Hinflug und Arrival
Heute, am 18. Januar 2019 ist der Tag endlich gekommen: Ich verlasse Mönchengladbach, für Insider MG Action Town genannt, und ziehe für 6 Monate nach Manchester. Fun Fact:...

Veröffentlicht: 22.01.2019
Die ersten 2 Tage der sogenannten 'Orientation Week' sind schon vorbei. Der erste Eindruck vom Campus ist sehr überwältigend. Der Campus ist so groß, dass man von einem Punkt zum anderen mit dem Bus fahren muss, weil es sonst zu viel zu laufen ist, wenn man es eilig hat.
Mit dem Bus brauche ich ungefähr 10 min zur Uni, wenn nicht gerade Rush-Hour ist. Angeblich ist die Oxford Road am Morgen und Nachmittag die meist befahrene Straße Europas, was ich zum Glück noch nicht wirklich miterleben musste. Aber um 9 Uhr morgens ist schon ganz schön viel los. Es gibt zu den Hauptarbeitszeiten extra Helfer an den Bushaltestellen, die das Einsteigen der Menschen regeln. Mal davon abgesehen, dass sich sowieso jeder gesittet in einer Reihe vor dem Bus aufstellt. Man kann in Sachen Ordnung und Höflichkeit noch sehr viel von den Briten lernen. Wenn ich daran denke, dass ich in der Schule um meinen Platz im Bus wirklich kämpfen musste, ist es hier wie im Paradies. Zusätzlich bedankt sich JEDER beim Aussteigen beim Busfahrer für dessen Arbeit/Dienstleistung, was wirklich gut finde.
Mittlerweile habe ich schon sehr viele andere internationale Studenten kennengelernt. Dieses Semester sind es ungefähr 100 internationale Studenten aus der ganzen Welt. Nach meinem Empfinden sind es ca. 40% Amerikaner, 30% Franzosen, 20% Spanier und dann noch ein paar Italiener, Schweden, Australier, Kanadier und natürlich ein paar Deutsche, die ja immer überall zu finden sind. Eigentlich habe ich viel mehr Deutsche erwartet, aber anscheinend ist England kein attraktives Ziel für Studenten. Die vielen Amerikaner machen meinen ersehnten britischen Akzent leider zunichte, aber ich muss einfach hoffen, dass deren Akzent nicht so auf mich abfärbt. Alle Leute, die ich bisher kennengelernt habe sind sehr nett und offen, um neue Kulturen kennen zu lernen. Manche der Amerikanischen Studenten waren noch nie außerhalb der Staaten und haben somit kaum Wissen darüber, was sich hier im fernen Europa alles so abspielt. Vielen konnte ich Köln schon schmackhaft für einen Besuch machen, also habe ich meine Mission hier wohl erfüllt.
Zum Wetter kann man nicht wirklich Positives sagen. Es ist eine wilde Mischung aus Regen, Schnee und Wind. Den echten Himmel sieht man hier leider nicht. Ich glaube auch, die Engländer wissen gar nicht, dass der Himmel im Rest der Welt blau ist. Mein Mitbewohner sagte mir, es sei ein schöner Tag solange es nicht regnet. Manchester ist wohl die Stadt mit der höchsten Niederschlagsrate in ganz Großbritannien. Aber wozu gibt es Regenjacken.
Das Angebot für Studenten ist riesig hier. Man kann sogenannten 'Societies' beitreten. Also man kann verschiedenen Sportclubs beitreten oder sich für andere Studenten engagieren. Für jedes Problem gibt es Studentengruppen, die einem helfen können. Die Möglichkeiten sind wirklich unendlich.
In den nächsten Tagen finden noch weitere Veranstaltungen für neue Studenten statt. Ich werde also noch viele neue Dinge erleben.
