Museumstag in Takayama
25. September Am Freitag machten wir uns nach dem Frühstück zunächst auf zu dem Morgenmarkt, auf dem regionale Lebensmittel und Erzeugnisse angeboten wurden – hauptsächlich Obst...


Veröffentlicht: 29.09.2026
27. September
Am Samstag führte uns unsere Reise weiter. Nach dem Frühstück fuhren wir bei Regen über drei Stunden mit dem Mietwagen in Richtung Kyoto. Bevor wir allerdings in der Stadt Quartier bezogen, machten wir noch einen Zwischenstopp im Teeanbaugebiet Wazuka. Hier hatten wir einen Farm Stay gebucht.
Als wir ankamen, trafen wir unseren Host Michael, der sich zusammen mit seiner Frau Ikuko in dem rund 3.000 Einwohner großen Ort auf Teetourismus spezialisiert hat. Michael kommt ursprünglich aus Australien, lebt aber bereits seit zwölf Jahren in Wazuka.
Er hatte offenbar einiges mit uns vor, denn direkt nach unserer Ankunft verkosteten wir erst einmal verschiedene Teesorten aus der Region und bekamen dazu ausführliche Erklärungen. Anschließend gingen wir gemeinsam in ein kleines Café zum Mittagessen.
Danach trafen wir uns mit einem lokalen Teebauern namens Osamu. Der packte uns kurzerhand in sein winziges Auto und fuhr mit uns über ziemlich abenteuerliche Straßen hinauf in die Berge zu seinen Teefeldern.
Dort erklärte er uns alles Mögliche über den Teeanbau und natürlich gab es dazu auch gleich wieder etwas Tee zu trinken. Für mich war es wirklich sehr interessant, einmal zu sehen, wie diese Art der Landwirtschaft tatsächlich betrieben wird.
Kleiner Tee-Exkurs
Alle echten Teesorten stammen von derselben Pflanze: dem Teestrauch Camellia sinensis. Der große Unterschied zwischen Grüntee, Schwarztee, Oolong, Weißtee und Co. liegt also nicht primär in der Pflanze selbst, sondern darin, welche Pflanzenteile geerntet und wie sie anschließend verarbeitet werden.
Es gibt zwar sogenannte Cultivars, also gezüchtete Sorten, die sich besonders für bestimmte Arten von Tee eignen. Theoretisch kann aber aus jeder Teepflanze jede Art von Tee hergestellt werden. Wir beschränken uns hier allerdings mal auf Grüntee.
Sencha ist dabei sozusagen die Standardvariante. Die Blätter werden geerntet – teilweise bis zu dreimal im Jahr – und anschließend möglichst schnell in die Fabrik gebracht, wo sie sortiert und gedämpft werden. Das Dämpfen soll die Oxidation stoppen. Beim Grüntee ist diese unerwünscht, beim Schwarztee hingegen ein wichtiger Bestandteil der Herstellung.
Anschließend wird der gedämpfte Tee gerollt, wodurch die Zellwände der Blätter aufgebrochen werden. Früher war das äußerst mühevolle Handarbeit, heute übernehmen das glücklicherweise Maschinen. Der gerollte Tee wird anschließend geschnitten und getrocknet und ist damit im Grunde schon fertig.
Bei anderen Grünteesorten wie Gyokuro oder Tencha werden die Teefelder vor der Ernte mehrere Wochen lang beschattet. Dadurch lagern sich andere Inhaltsstoffe in den Blättern ein, die den Geschmack beeinflussen.
Und bei Matcha handelt es sich im Grunde um zu feinem Pulver zermahlenen Tencha.
Danach ging es zurück zu unserer Unterkunft, wo wir noch etwas Zeit hatten, uns bis zum Abend auszuruhen.
Später bekamen wir noch eine kleine Kochlektion bei Ikuko. Gemeinsam bereiteten wir ein typisches japanisches Abendessen zu. Es gab Misosuppe, Teriyakihuhn, Frühlingsrollen, Gemüse-Tempura und einen Salat. Alles vorzüglich!
