julias-radltouren
Ich bin Julia und mache gerne Radtouren. Hier möchte ich euch von älteren und aktuellen Rad- und Wandertrips berichten.

Slowenien 5: Nationalpark Triglav

Strecke: Bled-Kranjska Gora

geradelte Kilometer: 47
Höhenmeter: 860

Mittwoch, 25.08.2021

Die heutige Etappe sollte kurz und knackig werden mit einem zu überwindenden Gipfel, wobei auch nicht ganz klar war, wo genau unsere gebuchte Unterkunft lag. Deshalb hatte ich ein bisschen Respekt davor. Aber es sollte eine wirklich wunderschöne Etappe werden!

Zunächst mal fuhren wir von Bled weg und an der Save entlang. Es ging stetig bergauf, aber nicht übermäßig steil. Trotzdem so, dass wir nicht schnell waren. Einmal durchquerten wir einen größeren Ort, einmal fuhren wir durch den Wald und kamen bei einem schönen Rastplätzchen mit Brücke über den eiskalten Gebirgsfluss heraus. Wir genehmigten uns eine Pause und ließen von der freundlichen Bedienung ein Gruppenfoto machen. Die Sonne schien, aber es war schon frisch. Uns umgaben nicht mehr die Hügel der letzten Tage, sondern die Berge der Alpen. Die Gegend veränderte sich.

Kilometermäßig kurz vor unserem heutigen Etappenziel durchfuhren wir einen richtigen Wintersport-Touristenort. Es gab Skilifte und -verleihe und alles sah sehr nach österreichischem Skigebiet aus. Obwohl es ja August war, war dort viel los in den zahlreichen Cafés und Outdoorgeschäften. Wir merkten: nun waren wir im Triglav Nationalpark angekommen. 

Bevor wir uns an den Pass machten, rasteten wir noch an einem uns unbekannten, total schön gelegenen See, den wir tatsächlich zufällig entdeckten. Er war kleiner als der Bleder See, weniger touristisch, aber uns beeindruckte er sehr.

Dann ging es den Pass hinauf. Wohlweislich hatten wir vereinbart, ca. alle halbe Stunde aufeinander zu warten, ansonsten fuhr jeder sein Tempo. Es war eine schweißtreibende Sache, die wir dank Ablenkung in Form von Musik bzw. Hörbüchern und den grandiosen Ausblicken eigentlich ziemlich genossen. An einer besonders steilen Kehre machten wir an einer Alm Rast, aber es wurde bald kalt. Und wir hatten es ja nicht mehr weit. Schon am Nachmittag erreichten wir unsere Hütte, die noch 4km und 400hm vor dem eigentlichen Gipfel war, aber das störte uns nicht. 

Nach einem ersten Erkunden der wirklich schönen Hütte machten wir uns zu einem Spaziergang in die umliegenden Berge auf, natürlich mit Bier. Es war so schön! Abends dann genossen wir das Hüttnfeeling, aßen sehr viel und sehr gut, tranken Bier und spielten allerlei Kartenspiele, was wirklich lustig war und redeten anschließend in den Betten, bis wir darüber einschliefen.

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