Tag 7 REIMS 12.08.2022
So, nun der Wechsel vom reichen Luxemburg nach Frankreich. Also, um die Preise besser zu verstehen, Luxemburg war ja, bis vor einiger Zeit, so etwas wie die Schweiz für Menschen...

Veröffentlicht: 17.08.2022














Am zweiten Tag in Reims,.... ach da haben wir was vergessen! Also, als wir uns gestern in der Touristinfo mit Material eindecken wollten, gab es eine kleine Überraschung?! Champagner umsonst! Wir sind schließlich in der Champagne, dem Weinanbaugebiet, das als einziges seine Produkte (Deutschland darf halt nur mit Sekt kennzeichnen) so nennen darf. Bei der Herstellung wird es auch noch einige Besonderheiten geben, die nur so hier angewendet werden dürfen. Jedenfalls probierten wir so zwei Gläschen und kamen mit der Dame hinter dem Ausschank ins Parlieren. Sie so ein wenig deutsch (zwei Jahre in der Schule gelernt) und ich so ein wenig französisch (drei Jahre in der Schule gelernt) und dabei stellte sich heraus, dass ihr Bruder wohl der Oberwinzer ist. Er bestimmt wann die Traubensäfte abgefüllt und wie behandelt werden. Eine Flasche ist seitdem in unserem Besitz und leidet im heißen Auto. Der Champagner sollte nach Transport eine Woche kalt ruhen, damit er seinen Geschmack voll entfalten kann. Unsere Idee, ihn zum Hochzeitstag zu genießen, fällt nun ins Wasser. Aber vielleicht gibt es ja Ersatz?!
Also am zweiten Tag sind wir dann durch Reims gelaufen und haben an Hand der zwei Laufpläne (Art Deco, Historische Gebäude) die Stadt weiter erkundet. Auch hierbei spielte der Champagner eine wichtige Rolle, denn viele alte Villen und Stadtpalais' sind Vertretungen für die verschiedensten Organisationen der Champagnewinzer gewesen und sind es auch noch heute. Schon immer sehr bedeutend und entsprechend repräsentiert! Aber im Ursprung alles von den Römern, denn die machten die Stadt zum Zentrum, weil sich die sog. "Remmer" schnell und ohne Widerstand unterwarfen, Besatzung von Gallica. Asterix und Obelix lassen grüßen, hier war es nicht so! Entsprechend lassen sich hier auch noch viele Römmerreste finden. Aber auch andere kleine Überraschungen, wie ein Klavier im Hinterhofgarten einer ehemaligen Herberge. Oder modern gestaltete Brunnen, die sich in Reims über die ganze Stadt verteilen und Wasser haben!
So kommen wir im Durchschnitt auf unsere ca 11.000 Schritte jeden Tag und sind bei den Temperaturen platt. Ausruhen und ein Kaltgetränk müssen dann einfach sein. Nur für ein Bier 8.80 € ist schon sehr heftig! Keine Rotlichtbar sondern die Brasserie "Gauloise".
Damit habe ich dann wohl die Kathedralenbeleuchtung mitbezahlt. Aber in der richtigen Reihenfolge bleiben: Beim Durchstöbern der Stadt hatten wir eine Kirche gefunden, die jeweils einmal in der Woche einen Mix aus Beleuchtung und Gesang und Historie anbietet. Die Sprache war nur in französisch, aber das Flair erfasste uns schnell. Leider konnten wir dieser Darbietung nicht bis zum Ende folgen, denn am Abend wurde die Front der größten Kirche von Reims mit Laserlicht in eine Kinoleinwand verwandelt. Hier sollten die Gefühle eines französischen Königs vor seiner Ernennung und seine Gedanken dazu bildnerisch, unterstützt von der passenden Musik, dargestellt werden. Wir kennen ja einige entsprechende Ansätze von Berlin-City-Lights, aber Reims war in allen Belangen mindestens eine Nummer besser. Ihr könnt Euch bei You-Tube unter dem Suchbegriff "Regalia" (ca 15 Min.) überzeugen. Das war übrigens der erste Abend, den wir erst sehr spät beendeten.