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Fahrt nach Chile

Veröffentlicht: 11.02.2019

Nun geht es wieder weiter nach Chile. Ca. 700 Kilometer überwiegend über Schotterpisten, was verdammt viel Zeit kostet. Abends sind wir dann in eine riesen Rauchwolke rein gefahren die wohl durch einen größeren Brand versuchacht wurde. Eigentlich war unser Plan in der nächsten Stadt zu übernachten, es wurde so langsam spät. Naja die "Stadt" war ein Polizeirevier, ein Imbiss, ein Hostel und 5 andere Häuser. Da wir uns wegen dem Feuer nicht so sicher waren haben wir in der Polizeistation nachgefragt ob sie wissen ob das Feuer unter Kontrolle ist oder ob wir lieber wieder fahren sollen. Die zwei Polizisten waren ein bisschen überfordert wegen der Frage, bis wir es gesagt hatten wussten sie nichts von einem Feuer und meinten sie schauen mal nach. Naja schlauer waren wir danach nicht sind dann aber lieber weiter gefahren.

Am nächste Tag hat uns unser Tankwart gesagt das in Chile große Waldbrände sind, komisch das er besser informiert ist als die Polizei. Vorallem weil die Rauchwolken dann über 300 km weit zu sehen war.

Chile und Argentinien pflegen eine ziemliche Feindschaft die hauptsächlich von dem Grenzstreit herkommt. Daher sind die Straßen zu den Grenzposten von beiden Seiten eigentlich immer sehr schlechte lange unbefestigte Straßen, wir denken das ist die Maßnahme um die Leute vor einem Grenzübertritt abzuschrecken. Hier sieht man auch wieder nur noch Trucks rum fahren. Von der Autobahn von Argentinien zur Carretera Austral (Südstraße) in Chile sind es 300 km sehr schlechte Schotterpiste, inklusive zwei Grenzübertritten die aus dem Mittelalter zu sein scheinen. Beim argentinischen Grenzübertritt hat uns der Polizist noch Mal eindrücklich erzählt das in Argentinien alles besser ist, damit wir wissen was uns erwartet. Mal schauen wann die Länder ihre Feindschaft beilegen.

Die Carretera Austral erstreckt sich über 1200 km in den Süden von Chile durch den chilenischen Regenwald geschlagen und befindet sich seit 40 Jahren "in Bau". Davor gab es für die Leute die dort wohnten nur die Möglichkeit in die nächste Stadt mit dem Pferd oder dem Boot zu kommen. Zusätzlich kommt mit der Carretera Austral so langsam das Internet in die Städte, das ist ja schon mal was. Zusätzlich ist dann die Carretera Austral DIE Straße die viele Touristen entlang Reisen. Viele mit dem Fahrrad, zu Fuß und ein Haufen europäischer Trucks kann man hier sehen. Verrückt dass 300 km weiter die argentinische patagonische Steppe ist und hier alles Gebirge und Regenwald ist. Aber für uns ist es eine willkommene Abwechslung.

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