begab ich mich ins Land der Träume. Geträjumt ha ich ziemlich wild, aber eine Eingebung kam dabei nicht. Aber was soll's, nicht umsonst besteht mein Leben aus Problemerfassungen und Lagebeurteilungen. Und so verwarf ich all die kühnen, aber stressigen, hochfahrenden Pläne.
Ich halte es mit Goethe:
Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen.
Denn das Glück ist immer da.
(Goethe, "Erinnerung")
Wir waren vor Jahren schon im Jura, dies- und jenseits der Grenze, ursprüngliche, nette Menschen, tolle Landschaften, Natur pur - Entspannung. Dafür sind ja Ferien da. Also bleibe ich wohl in der Gegend des Jura und geniesse das spontane Leben im Grenzraum.
Also fahre ich via La-Chaux-de-Fonds und Le Locle nach Les Brenet. Im Sommer total überlaufen, ist es jetzt sehr ruhig hier. Auf dem Camping finde ich einen guten Platz. Ein herzensguter, fröhlicher Angestellter informiert mich über alles Wissenswerte, gibt mir den lokalen Ghüdersack und lobt mein Französisch. Nachher ist noch Zeit, im lokalen Laden die Vorräte zu ergänzen. Auch dort empfängt man mich sehr nett und freut ganz liebenswert an meinem Französisch-Gestammel.
Es bleibt Zeit für eine erste Erkundungstour mit dem Bike. Die führt mich gleich über die Grenze nach Villers-le-Lac. Dort besuche ich den Boulanger und kaufe mir ein rechtes Stück Flan zum abendlichen Dessert. Auf dem Rückweg mache ich noch einen Abstecher in die wilden Wälder der Umgebung.
Morgen geht es auf eine schöne Biketour nach Le Locle und zurück. Mal schauen, ob es hier eine oder zwei Nächte werden.
