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San Pedro de Atacama

Veröffentlicht: 05.04.2025

Bus
La Serena → Calama
Chile
Unterkunft
Hostel mit Pool in San Pedro de Atacama
Hostel · San Pedro de Atacama
Fahrt
San Pedro de Atacama → … → Jere
San Pedro de Atacama, Chile
Attraktion
Salzlagunen Cejar und Piedra
San Pedro de Atacama, Chile
Attraktion
Laguna Chaxa
San Pedro de Atacama, Chile
Sehenswert
Jere
San Pedro de Atacama, Chile
Attraktion
Valle de la Luna
San Pedro de Atacama, Chile
Attraktion
El Tatio Geysire
San Pedro de Atacama, Chile
Fahrt
San Pedro de Atacama → … → Laguna Tuyajto
San Pedro de Atacama, Chile
Attraktion
Piedras Rojas
San Pedro de Atacama, Chile
Sehenswert
Laguna Tuyajto
San Pedro de Atacama, Chile
Attraktion
Cerro Tocos
San Pedro de Atacama, Chile
Eines der Highlights Chiles ist die Atacamawüste, auf die wir uns auch lange im Vorfeld freuten.

Mit dem Nachtbus fuhren wir von La Serena nach Calama, wo wir unseren Mietwagen für eine Woche abholten. Wir machten uns etwas Sorgen, da schlimme Regenfälle in der Gegend gemeldet wurden, von offizieller Seite von Reisen in das Gebiet aabgeraten wurde und wir uns daher nicht sicher waren, inwieweit die Straßen befahrbar sein würden. Überschwemmungen in einer der trockensten Gegenden der Welt, na toll! Letzendlich konnten wir die Spuren des Regens zwar erkennen und die ein oder andere Straße war matschig-aufgeweicht und schlechter zu befahren, aber alles war machbar. Und wir hatten das Gefühl, dass uns der Regen sattere Grüntöne als üblicherweise zu bescherte...

Das einzige, was wetterunabhängig leider nicht klappte, war die Besichtigung des ALMA Observatoriums (Alma Large Millimeter/submillimeter array).  Die Radioteleskope selber  kann man zwar grundsätzlich wegen der großen Höhe (5000 hm) nicht besuchen, aber wir dachten, dass das Observatorium besuchbar wäre. Der Wachmann am Tor bestätigte uns das auch, dass wir nur in der Zentrale in Santiago anrufen müssten und dann wäre das kein Problem. Santiago gab uns leider einen Korb, Publikumsverkehr wäre nicht mehr möglich. Und die ALMA-Leute sollten uns auch noch anderweitig im Laufe der Woche in die Quere kommen!

Unsere Base war die Oase San Pedro de Atacama, auf ca. 2500 hm, von wo wir jeweils unsere Tagestouren starteten. Hier gibt es kaum geteerte Straßen (die Wege glichen einem Schlammschlachtfeld nach dem Regen), und viele Häuser waren aus oder mit Lehm gebaut. Das Örtchen wirkte an manchen Stellen wie aus einem Western entsprungen. Wir hatten uns extra ein Hostel mit Pool gemietet mit der naiven Vorstellung, dass wir nach den heißen Wüstentagen uns dort planschend abkühlen können, aber leider war das Wasser so eiskalt, dass wir uns genau einmal hineingewagt haben und es dann vorzogen, zu schwitzen.

Am ersten Tag fuhren wir zunächst zu den Salzlagunen Cejar und Piedra, wo man die Weite der riesigen Salzflächen bewundern konnte. Der Prozess, an Eintrittskarten zu kommen, war lächerlich kompliziert und aufwändig, den Eiertanz haben wir dann noch häufig an verschiedenen Stellen durchlebt. Am Ende des Tages werden aber so Arbeitsplätze für die indigene Bevölkerung geschaffen, auch wenn man sich über Sinnhaftigkeit einzelner Aufgabenbereiche streiten mag. In Piedra konnte man sogar schwimmen gehen - leider ähnlich kalt wie unser Hostelpool. Hat viel Spaß gemacht, Brustschwimmen hat aber überhaupt nicht funktioniert weil man die Beine bei dem hohen Salzgehalt einfach nicht unter Wasser gekriegt hat. Danach ging es weiter zur Laguna Chaxa, ein Schutzgebiet für Flamingos, und anschließend nach Jere, einer der vielen kleinen Oasen in der Wüste.

Am Tag 2 ging es ins Valle de la Luna, das seinem Namen alle Ehre machte, denn man macht fühlt sich wirklich wie im outer space. Hier konnte man  verschiedene kleine Rundwanderwege zwischen 30 min und 1 h laufen und die wunderschönen Farben und Formen, die Weite und die Sanddünen bewundern.

