Von Tsumago nach Magome
22. September Am Dienstag fuhren wir nach dem Frühstück nach Tsumago-Juku, einer weiteren historischen Poststadt. Von dort wollten wir zu Fuß in die nächste Poststadt,...


Veröffentlicht: 24.09.2026


















23. September
Am Mittwoch starteten wir früh und fuhren nach dem Frühstück nach Matsumoto. Dort gaben wir zunächst unsere Sachen im Hotel ab und brachten den Mietwagen in einwandfreiem Zustand zurück.
Danach schlenderten wir durch die rund 240.000 Einwohner große Stadt. Zuerst ging es durch eine kleine Gasse, in der allerlei Läden Tand und Antiquitäten verkauften, und anschließend in ein großes Einkaufszentrum, in dem man dann alles andere bekommen konnte.
Was ich besonders beeindruckend fand: In einem riesigen Lebensmittelgeschäft konnte man seine Waren selbst scannen und bezahlen und sie anschließend direkt im Laden an dafür vorgesehenen Tischen verspeisen – ohne irgendeine räumliche Trennung zwischen Einkaufsbereich und Essensbereich.
Ein System, das in Deutschland vermutlich keinen einzigen Tag funktionieren würde.
Anschließend liefen wir zum Matsumoto Castle. Auf einem Schild las ich, dass dort kostenlose geführte Touren angeboten werden. Auf Nachfrage erklärte sich ein äußerst freundlicher Japaner bereit, uns eine komplette Stunde durch die Burg zu führen. Er erklärte uns alles über die Burg und beantwortete geduldig all meine Fragen.
Als wir fragten, ob wir ihm dafür nicht wenigstens etwas zahlen könnten, verneinte er vehement. Er sei Mitglied in einem Verein aus Freiwilligen, die diese Führungen anbieten, und mache das Ganze nur aus Spaß und um sein Englisch zu üben.
Nachdem wir uns von unserem Führer verabschiedet hatten, gingen wir noch in die Burg, um sie von innen zu besichtigen. Dort befand sich unter anderem ein Museum, in dem wir Feuerwaffen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert bestaunen konnten.
Lustig war auch, dass man die Burg nicht mit Schuhen betreten durfte. Am Eingang bekam jeder einen Beutel, in dem man seine Schuhe während des Rundgangs herumtragen konnte. Zum Glück war die Burg aufgrund der fehlenden Fenster gut durchlüftet!
Nach unserem Burgbesuch passierte dann etwas Wunderbares – und ich glaube, der Talisman für Glück auf Reisen, den wir in Tokio gekauft hatten, hatte wieder sein Wirken entfaltet.
Als wir aus der Burg kamen, stolperten wir zufällig in ein japanisches Craft-Beer-Festival. Man konnte sich ein Glas und einige Wertmarken kaufen und damit auf dem Gelände zig verschiedene Biere von kleinen Brauereien probieren.
Auch für Isi, die erklärte Bierverächterin, war einiges geboten. Es gab Dutzende kleine Stände mit Snacks, an denen wir uns durch allerlei köstliches Essen probierten.
Die meisten Biere waren wirklich gut. Manche Sorten mit Kaffee oder Ingwer waren allerdings eher etwas für Liebhaber.
Alles in allem war es aber ein wirklich perfekter Tagesabschluss!