Rindfleisch und Sake in Takayama
24. September Am Donnerstag genossen wir zunächst das Frühstück im Hotel, und Isi war mutig genug, uns eine Portion Natto abzustauben. Dabei handelt es sich um Sojabohnen, die mit...


Veröffentlicht: 27.09.2026




















25. September
Am Freitag machten wir uns nach dem Frühstück zunächst auf zu dem Morgenmarkt, auf dem regionale Lebensmittel und Erzeugnisse angeboten wurden – hauptsächlich Obst und Gemüse. Da wir noch gut gesättigt waren, gönnten wir uns lediglich zwei Birnen als Reiseproviant.
Danach besuchten wir das Takayama Jin’ya, was quasi so etwas wie das örtliche Landratsamt der Edo-Zeit war – zumindest soweit ich das verstanden habe …
Ab 1692 übernahm das Shogunat die direkte Kontrolle über das Gebiet und entsandte einen Beamten, der die Verwaltung der Region übernahm. Zu diesem Zweck wurde das Jin’ya errichtet. Es war durchaus interessant, sich das riesige Gebäude anzusehen und dabei zu erfahren, wie die Verwaltung damals organisiert war.
Steuern wurden beispielsweise hauptsächlich in 60-Kilo-Reissäcken bezahlt. Irgendwie unhandlich…
Danach ging es in ein weiteres Museum, in dem wir die riesigen und aufwendig gestalteten Festwagen der Stadt bewundern konnten. Diese werden seit Jahrhunderten zu bestimmten Feiertagen durch die Straßen gezogen. Einige der Wagen hatten sogar ziemlich aufwendige mechanische Spielereien eingebaut.
Auf einem Wagen befand sich beispielsweise ein lachender Buddha, auf dem kleinere Männchen herumturnten, bevor schließlich eine Konfettikanone abgeschossen wurde.
Und weil wir danach immer noch nicht genug Museen gesehen hatten, fuhren wir noch in ein Freilichtmuseum. Dort konnte man durch alte Bauernhäuser aus der Region spazieren. Die historischen Gebäude wurden in mühseliger Arbeit von ihren ursprünglichen Standorten abgebaut und anschließend auf dem Museumsgelände wieder aufgebaut.
So bekam man einen ziemlich guten Einblick in das Leben der einfachen Landbevölkerung vom 16. bis zum 18. Jahrhundert.
Vieles erinnerte mich dabei an alte Berghütten in den Alpen. Auch die Region Hida, in der wir uns befanden, ist sehr bergig und war früher vor allem für Rinderhaltung und Holzverarbeitung bekannt. Außerdem können die Winter hier ziemlich kalt werden und bis zu zwei Meter Schnee mit sich bringen.
Nach diesem anstrengenden Museumstag gingen wir erst einmal etwas essen – und zwar in ein tolles Ramenrestaurant. Schließlich hatten wir es während des bisherigen Urlaubs tatsächlich noch nicht geschafft, Ramen zu essen.
Es war wirklich köstlich. Ich habe selten eine so herzhafte und reichhaltige Nudelsuppe gegessen.
Danach war allerdings auch wirklich ein achtstündiger Verdauungsschlaf nötig.