An Tag 3 mussten wir ganz früh aufstehen und starteten um 4h morgens zu den El Tatio Geysiren auf ca 4300 hm, um dort pünktlich zur Öffnung des Parks und vor Sonnenaufgang zu sein. Das Geysirfeld erstreckt sich über 30 km^2, ist das drittgrößte und höchstgelegenste der Welt. Aufgrund der Höhe siedet das Wasser bereits bei 86 Grad Celsius. Als wir im Dunkeln losfuhren, stellten wir erst mal fest, dass die Elektronik in unserem Mietwagen trotz erst sehr weniger Kilometer schon komplett hinüber war, das Ablendlicht ließ sich überhaupt nicht regeln und leuchtete mehr neben als auf der Straße, und das Fernlicht war willkürlich und unabhängig von der Einstellung mal an oder aus. Aber irgendwie ging es trotzdem. Wir kamen fast allein in dem Park an und hatten Zeit, mit Stirnlampen die Geysire in Ruhe zu bewundern. Kurz nach Sonnenaufgang kamen aber sehr viele Busse an und spuckten so viele Menschen aus, dass es etwas ungemütlich wurde. Trotzdem war der Anblick der spuckenden und dampfenden Geysire im Morgenlicht sehr beeindruckend! Auch die Rückfahrt war wunderschön - erstaunlich an was für tollen Ecken wir in der Dunkelheit nichtsahnend vorbeigeheizt sind - tolle Bergpanoramen, Steinformationen, Wassertümpel im schönsten Grün mit Vicunjas und Flamingos, und ein Tal voller Kakteen.

Da wir vorhatten, unseren ersten 5000er im Laufe der Woche zu besteigen, wählten wir an Tag 4 zur weiteren Akklimatisierung wieder ein Ziel in großer Höhe, nämlich die Piedras Rojas auf ca 4200 hm. Auch hier hat schon die Fahrt dahin mega Spaß gemacht, mit einsamen weiten Landschaften und Vulkanpanoramen. Und auch die Piedras Rojas (=Rote Steine) erzeugten in Verbindung mit dem kalten Weißblau der Salzlagune eine ganz besondere Stimmung. Danach ging es noch weiter zur Laguna Tuyajto, hier was das Highlight eine Vicunja-Truppe, die direkt vor unserem Auto die Straße kreuzte. Zwei der Jungen war das ganze aber wohl zu anstrengend, deswegen setzen sie sich erst mal direkt vor uns auf die Straße. Die erwachsenen Vicunjas konnten sie erst davon überzeugen, weiterzulaufen, als ein anderes Auto kam. Und wir hatten viel Zeit, diese schönen Tiere ganz in Ruhe aus der Nähe zu betrachten!

Tag 5:  denn es kommt anders, als man denkt. Für heute war die Besteigung des Cerro Tocos (ca 5600 hm) geplant, eines inaktiven Schichtvulkans. Die Besteigung, die erst auf knapp 5000 hm beginnt, soll sehr einfach sein, sodass man "nur" mit der Höhe zu kämpfen hat ohne weitere technische Herausforderungen. Klang wie ein Berg, bei dem man es auf jeden Fall mal versuchen kann. Wir haben also gut ausgeschlafen, uns gut akklimatisiert, gut ausgerüstet und voller Tatendrang auf den Weg ganz nahe zur bolivianischen Grenze gemacht. Doch dann war die Straße, die auch zu den vorher genannten Radioteleskopen führte, von ALMA einfach gesperrt. Und zwar so gesperrt (mit viel Stacheldraht und gezogenen Gräben), dass wirklich keine Chance war da irgendwie langzukommen. Wir sind in der Gegend zwar noch hin- und hergefahren um herauszufinden ob es Alternativrouten gibt, aber leider ohne Erfolg. Und alles war so menschenleer, dass man auch niemanden fragen konnte. Bedröppelt sein hilft nicht, also machten wir uns alternativ auf den Weg zu den nahe gelegenen Monjes de La Pacana, bizarren Steinformationen, bei denen die eine mit etwas Fantasie auch wie ein Mönch aussieht (von anderer Seite eher Phallus-Symbol). Superbeeindruckend, und auch hier niemand unterwegs. Beim Spazierengehen auf 4800 hm fühlten wir uns auch schon ganz gut gefordert, also wer weiß ob wir den Cerro Toco überhaupt geschafft hätten...

Am letzten Tag besuchten wir das Valle de la Marte (oder Muerte) nahe San Pedro de Atacama. Auch hier konnte man zwischen Wüstensand und bizarren Felsformationen zu verschiedenen Aussichtspunkten in der glühend heißen Sonne andern, und am Ende eine große Düne hinunter. Ein gebührender Abschluss.

Fazit: superschön und beeindruckend, und es hat sich auf jeden Fall gelohnt hier ein Auto zu mieten. Aber nun ist es auch langsam genug mit so viel Einsamkeit, und wir müssen diese ganzen wundersamen und -baren Landschaften erst mal verabeiten...

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
7 Tage
Wetter
Herbst
Begleitung
Zu zweit (2)
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Nachtbus von La Serena nach Calama
  • Salzlagunen Cejar und Piedra
  • El Tatio Geysire bei Sonnenaufgang
  • Piedras Rojas und Laguna Tuyajto
  • Monjes de La Pacana und Valle de la Marte
MietwagenStirnlampenwarme KleidungSonnenschutz
NaturRoadtripTransitTierweltAbenteuer
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