Colca Canyon
In den nächsten Tagen brachen wir Richtung Colca Canyon auf. Irgendwie assoziiert man automatisch mit dem Begriff Canyon rote Erde und tiefe senkrechte Schluchten á la Grande...


Veröffentlicht: 06.08.2017

























An Peru´s Küste gab es eine Primere. Es war einigermaßen windstill und Kai konnten sich dazu durchringen mit Silke eine Runde Speed-Badminton zu spielen. Zwar ist unsere Schlagtechnik noch nicht vollständig ausgereift, aber es war trotzdem lustig. Nachdem Match sahen wir leider wie zwei panierte Schnitzel aus und Sandkörne sind bis Dato immer noch im Maggi vorzufinden. Am nächsten Morgen machten wir uns auf Richtung Nazca. Knapp 400 Kilometer- eine entspannte Tagestour. Naja, wenn nicht diese wunderbare Umleitung „Desivo“ dazwischengekommen wäre. Unterwegs trafen wir zwei Spanier in einem alten VW-Büschen, sie berichteten uns von einem Felsrutsch auf der Panam. Die örtliche Polizei hat eine Umleitung durch die Berge eingerichtet. Diese sei 80 Kilometer lang und in einem schlechten Zustand. Naja die Angabe 80 Kilometer stimmte, aber die Umschreibung schlecht spottete dem Zustand der Straße. Dieser Feldweg war richtig übel, dagegen war die Ruta 40 ein Zuckerschlecken. Für die 80 Kilometer benötigten wir 1 ½ Tage und unsere Durchschnittsgeschwindigkeit waren phänomenale 16 km/h. Anschließend waren wir durchgeschüttelte, hatten ein zwei blauen Flecken mehr und waren ziemlich geschafft.
Aber auch Maggi hat die Holperfahrt nicht unbeschadet überstanden. Die Schweißnähte des Gepäckträgers waren alle gerissen. Naja da half nur eins, Batterie abhängen und die Schweiß-Elektroden scharf stellen. Zum damaligen Zeitpunkt waren wir bzw. Kai ziemlich gefrustet, so dass es keine Schnappschüsse von dieser Aktion gibt. Verzeiht uns. Den Frust sind wir jedoch wieder losgeworden und können jetzt über diese Schweißaktion am Strand lachen.
Mit etwas Verspätung kamen wir dann endlich in der Umgebung von Nazca an. Zunächst stand die Besichtigung eines Gräberfeldes aus der Präinkazeit auf dem Programm. Sehr beeindruckend, aber auch ein bisschen gruselig. Auf dem angelegten Rundweg lagen verstreut Knochen herum und daher entschieden wir uns für einen anderen Schlafplatz.
Am nächsten Tag machten wir Station bei den Nazca Geoglyphen und dem Bilderteppich von Palpa. Die kleinen Flugzeuge machten auf uns keinen vertrauenswürdigen Eindruck und so entschieden wir uns für die beiden Aussichtstürme. Unser Fazit: nett und interessant anzuschauen, aber wir hatten schon Besseres auf unserer Reise.
Dagegen war die Huacachina-Oase ein unverhofftes Highlight. Die Anreise war zwar eine Tortur. Zwischenzeitlich sperrte die Polizei auf Grund des hohen Verkehrsvorkommens die Zufahrt zur Oase und in der Oase herrschte auch Chaos. Dies führte zu unserem ersten Unfall. Keine Sorge nichts Wildes, wir streiften mit unserem Reifen ein wartendes Auto-angeblich 😊. Maggi machte diese Berührung nichts aus, jedoch hinterließen wir Spuren auf dem anderen Auto. Dank Touristenpolizei war die Sache jedoch schnell erledigt, wir zahlten dem Geschädigten 30 Soles (ca. 7,80 €) und nach einer Runde „Shaking Hands“ eskortierte uns die Polizei zu einem sicheren Schlafplätzchen. Am nächsten Tag erklommen wir eine Sanddüne, eine ziemlich schweißtreibende Angelegenheit.
Als kleine Entschädigung gönnten wir uns einen Stellplatz im „Eco Camp“. Traumhaft! Es gab einen Pool inklusive Pisco-Bar und am Morgen ein nettes Frühstücksbuffet.
Da man bekanntlich von Pisco nicht genug bekommen kann stand mal wieder ein Bodega Besuch an. Die Führung war nichts Weltbewegendes, dafür hatte die anschließende Verkostung Potenzial. Auch das Essen war sehr lecker, auch wenn es optisch nicht so aussieht.