Anschließend hatten wir ein wirklich nettes Abendessen mit der Gastgeberfamilie. Dabei erfuhren wir von Michael noch einiges darüber, wie seine Einwanderung nach Japan funktioniert hatte und wie hier die Mühlen der Bürokratie mahlen.
Danach waren wir allerdings wirklich hundemüde und froh, in unserer geräumigen Unterkunft eine ruhige Nacht verbringen zu können Host Michael, der sich zusammen mit seiner Frau Ikuko in dem rund 3.000 Einwohner großen Ort auf Teetourismus spezialisiert hat. Michael kommt ursprünglich aus Australien, lebt aber bereits seit zwölf Jahren in Wazuka.
Er hatte offenbar einiges mit uns vor, denn direkt nach unserer Ankunft verkosteten wir erst einmal verschiedene Teesorten aus der Region und bekamen dazu ausführliche Erklärungen. Anschließend gingen wir gemeinsam in ein kleines Café zum Mittagessen.
Danach trafen wir uns mit einem lokalen Teebauern namens Osamu. Der packte uns kurzerhand in sein winziges Auto und fuhr mit uns über ziemlich abenteuerliche Straßen hinauf in die Berge zu seinen Teefeldern.
Dort erklärte er uns alles Mögliche über den Teeanbau und natürlich gab es dazu auch gleich wieder etwas Tee zu trinken. Für mich war es wirklich sehr interessant, einmal zu sehen, wie diese Art der Landwirtschaft tatsächlich betrieben wird.
Kleiner Tee-Exkurs
Alle echten Teesorten stammen von derselben Pflanze: dem Teestrauch Camellia sinensis. Der große Unterschied zwischen Grüntee, Schwarztee, Oolong, Weißtee und Co. liegt also nicht primär in der Pflanze selbst, sondern darin, welche Pflanzenteile geerntet und wie sie anschließend verarbeitet werden.
Es gibt zwar sogenannte Cultivars, also gezüchtete Sorten, die sich besonders für bestimmte Arten von Tee eignen. Theoretisch kann aber aus jeder Teepflanze jede Art von Tee hergestellt werden. Wir beschränken uns hier allerdings mal auf Grüntee.
Sencha ist dabei sozusagen die Standardvariante. Die Blätter werden geerntet – teilweise bis zu dreimal im Jahr – und anschließend möglichst schnell in die Fabrik gebracht, wo sie sortiert und gedämpft werden. Das Dämpfen soll die Oxidation stoppen. Beim Grüntee ist diese unerwünscht, beim Schwarztee hingegen ein wichtiger Bestandteil der Herstellung.
Anschließend wird der gedämpfte Tee gerollt, wodurch die Zellwände der Blätter aufgebrochen werden. Früher war das äußerst mühevolle Handarbeit, heute übernehmen das glücklicherweise Maschinen. Der gerollte Tee wird anschließend geschnitten und getrocknet und ist damit im Grunde schon fertig.
Bei anderen Grünteesorten wie Gyokuro oder Tencha werden die Teefelder vor der Ernte mehrere Wochen lang beschattet. Dadurch lagern sich andere Inhaltsstoffe in den Blättern ein, die den Geschmack beeinflussen. Und bei Matcha handelt es sich im Grunde um zu feinem Pulver zermahlenen Tencha.
Danach ging es zurück zu unserer Unterkunft, wo wir noch etwas Zeit hatten, uns bis zum Abend auszuruhen.
Später bekamen wir noch eine kleine Kochlektion bei Ikuko. Gemeinsam bereiteten wir ein typisches japanisches Abendessen zu. Es gab Misosuppe, Teriyakihuhn, Frühlingsrollen, Gemüse-Tempura und einen Salat. Anschließend noch ein kleines Dessert und dazu natürlich Tee.
Wir hatten ein wirklich nettes Abendessen mit der Gastgeberfamilie. Dabei erfuhren wir von Michael noch einiges darüber, wie seine Einwanderung nach Japan funktioniert hatte und wie hier die Mühlen der Bürokratie mahlen.
Danach waren wir allerdings wirklich hundemüde, durch mehrere Liter Tee sehr gut hydriert aber auch froh, in unserer geräumigen Unterkunft nun eine ruhige Nacht verbringen zu können.
