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Weltwunder, Nebel und Zugschaman

Weltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanYaaaaaaaaay!!!!!!!Weltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWer versteckt sich hinter der Maske...?Weltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und ZugschamanWeltwunder, Nebel und Zugschaman

Nach unzähligen Busfahrten über Schotterpisten in teilweise nicht sonderlich komfortablen Bussen mit dreckigen Klos sind wir bereits auf dem Weg zum Bahnhof ganz aufgeregt: Wir fahren Zug! Und zwar nicht mit irgendeinem, sondern mit dem Panorama Peru Rail Zug inklusive Verpflegung und Schamanenbespaßung (mehr dazu später)!!!!! Als der Zug einfährt machen wir natürlich die ersten Selfies und beziehen ganz enthusiastisch unsere Plätze. Fühlt sich alles ein bisschen an wie Zuhause-wobei die Deutsche Bahn mit diesem schicken Gefährt nicht ganz mithalten kann. In unserem 4er Sitzensemble nimmt noch eine Dame Platz-oder handelt es sich hier um einen verdeckten Ermittler? Man weiß es nicht genau, denn die Person ist komplett vermummt und trägt Sonnenbrille. Sie scheint Lisa genauso skurril zu finden, denn per Zufall fällt auf beiden Seiten der Kameraauslöser.

Mit mystischer musikalischer Untermalung verlassen wir den Bahnhof Ollantaytambo und schlängeln uns Richtung Aguas Calientes, dem Örtchen unterhalb des Machu Piccus. Die Landschaft ist wie erwartet wunderbar, wir fahren am Fluss entlang und sind umgeben von hohen Bergen und dichtem Dschungel. Dazu gibt's Tee und Karottenkuchen, den unsere Mitfahrerin mit ihren Handschuhfingern mustert und erstmal nicht anrührt. Die drei Jecken haben natürlich Spässken- mit diesem Zug fährt man schließlich nicht alle Tage.

Als wir in Aguas Calientes eintreffen und unser bereits vor 5 Tagen gebuchtes Hotel aufsuchen, hört dat Spässken jedoch erstmal auf, denn die recht desinteressierte Dame an der Rezeption findet unsere Reservierung nicht. Nachdem Lisa ihr die Buchungsbestätigung vor die Nase hält, ploppt die Reservierung scheinbar doch irgendwo auf - das spielt aber keine Rolle, denn wegen Renovierungsarbeiten (die hatten wir bereits bemerkt, denn vom 2. Stock fielen den Bauarbeitern große Eisenteile herab, fast auf Sebastian) ist das Hotel ausgebucht. Dass wir nun ohne Dach über dem Kopf dastehen, ist der Dame sehr egal. Allerdings haben wir Glück im Unglück, denn wir erwischen noch ein Online-Schnäppchen in einem Hotel, das sich als sehr viel schöner entpuppt als das ursprünglich gebuchte. Endlich das Zimmer bezogen gehen wir noch lecker Essen und fallen dann ins Bett. Morgen gehts schließlich früh aus den Federn.

Um 5.30 Uhr fährt der erste Bus von Aguas Calientes hoch auf den Machu Piccu. Feste Plätze könne nicht gebucht werden, hier heißt es: Wer zuerst kommt, fährt zuerst. Das denken sich natürlich alle Touris, deswegen gibt's auch bereits um 4.30 Uhr eine laaaange Schlange vor der Busstation. Wir wärmen uns mit Cocatee und harren der Dinge. Um kurz vor halb 6 fährt dann die erste Riesenkolonne Busse vor und verschluckt den Kopf der Menschenschlange. Bald sind auch wir an der Reihe und lassen uns durch neblige Wolkenfetzen und über enge Serpentinen hinauftragen.

Oben angekommen sieht man erstmal nichts außer: Menschenmassen! Hoffentlich verläuft sich das noch. Nachdem wir brav unsere Tickets vorgezeigt haben müssen wir noch ein Stück bergauf laufen, bis wir einen Teil der bekannten Kulisse von unzähligen Postkarten und Fotos erblicken...die Ruinen des Machu Piccu. Noch ist es frisch und der ganze Berg ist von einer dichten Nebelschicht bedeckt, doch das soll sich noch ändern. Wir wollen erst einmal zum Sonnentor, das eine gute Stunde Fußmarsch von den Ruinen entfernt ist und einen atemberaubenden Ausblick bieten soll. Es geht wieder bergauf, über Stock und Stein, bis wir das Sonnentor erreichen. Doch wo ist die Sonne? Die lässt sich noch nicht blicken. Dafür gibt es reichlich Nebel, der sich wie eine Wand direkt vor uns erstreckt und zunächst keinen Millimeter Sicht auf das Bergpanorama im Umkreis preis gibt. Erst als wir uns zum Rückweg entschließen ist der Nebel so gnädig seine Wand kurz vor uns zu öffnen, bevor er sie auch gleich wieder verschließt.

Nun geht es weiter den Berg hinauf, um die Ruinen von Oben zu bestaunen. Der steile Anstieg ist eine sportliche Angelegenheit, sodass wir bald beschließen, lieber noch mehr Zeit unten bei den Ruinen zu verbringen. Mittlerweile ist es warm und sonnig, so dass wir uns ein Plätzchen auf der Wiese suchen und hier noch ein bisschen den Ausblick auf die Ruinen und die Lamas genießen.

Um 12 Uhr ist dann Schichtende für die erste Touristengruppe und wir reihen uns in den Strom zum Ausgang ein. Zurück nach Aguas Calientes laufen wir den Berg hinab durch den Dschungel. Schön wars!

Bevor wir in den Zug zurück nach Cusco steigen, gibt's noch ein stärkendes Mittagessen mit Quinoasuppe, Gemüsereis und Kartoffeln, denn wir sind alle müde und hungrig. Auf der Rückfahrt gehört die 4er Sitzgruppe ganz uns allein und wir lehnen uns entspannt zurück. Moment mal. Was ist denn jetzt los? Wo kommt denn die laute Musik her? Plötzlich springt ein...man weiß nicht genau welch ein Wesen dieser Mensch darstellen soll...kostümierter Mensch mit Maske und bunter Kleidung durch den Zug, macht seltsame Geräusche und animiert die Fahrgäste zum klatschen und fotografieren. Juhu, wir Deutschen lieben mitklatschen. Nachdem das Spektakel endlich ein Ende hat, kommt der nächste Programmpunkt: Modenschau! Das Zugpersonal schmeißt sich in schnieke Alpacapullover und Ponchos, die im Nachgang auf einem Kleiderständer durch die Waggons geschoben werden, damit wir sie kaufen können.

Nach dieser aufregenden Zugfahrt freuen wir uns auf unser schönes Zuhause in Cusco-das La Bohème. 

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