Südinsel Neuseelands
Kia Ora liebe Familie und Freunde,so begrüßen sich die Maori in Neuseeland. Aufregende und erlebnisreiche Wochen in Neuseeland liegen mittlerweile hinter uns. Zum Ende des...


Veröffentlicht: 08.03.2020














































Hier musste man jeweils aussteigen, da dann eine neue Seilbahn begann. Beim zweiten Stop wurde aufgrund eines aufziehenden Gewitters meine Fahrt noch vor dem Start gestoppt und ich musste 40 Minuten neben einer Kreuzfahrtschiff-Reisegruppe warten. Durch die Verzögerung hatte ich in Kuranda, einem kleinen Dorf im Regenwald, dann nur kurz Zeit, um mich kalorienbewusst schnell mit einem Burger zu stärken, bevor es mit einer historischen Eisenbahn entlang von Wasserfällen durch den Regenwald zurück nach Cairns ging.
Nach diesem schönen Tag, wartete am Tag darauf schon das größte Highlight in Cairns auf mich: Das Great Barrier Reef. Um 8 Uhr legte der Katamaran ab und es ging bei absolut besten Wetterbedingungen aufs Meer. Am ersten Stop habe ich bevor es ins Wasser ging eine Glasbottomboat-Tour gemacht. Hierfür sind wir mit einem separaten Schiff weiter vom Katamaran weggefahren und haben an einem Riff eine große Schildkröte und sehr viele bunte Fische und Korallen gesehen. Dann ging’s wieder an Bord und ich habe meine (zum Glück mit Sehstärke versehene) Taucherbrille aufgezogen. Dazu gab es noch einen Schnorchel und natürlich den Stinger-Anzug, der einen vor den ganzen giftigen Quallen und der Sonneneinstrahlung schützt.
Am nächsten Morgen ging es dann direkt weiter in den Daintree Nationalpark, dem ältesten Regenwald der Welt. Mit einer kleinen Reisegruppe sind wir zunächst nach Port Douglas gefahren, um dort am Strand zu frühstücken und dann in den Regenwald weiterzufahren. Dort machten wir eine kurze Wanderung auf der ich auch einen Cassowary sehen konnte, ein sehr seltener großer Vogel, der nur im Daintree Nationalpark lebt. Dieser Vogel sieht aus wie ein Strauß mit einem blau-bunten Hals. Wenn man diesen in die Enge treibt, kann der auch für Menschen lebensgefährlich werden, da er sehr spitze Krallen und sehr viel Kraft in den Beinen hat.
Weiter ging es zu einem kleinen Fluss, in dem wir gebadet haben und in den man mit einem Seil wie Mogli reinschwingen konnte. Dafür musste ich nur an ein zwei größeren Spinnen vorbei auf einen Baum klettern und los geht’s. Zum Glück hatte ich aber meine Brille nicht auf, deshalb kannte ich die Spinnen nur aus den Erzählungen der Anderen... Wer mich kennt, und das tun eigentlich alle die das hier lesen, weiß, dass ich sportlich nicht immer auf ganzer Linie glänzen kann und so habe ich die ersten beiden Male erfolgreich mit dem Kopf auf der Wasseroberfläche gebremst. Das hat für Erheiterung in der Gruppe gesorgt und nachdem ich so „elegant“ als Erstes gesprungen bin und es unverletzt überlebt habe, wusste jeder, dass einem Nichts passieren kann.
Nach dem Baden ging es weiter zu einem schnellen Mittagsessen und dann zu einer Tour auf einen Fluss, um Salzwasserkrokodile zu finden. Unser an dem Tag 70(!) Jahre alt gewordener Kapitän lenkte uns im Zickzack über den Fluss und konnte uns mehrere Krokodile zeigen.
Nach einigen entspannten Tagen bei 35 Grad und sehr hoher Luftfeuchtigkeit, habe ich an einem Pub Crawl teilgenommen. Das ist ein organisierter Abend, an dem man von Bar zu Bar gefahren wird, um dort ein Gratisbier zu trinken und Barspiele zu spielen. In Australien ist Alkohol ziemlich teuer, also kommt einem so ein Abend sehr entgegen und es gab auch viele gute Angebote. Kurzum, wir hatten viel Spaß und der nächste Tag diente wieder eher der Erholung...😂
Bevor ich Cairns verlassen habe, habe ich mich für noch einen Ausflug entschieden, den mir der Bayer empfohlen hatte. An diesem Tag haben wir vier verschiedene Wasserfälle besucht, um dort zu baden. Das war wirklich cool, nicht nur weil es echt viel Spaß gemacht hat, sondern auch, weil es an dem Tag tatsächlich recht kühl war und das Wasser in den Flüssen auch eher 20 Grad hatte anstatt der sonst eher 29 Grad in den Lagunen...
Der Millaa Millaa Wasserfall war dabei am schönsten und bekannt für ein besonderes Fotomotiv. Eigentlich soll das bei Frauen und Männern mit Haaren sehr spektakulär aussehen, bei mir sieht es haarlos also ein wenig anders aus, aber trotzdem ein schöner Hintergrund...😂
Weiter ging es zu einem kurzen Stop für das Mittagessen in einer Bucht. Während wir gegessen haben, tauchten um uns herum häufig sehr, sehr große Schildkröten auf. Leider habe ich kein ordentliches Foto hinbekommen; ich kann nur sagen, dass ich anfangs dachte es wären Delfine, weil die für meine Vorstellung zu groß für Schildkröten waren...
Danach ging es zum eigentlichen Highlight der Tour, dem Whitehaven Beach. Das ist der wohl bekannteste und beliebteste Strand Australiens und diesen Titel kann ich ihm nicht absprechen. Nach einer kurzen Wanderung auf einen Aussichtspunkt sah man die ganze Bucht des Strandes und was soll ich sagen, es war umwerfend! Aber seht selbst...
In Brisbane angekommen, habe ich überlegt, was es für mich hier noch zu erleben gibt. In den 3 Monaten habe ich nun wirklich schon eine ganze Menge erlebt! Natürlich gibt es noch den Ayers Rock (Uluru), aber das ist die teuerste Sehenswürdigkeit der Welt und der reizt mich auch nicht so wirklich. Dann gibt es natürlich noch die Westküste, die nochmal eine ganz andere Natur zu bieten hat. Nach einem fast einstündigen Telefonat mit meinem Reisebüro, habe ich mich nun entschieden, zunächst am 11.03. nach Perth an die Westküste zu fliegen, dort mir noch fünf Tage lang alles anzusehen und mich dann wieder auf den Weg nach Deutschland zu machen. Wenn also alles nach Plan läuft und Emirates nicht noch auf die Idee kommt durch den Coronavirus die Flüge zu streichen, werde ich am 17.03. mittags in Hamburg landen. Das ist also schon in weniger als zwei Wochen!
Ich freue mich jetzt auf die kommenden Tage, aber dann freue ich mich auch darauf, Familie und Freunde in Hamburg wiederzusehen!Viele Grüße aus Brisbane
Euer Max