Cairns bis Brisbane - man ist das hübsch!
Hallo liebe Familie und Freunde, zum Ende des letzten Blogs hatte ich schon geschrieben, dass ich aus Brisbane weiter gen Norden nach Cairns geflogen bin. Auf dem Flug konnte...


Veröffentlicht: 19.04.2020


































Liebe Familie, liebe Freunde,
kaum zu glauben, aber mittlerweile bin ich schon seit einem Monat wieder in Deutschland. Wenn ich zurück denke wie ich am 16.03. noch Golf in Perth gespielt habe, leben wir heute in einer komplett anderen Welt und wer weiß, in was für einer Welt wir in einem Monat leben. Ich hoffe ihr seid alle gesund und kommt gut durch diese Krise!
Meinen letzten Blog habe ich damit beendet, dass ich noch ein paar Tage in Brisbane hatte, bevor es weiter nach Perth ging. In Brisbane selbst habe ich kaum noch etwas unternommen, da ich die Stadt mittlerweile schon sehr gut kannte und ich auch viel damit beschäftigt war, die täglich neuen Corona-Nachrichten und Flugstreichungen zu überblicken. Kurz gesagt, die letzten zwei Wochen habe ich mehrfach täglich kontrolliert, welche Flüge Emirates streicht und was sonst so in der Welt passiert.
Trotzdem hat Brisbane auch schöne Ecken, wie zum Beispiel das Casino. Außerdem war ich noch ein letztes Mal bei einem Fußballspiel im Stadion, was vermutlich auch für einige Zeit das Letzte gewesen sein wird.
Dann ging es eine Woche später nachts mit dem Flugzeug nach Perth. Nach 6-stündigem Flug über die gesamte Breite Australiens, bin ich dort um 24 Uhr angekommen und nach kurzem Anruf im Hotel von dem Shuttle abgeholt worden. Ja, richtig gehört: Hotel! Das erste Mal seit circa 1,5 Monaten hatte ich ein Zimmer für mich alleine💪.
Von dem Hotel aus bin ich am nächsten Morgen mit Bus und Bahn nach Fremantle gefahren, das ist ein kleiner Vorort von Perth und mittlerweile recht bekannt, da dort viele der Kreuzfahrtschiffe in den letzten Wochen ihre Passagiere evakuieren mussten. In diesem Ort war das Thema Corona noch überhaupt nicht vorhanden und es herrschte dort eine heile, gesunde Welt. Dort habe ich in einem Hostel geschlafen, das in ein stillgelegtes, historisches Gefängnis gebaut wurde.
Fremantle hat neben dem Gefängnis aber auch noch eine hübsche Einkaufsstraße mit vielen Restaurants zu bieten. Hier habe ich zwei schöne Tage verbracht, bevor es wieder Richtung Perth ging.
Als ich dann morgens Fremantle verlassen habe und es mit der Bahn wieder Richtung Perth ging, lag die Queen Mary 2 im Hafen, die ich gut zweieinhalb Wochen vorher schon in Airlie Beach an der Ostküste gesehen hatte.
In Perth angekommen habe ich mir dann erneut eine Nacht im Hotel gegönnt und mir die Stadt angesehen. Perth ist die größte Stadt an der Westküste und nett anzusehen, auch wenn sie optisch nicht mit Sydney oder Melbourne mithalten kann. In Perth gab es dann in den Supermärkten kein Toilettenpapier mehr und auch im Hotel gab es an jeder Ecke Corona-Hinweise und Desinfektionsmittel.
Am Flughafen angekommen war ich nach dem Check-In schon vorsichtig optimistisch, dass ich zumindest nach Dubai kommen werde. Auf dem Flug dorthin saß ich neben zwei Briten, die gerade von der Queen Mary 2 evakuiert wurden, da das Schiff keinen Hafen mehr anfahren durfte. In Dubai angekommen, kam gleich auf meinem Handy die Mitteilung, dass Frankreich ab Mittag des nächsten Tages den Luftraum sperren wollte. Das wäre circa eine Stunde vor meiner Landung gewesen. Trotzdem lief das Boarding nach Plan und ich bin 6,5 Stunden später in Hamburg gelandet und von der Familie in Empfang genommen worden.