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Zuletzt in Luxor

back to life. back to reality.

Veröffentlicht: 12.02.2017

Es is vorbei.

Das Abenteuer meines (bisherigen) Lebens.

Die lange Reise, auf die ich mich Monate gefreut habe und bis aufs letzte ausgekostet und in mich aufgesaugt habe...

Die 8 Wochen gingen so schnell um.

Obwohl ich soviel erlebt und gesehen habe, und das alles locker für mehrere Jahre reichen würde, bekam ich trotzdem nur am Rande mit, wie schnell die Uhr wirklich tickt.

Heute ist also Montag, der 13. Februar.

Es is 5:15 Uhr.

Mein Flug Richtung "Nordpol" geht in etwa 4 Stunden und ich befinde mich im Mini Van auf dem Weg zum Airport.

3 Stunden habe ich geschlafen und wenn ich im Flugzeug vielleicht unverhoffter Dinge doch n Auge zu bekomme, habe ich die leise Hoffnung, dass der Jetlag vielleicht nich ganz so "ausgewachsen" sein wird wie letztes Jahr.

Denn da ich morgens fliege und in etwa 19 Stunden Gesamtreisezeit Berlin erreiche, liegt also also keine Nacht dazwischen, die mich (schlaflos wie ich bin), in Schwulitäten bringen könnte,... Es sieht also nicht allzu schlecht aus.

Ich muss Zuhause nur zeitnah schlafen gehen... Dann gibt es "nur" die "Reisedepression", die ich jetz schon leise anklopfen höre. :)

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So.

Mittlerweile zeigt die Uhr 7:10.

Ich hab mein Gepäck und mich eingecheckt, mir n Fensterplatz "besorgt", bin durch die Sicherheits-und Passport-Kontrolle und genehmige mir jezz zum vorerst letzten Mal thailändisches Essen.

Gegrilltes Käse -Schinken-Sandwich, Chips und Cola.

(ja ich weiß, dass das nicht wirklich Thai Food is, aber um es mal in Trumps Worten zu "formulieren" :

"alternativer Fakt" und so.

Ich bin in Thailand.

Es IST also thailändisches Essen.)


So. Gut jezz.

;D

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Ich versuche mal kurz die letzten beiden Tage zu durchlaufen mit euch.

Vorgestern sind wir quasi von früh bis spät unterwegs nach Bangkok gewesen.






Angesagt waren 6 Stunden mit Fähre und Bus... (Die aufmerksamen Leser unter euch können es sich sicher denken... Jap.

Es waren dann 11 am Ende !!)

Abends waren wir nur kurz draußen. Denn wir waren echt müde und Bangkok war nach dem 2 Wochen auf der Insel einfach nur anstrengend.

Es war voll.

Viel zu laut.

Trubelig.

Stickig.

Heiß und voller Smog.

Außerdem viel zu grell und hektisch.

Ich sehnte mich soooo nach Koh Chang zurück.

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Für den nächsten Tag hatten wir allerdings was aufregendes geplant.

Es klingelte uns also nach 3-4 Stunden Schlaf der Wecker aus unseren Träumen.

Als wir aus dem Bett krabbelten, waren wir nicht sicher, ob es klappen wird.

Wir hatten außerdem n bisschen verschlafen, also musste es schnell gehen mit duschen...

Um 7 kamen wir endlich los.

Wir wussten durch Tante Google ungefähr, wo es langgeht.

Der Blogeintrag, den ich dazu gelesen hatte, war allerdings schon etwas älter, somit mussten wir doch anders fahren.

Die Thais, die wir unterwegs getroffen haben, waren aber allesamt extrem hilfsbereit und so kamen wir nach einer 2stündigen Fahrt im TukTuk, Bus und Mini Van an unserem Zielort an.







Dem WAT BANG PHRA.




Das is ein Tempel im Hinterland von Bangkok. Etwa 60 Kilometer entfernt von da.

Und jetz denkt ihr sicher... Vivien steht extra früh auf, um in einen Tempel zu fahren, wo die olle nicht mal vom Angkor Wat in Kambodscha

besonders beeindruckt war!? 🤔

Tjaaa.

Also. Ich habe öfter gelesen darüber.

Von SAK YANT.

Das sind Tattoos, die seit Jahrhunderten von Mönchen tätowiert werden und den Empfänger schützen sollen.

Magische Tattoos also.

Und ich diesmal wusste ich, DAS ist es!

