21.-23. April, Stute & Chefin weg, Wasser
Wie schon erwähnt, sind die Flächen hier nicht mit der Schweiz zu vergleichen. Das Land zum Gestüt gehört 2 Parteien. Sie sprechen hier von insgesamt ca. 1000 Hektaren. Keine...

Veröffentlicht: 26.04.2021
















In den letzten Tagen haben wir einen Grossteil der Zeit damit verbracht, die Pferde zu verarzten. Hier in Spanien wird dies vorwiegend in der Manga gemacht, siehe Gatter/Stand auf den Fotos... Für das Fluchttier Pferd ist es schwierig in so ein enges Ding reinzugehen. Das ist wie wenn ein Mensch mit Klaustrophobie in einem engen Raum eingesperrt wird...
Da viele der jungen Stuten und Hengste, wie auch die älteren Zuchtstuten die auf den Weiden leben nicht angefasst werden können und weder Halfter noch sonst etwas mit uns Menschen kennen, sind wir in Anbetracht der Verletzungen gezwungen dies so zu machen. Wir versuchen dabei die Pferde so wenig wie möglich zu stressen. Besonders schwierig ist es für die Pferde - da sie von ihrem Fluchtinstinkt her vorwärts gehen/fliehen - rückwärts aus der Manga zu gehen. Hier müssen wir besonders aufpassen, dass sie nicht instinktiv nach vorne schiessen und im dümmsten Fall auf das Pferd davor springen.
Da die meisten Behandlungen auf gutem Weg sind, hoffen wir dass wir bald wieder mehr Zeit in die Basisarbeit mit den Pferden investieren können. Jetzt haben wir eine Liste mit den Transportdaten der Verkaufspferde, so können wir gezielter mit diesen Pferden arbeiten. Unsere Arbeitseinstellung ist wahrscheinlich noch zu schweizerisch. Wir fanden es komisch mit ca. 25 jungen Pferden zu arbeiten ohne zu wissen wann welches Pferd was etwa können und kennen müsste. Wir haben uns der spanischen Mentalität angepasst und mal irgendwo angefangen. Die Fotos sind übrigens kommentiert :)
Unsere Katze Mia wohnt zwischenzeitlich die meiste Zeit wieder bei uns im Wohnwagen. Wir sind sehr froh darüber, dass nun auch sie angekommen ist.
Heute hatten wir frei. Da wir nur einen Tag in der Woche frei haben, gehen wir meistens entsorgen, Wasser auffüllen, Grosseinkauf machen, verbringen mehr Zeit mit unseren Pferden, machen die Hufe und so weiter... und dann ist schon wieder Abend. Langweilig wird es uns nicht. Im Gegenteil: Nick und ich sollten beide lernen. Nick hat schon bald Prüfungen.