4. Kapitel: Sydney, Silvester und Familienzeit
Liebe Familie, liebe Freunde, vorab ein frohes neues Jahr an euch Alle! Bevor ich zu dem eigentlichen Blog komme, muss ich endlich mal einen hübschen Tannenbaum nachmelden,...


Veröffentlicht: 28.01.2020
























































































Noosa hat scheinbar auch ungewöhnliche Tiere zu bieten, so haben wir am Hotelpool zwei Tannenzapfeneidechsen gesehen und wieder eine riesige Spinne in der Nähe des Hotels.
Nach fünf Tagen ging es dann weiter nach Tin Can Bay. Das ist ein wirklich kleiner Ort, der für seine allmorgendliche Delfinfütterung bekannt ist. Mehr gibt es da auch wirklich nicht, wenn man den schönen kleinen Hafen vielleicht noch dazu zählt und ein Restaurant, das sehr lecker war, aber eher einer Kantine glich... Dort haben wir drei Nächte in einem Hotel mit tollem Blick auf den Hafen verbracht und, nachdem es mir besser ging, einen Ausflug nach Fraser Island gemacht.
Fraser Island ist eine der bekanntesten Inseln an der Ostküste Australiens. Wir haben dafür einen geführten Tagesausflug gebucht und als unser Reisebus ankam und eher einem Panzer glich, hatten wir trotzdem noch nicht gedacht, dass die Fahrt so wackelig wird. Zuerst ging es über einen Strand zu einer Fähre, die uns zur Insel brachte. Danach folgten viele Kilometer Fahrt über den Strand, der sowohl Highway als auch Landebahn ist. Der erste Stop war der Eli Creek, ein kleiner Flusslauf, den man hochgehen kann und der genug Strömung hat, um sich Richtung Meer treiben zu lassen. Leider hatten wir nur sehr wenig Zeit dort, sodass wir uns den zwar in Ruhe angucken konnten, aber das Schwimmen auf später verschieben mussten.
Nach einem kurzen Halt an einem sehr touristischen Schiffswrack, ging es weiter Richtung Lake McKenzie, dem wohl spektakulärsten Ort der Insel! Der Weg führte mit dem Bus durch einen Wald auf einer Strecke, die mehr Wellen und Löcher hat, als man es sich vorstellen kann. Da wir glücklicherweise auch noch in der letzten Reihe saßen, hielt es uns nur selten auf dem Sitz. 😂
Danach ging es weiter (leider ohne Klimaanlage, weil die auf einmal nicht mehr ging) über löchrige Pisten zu einem kleinen Wanderweg im Regenwald, wo wir dann die erste Schlange des Urlaubs aus sicherem Abstand gesehen haben. Ich, als anerkannter Schlangenhasser, hoffe, dass das die letzte Schlange war, die ich in Down Under sehe...
Danach ging es, zur Abkühlung mit offener Tür, wieder Richtung Hotel. Am nächsten Morgen sind wir dann früh zur Delfinfütterung gegangen und haben die wilden Delfine, die jeden morgen wieder zur gleichen Stelle kommen um zu frühstücken, mit einem Fisch gefüttert. Das war schon ziemlich cool! Den restlichen Tag haben wir am Pool und mit Tasche packen verbracht.
Nach einem kurzweiligen Flug mit zwei Flaschen Bacardi aus dem Duty Free Shop im Gepäck, haben wir unseren Leihwagen für die fast vier Wochen abgeholt. Ein Nissan Tiida, der mehr Steinschläge im Lack hat, als vermutlich erlaubt ist. Trotzdem bringt uns der Wagen schon seit fast zwei Wochen ohne Probleme durchs Land!💪
Mit dem Auto sind wir (nur Louis und Jonas sind als Fahrer eingetragen) dann in die größte Stadt Neuseelands nach Auckland gefahren und haben die erste Nacht im Hostel verbracht. Auckland hat einen schönen Hafen und eine recht große Skyline.
Nachdem wir den Abend am Hafen verbracht haben, sind wir durch die drei Stunden Zeitverschiebung ziemlich früh und müde ins Bett gegangen und am nächsten Tag in Richtung Norden gefahren. Auckland liegt zwar schon im Norden der Nordinsel, aber danach folgen noch die Bay of Islands und Whangarei, die wir uns noch angucken wollten. So haben wir an einigen Stränden zum Baden gestoppt und bei toller Atmosphäre den Sonnenuntergang und unsere erste Nacht im Zelt verbracht, die doch kälter war als angenommen. Die Tage darauf sind wir (also Jonas und Louis) viel Auto gefahren und haben unter anderem noch einen riesigen Schwarm Glühwürmchen in einer Höhle gesehen und mehrere Wasserfälle bestaunt.
Südlich von Auckland kam dann der erste Versuch neuseeländischen, frischen Fisch zu fangen, doch er scheiterte sang- und klanglos. Doch noch haben wir das Kapitel nicht aufgegeben.
Die nächsten Tage sind wir weiter die Ostküste runtergefahren und haben unter anderem am Hot Water Beach Halt gemacht. An diesem Strandabschnitt haben wir uns bei Niedrigwasser eine Schaufel geliehen und damit Löcher gebuddelt, um in warmem bis heißem Thermalwasser zu baden. Die ersten Versuche scheiterten zwar, aber danach haben wir in einem schon warmen Loch weitergebuddelt und sind endlich auf teilweise sehr heißes Wasser gestoßen. Zur Abkühlung war das Meer dann ja direkt in der Nähe. Eine Erfahrung wert, aber auch ein ziemlicher Touri-Magnet!
Südlich von Taupo hat uns Jonas dann am Tag darauf für eine Wanderung abgesetzt. Gut, wer mich kennt weiß, dass wandern und bergsteigen nicht zwingend zu meinen Qualitäten gehören, aber ich habe dem Ganzen eine Chance gegeben und die Challenge der 19,4km des Tongariro Alpine Crossing angenommen.
Der gesamte Anstieg wird (meines Erachtens völlig untertrieben) Devils Staircase (deutsch: Treppenhaus des Teufels) genannt. Oben angekommen gab es dann erstmal Mittag und natürlich, ein Foto mit der HSV-Flagge!
Bis dahin, liebe Grüße in die Heimat!
Euer Max