Lisa war auch gleich Feuer und Flamme und somit machten wir uns 1 Tag früher als geplant zurück in die Großstadt, damit ich es zeitlich vor meinem Flug noch schaffe.


Und was soll ich sagen.

Heilige Scheiße, ey.

Wir wurden echt von nem buddhistischen Mönch tätowiert!!!

WE DID IT!

Es hat geklappt.

Unbeschreiblich.

Wir sind unglaublich glücklich darüber.

Ihr müsst euch das so vorstellen:

Ihr kommt zum Tempel, sucht euch das richtige Gebäude und kauft euch für 75 Bath (ca. 2 Euro) dann Opfergaben.

Das is quasi die "Bezahlung" für den "Körperschmuck".

Unsere Opfergaben bestanden aus jeweils 1 Packung Menthol-Zigaretten, Räucherkerzen und 1 Orchidee.

Außerdem einer Geldspende von 25 Bath.

Das entspricht etwa 75 Cent.

Dann kamen wir nach kurzer Suche in einen Raum, in dem sich bereits an die 90 Leute befanden.

In der Mitte stand ein Korb, in den man dann die Gaben gelegt hat.

Dann setzt man sich auf den Boden und wartet...

Man wartet, bis man an der Reihe is.

Es is halt kein TattooStudio und es gibt keine Termine.

Man muss sehr sehr früh da sein.

Zu manchen Zeiten waren ungefähr 150 Leute mit uns im Raum und ich denke, dass nicht alle an dem Tag mehr dran kamen.

Lisa und ich waren die einzigen Ausländer und wurden natürlich ziemlich beäugt teilweise.

Am Anfang des Raum saßen 2 Mönche.

Mit traditionellen Bamboo-Stab, aber auch mit Maschine wurde jeder gestochen, der dran und willig war.

2 Männer haben demjenigen dann die Haut gestrafft und der Mönch legte los.

Nur der Mönch, der rechts  saß, hat auch Frauen tätowiert.

Wie wir erfahren haben, war es  Luang Pi Nunn.

Er is wohl ziemlich bekannt und hier auf einem Bild zu sehen.


Allerdings stammt dies aus dem Netz, denn Fotos machen war dort strengstens verboten.

Wir kamen dran. Irgendwann. Nach sehr langen 7 Stunden.

Das interessante an dem Tattoo is halt, dass nicht du es dir aussuchst.

Sondern der Mönch.

Er entscheidet auch die Stelle.

Er sieht dich an und entscheidet dann, was du in deinem Leben brauchst.

Schutz vor dem Bösen, Sicherheit in alle Richtungen, Stärke, Gesundheit... 

Das Tattoo dauerte ungefähr 5 Minuten.

Und es war sehr schmerzhaft.

Am Ende ließen mich die beiden Männer los.

Der Mönch fing an zu flüstern.

Er hauchte oder pustete aufs Tattoo.

Dann wieder kurzes Gemurmel.

Nochma kurz Hauchen.

Und somit war das Tattoo gesegnet.

Der Schutz "aktiviert".

Was wird es bei mir sein?

Und habe ich jetz ein Tattoo auf dem Hals oder auf dem Po, der Brust oder der Stirn!?

Man weiß es nicht.

Also ihr zumindest nicht. ;)

In etwa 18 Stunden bin ich allerdings wieder in Deutschland und spätestens dort werdet ihr es erfahren. ;)

DAS war jedenfalls der krönende und für mich beste Abschlss meiner aufregenden Reise durch Südostasien.

Ich bin glücklich und dankbar , das alles erlebt zu haben und freue mich auf die nächsten Abenteuer, die bestimmt folgen werden.

Jezz versuche ich erstma die 18 Stunden Flug, die ich alleine verbringe, zu überstehen und freue mich auf meine Familie und meine Homies.

Aber ich hab ja mein Kindle, Netflix-Serien, die man runtergeladen Gott sei Dank auch im Offline-Modus suchten kann und außerdem tausend Erinnerungen, auf die ich zurückgreifen kann, sollte es mir doch langweilig werden.








Mein Flug geht gleich und ich tausche jetz Hitze, Flipflops, Sonnenbrille und Shorts ganz offiziell gegen Schnee, Thermo-Leggins, dicke Socken und Schal.


Bis gleich, Leute. 🛫❄

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Antworten (2)

Jacqueline
💚endlich.. Wir freuen uns auf dich... Gute Reise

Monice
Komm gut heim 🏡 😘

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